Supraventrikuläre Tachykardie

Zusammenfassung

  • Definition:Tachykardien mit einer Vorhoffrequenz > 100/min, deren Entstehungsmechanismus Gewebe von Vorhof, AV-Knoten und/oder His-Bündel einbezieht.
  • Häufigkeit:Die Prävalenz beträgt 2–3/1.000 Einwohner.
  • Symptome:Palpitationen, Brustbeschwerden, Atemnot, Schwindel, Übelkeit, Schwitzen, Polyurie, Synkope.
  • Befunde: Tachykardie, evtl. Hypotonie. Häufig keine weiteren Befunde bei strukturell gesundem Herzen. Evtl. Zeichen einer zugrunde liegenden Herz- oder Lungenerkrankung.
  • Diagnostik:Diagnosestellung im Anfall durch 12-Kanal-EKG. Bei selteneren Episoden evtl. ergänzend Langzeit-EKG oder Event Recorder. Überwiegend Schmalkomplextachykardien (bei schmalem QRS-Komplex sicher supraventrikulär), seltener als Breitkomplextachykardie auftretend (Schenkelblock, Präexzitation) mit Differenzialdiagnose ventrikuläre Tachykardie.
  • Therapie:Akutbehandlung durch vagale Manöver (Valsalva), Medikamente (primär Adenosin, sekundär Ca-Antagonisten, Betablocker oder Antiarrhythmika), bei hämodynamischer Instabilität elektrische Kardioversion. In der Langzeittherapie häufig kurative Katheterablation möglich, alternativ medikamentöse Rezidivprophylaxe.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Supraventrikuläre Tachykardien (SVT) sind Tachykardien mit einer Vorhoffrequenz > 100/min, deren Entstehungsmechanismus Gewebe von Vorhof, AV-Knoten und/oder His-Bündel einbezieht.1-3 
    • Vorhofflimmern wird abweichend von dieser Definition nicht zu den SVT im engeren Sinn gezählt.4
  • SVT manifestieren sich überwiegend, wenn auch nicht ausnahmslos, mit einem regelmäßigen Rhythmus.1-2
  • Abhängig von der Morphologie des QRS-Komplexes können bei den SVT unterschieden werden:
    • Schmalkomplextachykardien mit QRS ≤ 120 ms
    • Breitkomplextachykardien mit QRS > 120 ms.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen 

Weitere Informationen

Illustrationen