Metabolisches Syndrom

Zusammenfassung

  • Definition:Es handelt sich um 4 Faktoren, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen: Fettstoffwechselstörung, Hypertonie, gestörte Glukosetoleranz und viszerale Adipositas.
  • Häufigkeit:Die Prävalenz hängt von der Definition ab, zeigt aber generell eine steigende Tendenz.
  • Symptome:Das Syndrom führt in der frühen Phase nur zu wenigen Symptomen, ist gekennzeichnet durch Übergewicht und geringe körperliche Aktivität.
  • Befunde:Klinische Befunde sind Hypertonie und stammbetonte viszerale Adipositas.
  • Diagnostik:Blutuntersuchungen zeigen eine Fettstoffwechselstörung und gestörte Glukosetoleranz.
  • Therapie:Der wesentliche Ansatzpunkt ist eine Lebenstiländerung mit Änderung der  Ernährungsgewohnheiten und einer gesteigerten körperlichen Aktivität.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Das Syndrom wird auch Insulinresistenzsyndrom oder Syndrom X genannt.1-2
  • Es handelt sich um eine Gruppe von Faktoren, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen:3-9
  • Risiko
    • Jede Komponente des Syndroms ist ein Risikofaktor für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung.9
    • Das metabolische Syndrom gilt heute als eigenständiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und erfordert umfassende Änderung des Lebensstils.10
    • Studien deuten darauf hin, dass das metabolische Syndrom mit einem erhöhten Herzinfarktrisiko (OR 2,7) einhergeht und mit dem Risiko bei manifestem Diabetes vergleichbar ist.11
    • Das metabolische Syndrom hat einen sehr hohen Vorhersagewert für Typ-2-Diabetes.12
    • Berechung 10-Jahreswahrscheinlichkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankung z. B. mit dem PROCAM-Risikorechner oder dem ARRIBA-Programm 
  • Das Syndrom wurde erstmalig 1998 durch eine Expertengruppe der WHO beschrieben13, aber in den letzten Jahren sind weitere Definitionen hinzugekommen.14

Diagnostik

Therapie

Patienteninformationen