Chronisch venöse Insuffizienz

Zusammenfassung

  • Definition:Fortgeschrittene, funktionelle Störungen des Venensystems der unteren Extremität mit: 1. Ödemen, 2. Hautveränderungen, 3. Ulzerationen.  
  • Häufigkeit:Die Prävalenz beträgt etwa 5 %. Sie steigt mit dem Alter und liegt bei älteren Menschen bei ca. 10 %.
  • Symptome:Schwere- und Müdigkeitsgefühl in den Beinen, Kribbeln, Brennen, Juckreiz, Muskelkrämpfe, Schmerzen.
  • Befunde:Ödem, Hautveränderungen (Hyperpigmentierung, Dermatitis, Lipodermatosklerose, weiße Atrophie, Ekzem, Corona phlebectatica paraplantaris), Ulzera.
  • Diagnostik:Beruht auf Anamnese, klinischem Befund und Bildgebung. Mit Abstand wichtigstes Bildgebungsverfahren ist heutzutage die Duplexsonografie.
  • Therapie:Wichtigste Bestandteile der konservativen Behandlung sind zum einen die Kompressionstherapie, zum anderen Allgemeinmaßnahmen wie Training der Muskelpumpe und Lagerung. Ergänzend evtl. Medikation mit Präparaten zur Steigerung des Venentonus. Bei Indikation interventionelle oder chirurgische Behandlung einer Varikosis. Im Falle von Ulzerationen zusätzlich zur Kompressionstherapie konsequente Wundbehandlung.

Allgemeine Informationen

Definition

  • 2009 Veröffentlichung eines Konsensus-Dokuments zur Festlegung der Terminologie1
    • chronisch-venöse Störung (Chronic Venous Disorder)
      • gesamtes Spektrum morphologischer und funktioneller Veränderungen des Venensystems
    • chronische Venenerkrankung (Chronic Venous Disease)
      • chronisch-venöse Störung mit klinischen Symptomen/Befunden und der Notwendigkeit zur weiteren Abklärung und Behandlung
    • chronisch-venöse Insuffizienz (CVI)
      • fortgeschrittene chronische Venenerkrankung mit funktionellen Störungen als Auslöser von:
        1. Ödemen
        2. Hautveränderungen
        3. Ulzerationen.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

Illustrationen