Abbildung: Colourbox

So altert die Haut

Die Haut ist eines unserer größten Organe. Sie sorgt dafür, dass der Körper warm und feucht bleibt. Wussten Sie, dass die meisten Furchen und Falten im Gesicht ein Ergebnis des Sonnenlichts und nicht des Alters sind?

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Die Haut ist in drei Schichten unterteilt: die Oberhaut, die Lederhaut und die Unterhaut. Auf der papierdünnen Hautoberfläche (Epidermis) sterben alte Hautzellen ab und werden ständig durch neue ersetzt. Es wird geschätzt, dass der Körper die gesamte Hautoberfläche einmal im Monat erneuert.

Worin besteht die Aufgabe der Haut?

Die Haut stellt eine Barriere zur Außenwelt dar und schützt uns vor Umwelteinflüssen, während Wärme und Feuchtigkeit im Körper gehalten werden. Sie versorgt uns durch kleine Nervenenden, sogenannte Rezeptoren, die Berührung, Druck, Hitze, Kälte und Schmerzen registrieren, mit Informationen über unsere Umgebung. In der Haut befinden sich auch zahlreiche Drüsen. Die Talgdrüsen produzieren eine ölartige Substanz, die die Haut schmiert, Trockenheit und Rissbildung verhindert und die Elastizität der Haut erhält. Die Schweißdrüsen produzieren Schweiß, der uns abkühlt, wenn es uns zu heiß wird. Kleine Blutgefäße in der Haut weiten sich und geben zusätzliche Wärme ab, wenn wir Fieber haben oder es heiß ist. Im Gegensatz dazu ziehen sich die Blutgefäße bei kaltem Wetter zusammen und sorgen dafür, dass die Wärme im Körper bleibt. Haare und Nägel tragen ebenfalls zum Schutz bei.

Wie altert die Haut?

Die Lederhaut liegt unter der Oberhaut und enthält ein Netzwerk von Bindegewebsfasern. Elastinfasern machen die Haut elastisch und Kollagenfasern halten die Haut zusammen. Kollagen ist ein Protein, das der Haut Festigkeit verleiht und sie strafft. Das Bindegewebe enthält auch Hyaluronsäure, die Wasser in der Haut binden kann.

Wenn man älter wird, bilden sich neue Hautzellen nicht mehr so schnell, und die Haut wird dünner. Dadurch kann die Haut Fett und Feuchtigkeit nicht mehr so gut speichern wie früher. Die Produktion von Kollagen und Elastin nimmt ab, und das Netzwerk der Bindegewebsfasern verliert an Straffheit. Die Haut wird infolgedessen schlaffer und rauer.

Die Sonne lässt die Haut schneller altern

Schlaffe Haut und Falten sind ein natürlicher Teil des Alterns. Aber von der Sonne ausgehende ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung) beschleunigt diesen Prozess erheblich. Die meisten Furchen und Falten im Gesicht sind das Ergebnis des Sonnenlichts und nicht des Alterns. Die UV-Strahlen verursachen Falten, indem sie das Kollagen in der Haut abbauen. Darüber hinaus wird die Erbsubstanz (DNA) in den Hautzellen geschädigt. Dies kann zu Sommersprossen, Leberflecken und anderen Pigmentveränderungen in der Haut führen.

Falten

Es gibt zwei Arten von Falten: dynamische und statische. Erstere sind eigentlich keine Falten, sondern Linien, die durch die Mimik – beispielsweise beim Lächeln – verursacht werden. Diese Falten entstehen, wenn Sie verschiedene Grimassen schneiden. Statische Falten werden vor allem durch übermäßige Sonneneinstrahlung und Rauchen verursacht. Sie treten meist um die Augen herum auf, wo die Haut dünner ist.

Ein einfacher Hauttest

Nehmen Sie etwas Haut auf Ihrem Handrücken zwischen Daumen und Zeigefinger, ziehen Sie daran und lassen Sie wieder los. Wenn Ihre Haut jung und elastisch ist, wird das Hautstück schnell wieder an seinen Platz fallen. Wenn die Haut ein wenig älter oder stärker durch die Sonne geschädigt ist, kann der Vorgang ein paar Sekunden dauern. Dies ist ein Symptom dafür, dass Ihre Haut an Elastizität verloren hat.

Weitere Informationen

Literatur

  1. Arndt K, May J. Cosmetic Surgery A to Z. Harvard Medical School: 2006.

Autoren

  • Martina Bujard, Wissenschaftsjournalistin, Wiesbaden