Verschiedene Arten der Psoriasis

Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Untergruppen bei Psoriasis.  Einige Patienten leiden an nur einer Form der Psoriasis, während bei anderen eine Kombination aus verschiedenen Formen anzutreffen ist.

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Psoriasis vulgaris

Diese häufigste Form der Psoriasis wird auch als Psoriasis vulgaris bezeichnet. Diese Plaque-Psoriasis beginnt in der Regel mit kleinen Flecken. Die Flecken nehmen allmählich an Größe zu und bilden einen silbrig-weißen, schuppigen Schorf. Dieser Schorf wird Plaque genannt. Wenn sich Plaques ablösen oder entfernt werden, kommen kleine, stecknadelkopfgroße Blutungen auf der Haut darunter zum Vorschein (es ist allerdings wichtig, die Plaques nicht zu entfernen oder abzureißen, da sich das Krankheitsbild dadurch verschlimmern kann).

Die Plaques nehmen in der Regel über einen gewissen Zeitraum an Größe zu, anschließend werden sie kleiner und verschwinden nach einer Weile. Gelegentlich wachsen sie immer weiter, es kommt zu einer Verschmelzung vieler Plaques miteinander, die große Bereiche des Körpers bedecken.

In der Regel erscheinen die Plaques symmetrisch, d. h. an der gleichen Stelle auf beiden Körperhälften. Die häufigsten Lokalisationen sind über den Streckseiten der Extremitäten, insbesondere über Ellbogen und Knien. Weitere typische Stellen sind Rücken, Kopfhaut, Knöchel, Handflächen, Fußsohlen, Unterschenkel und Genitalien.

Die Krankheit verläuft bei den meisten Patienten mit dieser Art von Psoriasis schubweise. Insbesondere bei einer guten Behandlung durch die Patienten selbst können die beschwerdefreien Zeiträume lange anhalten. Sie wechseln sich mit Phasen einer akuten Verschlechterung und erheblichen Symptomen ab. Diese Phasen werden häufig durch Stress, Infektionen, kalte Witterung oder andere Faktoren ausgelöst.

Psoriasis guttata

Psoriasis guttata ist in der Regel durch einen milderen Verlauf als Plaque-Psoriasis gekennzeichnet. Bei den meisten Patienten verschwindet der Ausschlag nach kurzer Behandlungsdauer oder ganz ohne Behandlung. Er kann jedoch zu einem späteren Zeitpunkt erneut auftreten, dann in der Regel weniger ausgeprägt.Psoriasis guttata äußert sich durch kleine, tropfenförmige Psoriasis-Stellen. Die Stellen entwickeln sich rasch und greifen häufig große Bereiche des Körpers an. Diese Psoriasisform wird am häufigsten bei Kindern und Jugendlichen beobachtet, und die Flecken sind oft das erste, was von der Krankheit bemerkt wird. Bakterielle oder virale Infektionen vor allem des Halses oder der Lunge sind in der Regel für den Krankheitsausbruch verantwortlich. Am häufigsten ist eine Mandelentzündung mit Streptokokken der Auslöser. Eine Therapie mit Kortikosteroiden in Tablettenform kann ebenfalls Psoriasis guttata verursachen.

Seborrhoische Psoriasis

Seborrhoische Psoriasis tritt in Form roter, schuppiger Flecken in Erscheinung. Diese Form der Psoriasis zeigt sich in der Regel auf der Kopfhaut, hinter den Ohren, über den Schulterblättern, in den Achselhöhlen oder der Leistengegend. Seborrhoische Psoriasis kann auch im Gesicht auftreten.

Nagelpsoriasis

Nagelpsoriasis
Nagelpsoriasis

Mehr als die Hälfte der Psoriasis-Patienten leiden an Nagelveränderungen. Es können sowohl Finger- als auch Fußnägel betroffen sein. Die häufigsten Anzeichen von Nagelveränderungen sind winzige, weiße Löcher oder Vertiefungen in den Nägeln. Die Löcher können in kleinen Gruppen zusammensitzen und nicht immer sind alle Nägel betroffen. Nagelpsoriasis kann sich auch durch Absplittern oder Abbröseln der Nägel, durch längs- oder querverlaufende Rillen oder in Form gelber Flecken äußern. Manchmal löst sich die Haut an der Nagelunterseite ab.

Bei Psoriasis ist es besonders wichtig, die Nagelhaut nicht zu entfernen oder zu verletzen, da dadurch das Risiko für Nagelpsoriasis steigt.

Psoriasis pustulosa

Bei Psoriasis pustulosa bilden sich mit Eiter oder Flüssigkeit gefüllte Bläschen in der Haut. Die Bläschen verfärben sich bräunlich und trocknen schließlich aus. Diese Art der Psoriasis tritt meistens an Händen und Füßen in Erscheinung und wird in der Regel durch Infektionen, Schwangerschaft oder bestimmte Medikamente ausgelöst. Wenn Blasen an den Handflächen und Fußsohlen auftreten, spricht man von Psoriasis pustulosa palmoplantaris.

Inverse Psoriasis

Inverse Psoriasis tritt in Hautfalten wie den Achselhöhlen, unter den Brüsten oder in der Leistengegend auf. Bei dieser Art von Psoriasis kommt es in der Regel nicht zum Abschuppen der Haut; stattdessen fallen rote, glatte und entzündete Stellen auf.

Generalisierte psoriatische Erythrodermie

Diese schwerste Form der Psoriasis ist glücklicherweise selten. Psoriatische Erythrodermie (auch als exfoliative Psoriasis bekannt) befällt den Körper großflächig. Die Haut ist stark gerötet, entzündet und schuppt sich ab. Typischerweise wird dieses Krankheitsgeschehen durch Medikamente, insbesondere Arzneimittel gegen Malaria (Chloroquin/Chloroquinphosphat) oder Kortikosteroidtabletten, ausgelöst. Die generalisierte psoriatische Erythrodermie kann einen sehr schweren Verlauf nehmen und die Einweisung in eine Hautklinik unumgänglich machen.

Psoriasis-Arthritis

Psoriasis-Arthritis ist eine spezielle Variante der Psoriasis. Hierbei sind die Gelenke betroffen; sie gilt auch als rheumatische Erkrankung. Charakteristisch sind steife, schmerzende Gelenke infolge von Schwellungen und Entzündungen. Normalerweise sind nur einige wenige Gelenke betroffen, meist Finger oder Zehen. Gelegentlich treten Beschwerden im Rücken, aber auch Knie, Hüfte und Ellenbogen auf.

Psoriasis-Arthritis wird oft bei Menschen beobachtet, die gleichzeitig an schweren Hautveränderungen leiden. Bei vielen Patienten besteht zudem Nagelpsoriasis.

Weitere Informationen

Autoren

  • Marie-Christine Fritzsche, Ärztin, Freiburg

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Psoriasis. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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