Lymphödem

Zusammenfassung

  • Definition:Ansammlung von Lymphflüssigkeit außerhalb der Lymphbahnen. Kann primär (anlagebedingt) oder sekundär aufgrund einer Erkrankung oder Therapie sein.
  • Häufigkeit:Ein primäres Lymphödem ist selten; ein sekundäres Lymphödem tritt am häufigsten nach einer Brustkrebsbehandlung auf.
  • Symptome:Primäre Lymphödeme sind oft ausgeprägt und beidseitig. Das sekundäre Lymphödem betrifft typischerweise nur eine Extremität.
  • Befunde:Das Ödem hat meist eine teigige Konsistenz, und andere Ursachen für ein Ödem bestehen nicht.
  • Diagnostik:Diagnostik im Hinblick auf eine maligne Erkrankung bei unbekannter Ursache des Lymphödems. Selten spezielle lymphologische Diagnostik zur Differenzierung und Therapieplanung.
  • Therapie:Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) mit Physiotherapie, Kompressionsbehandlung, Bewegungstherapie und Vorbeugung von Infektionen.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Ein Lymphödem ist eine interstitielle Ansammlung von Lymphflüssigkeit (mit proteinreicher Flüssigkeit, andere Ödemformen sind in der Regel proteinarm) und wird klinisch als eine spezielle Form des Ödems betrachtet.1
  • Es wird auf eine reduzierte Transportkapazität im Lymphgefäßsystem zurückgeführt.1
  • Primäres Lymphödem
    • Ohne eine andere zugrunde liegende Erkrankung: Es kann erblich sein, aber auch spontan vorkommen, und kann in allen Altersgruppen auftreten.2
  • Sekundäres Lymphödem
    • Entsteht als Folge einer mechanischen oder entzündlichen Beschädigung des Lymphsystems.
    • Am bekanntesten ist es als Postmastektomie-Syndrom – eine Schwellung des Armes bei Frauen, die wegen Brustkrebs operiert und evtl. bestrahlt wurden (ca. 20 % aller Operierten).1

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen