Ambulante 24-Stunden-Blutdruckmessung

Im Rahmen der Untersuchungen von Bluthochdruck oder zur Verlaufskontrolle von hohem Blutdruck erhalten Sie ein Gerät für die wiederholte, automatische Messung des Blutdrucks über einen Zeitraum von 24 Stunden.

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Was ist eine ambulante 24-Stunden-Blutdruckmessung?

Bei einer Langzeit-Blutdruckmessung erhalten Sie ein Messgerät, welches die Blutdruckwerte über den Tagesverlauf, in der Regel über einem Zeitraum von 24 Stunden, aufzeichnet. 

Wozu wird sie gemacht?

Wenn der Blutdruck innerhalb von 24 Stunden wiederholt gemessen wird, kann der Arzt feststellen, ob sich der Blutdruck über den Tag verändert. Es gibt verschiedene Gründe, warum eine solche Messung durchgeführt wird:

  • Unsicherheit darüber, ob Sie überhaupt Bluthochdruck haben.
  • Die bisherigen Blutdruck-Messwerte wichen stark voneinander ab.
  • Es besteht der Verdacht, dass die Blutdruckwerte lediglich bei Messung in der Arztpraxis oder im Krankenhaus erhöht sind – dieses Phänomen nennt man „Weißkittelhypertonie“.
  • Bei bekanntem Bluthochdruck soll überprüft werden, ob die Medikamente ausreichend wirken.
  • Verdacht auf nächtlichen Bluthochdruck. 
  • Es besteht der Verdacht, dass die Messwerte in der Praxis niedriger als im Alltag sind (maskierte Hypertonie).

Was passiert während der Messung?

Bei einer 24-Stunden-Blutdruckmessung passiert eigentlich das gleiche, wie bei einer normalen Blutdruckmessung: Das Gerät misst den Blutdruck, indem es die Manschette um den Oberarm aufbläst und den Druck dann langsam ablässt. Sie tragen das Gerät die ganze Zeit mit sich und die Manschette ist während der ganzen 24 Stunden um Ihren Oberarm gebunden. Im Unterschied zur Blutdruckmessung in der Praxis erfolgt diese in regelmäßigen Abständen, meist alle 15 bis 30 Minuten am Tag und alle 30 bis 60 Minuten in der Nacht. Das Gerät (Monitor) sollte daher auch nachts getragen werden. Sie können es z. B. während Sie schlafen unter das Kissen legen.

In der Regel erhalten Sie das Messgerät in der Arztpraxis oder im Krankenhaus. Nach 24 Stunden können Sie das Gerät und die Manschette abnehmen und in die Arztpraxis oder Klinik zurückbringen. Das Gerät hat alle Ergebnisse gespeichert, die nun analysiert werden können.

Worauf muss ich achten?

Der Monitor wird in der Regel mit einem Gurt um Ihre Hüfte befestigt und mit der Manschette, welche am Oberarm angelegt ist, verbunden. Das Gerät kann unter der Kleidung getragen werden, sodass niemand es sehen kann.

Weil die Messungen vorgenommen werden, um herauszufinden, wie ihr normaler Blutdruck ist, ist es wichtig, dass Sie während der 24-Stunden-Blutdruckmessung Ihrem Alltag nachgehen mitsamt der üblichen Aufgaben und Routinen. Die Ausrüstung ist so klein, dass Sie sich frei bewegen und schlafen können. Sie sollten nur nicht schwimmen gehen, baden oder duschen.

Damit das Gerät korrekt funktioniert, sollten Sie darauf achten, dass die Leitung zum Gerät nicht verknotet oder knickt. Das Gerät piept vor jeder Messung. Wenn dies passiert, sollten Sie

  • sich setzen, wenn möglich.
  • dafür sorgen, dass die Manschette auf der gleichen Höhe sitzt wie das Herz.
  • und den Arm ruhig halten.

Sie werden außerdem gebeten, ein Tagebuch zu führen, wo Sie festhalten, was Sie zum Zeitpunkt jeder Messung getan haben, wann Sie schlafen gegangen sind, wann Sie aufgestanden sind und wann Sie ihre Medikamente eingenommen haben.

Autoren

  • Dietrich August, Arzt, Freiburg im Breisgau

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Hypertonie, sekundäre arterielle. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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