Gonorrhö

Zusammenfassung

  • Definition:Sexuell übertragbare Erkrankung durch Infektion mit Neisseria gonorrhoeae. Häufig Koinfektion mit anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen
  • Häufigkeit:Seitdem 2001 die Meldepflicht für Gonorrhö abgeschafft wurde, gibt es für Deutschland keine zuverlässigen Daten zur Inzidenz und Prävalenz mehr. In Sachsen, wo weiterhin eine Labormeldepflicht besteht, lag die Inzidenz im Jahr 2011 bei 13,7/100.000.1-4 Überdurchschnittlich häufiges Auftreten bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM).
  • Symptome:Inkubationszeit zwei bis sieben Tage. Asymptomatische Infektion vor allem bei Frauen. Brennen beim Wasserlassen und gelber, schleimig-eitriger Ausfluss aus der Urethra. Unter Umständen tritt Fieber auf mit Schmerzen und Schwellungen in großen Gelenken. Symptome einer Proktitis bei rektaler Manifestation.
  • Befunde:Bei Frauen häufig Zervizitis und verstärkter Ausfluss, möglicherweise Schmerzen oberhalb des Uterus und im Bereich der Eileiter und Eierstöcke. Bei Männern Rötung der Harnröhrenmündung und schleimig-eitriger Ausfluss. Disseminierte Infektion ist möglich.
  • Diagnose:Mikroskopischer Nachweis und Kultur aus Abstrich, Nukleinsäureamplifikationstest (NAAT)
  • Behandlung:Kalkulierte Therapie mit einer Einmaldosis 1 g Ceftriaxon (i. m oder i. v.) und 1,5 g Azithromycin (per os) als Einmalgabe2; stets Partnerbehandlung!

Allgemeine Informationen

Definition

  • Sexuell übertragbare Erkrankung durch Infektion mit Neisseria gonorrhoeae
  • Bei Frauen
    • Häufigste Manifestationen sind Urethritis oder Zervizitis mit Ausfluss, lokale Beschwerden.
  • Bei Männern
    • Häufigste Manifestation ist Urethritis mit Dysurie und Ausfluss.
    • Der Primärherd kann sich in Rektum, Pharynx und Konjunktiven befinden.
  • Gleichzeitige Chlamydieninfektion bei mehr als 15 % der Betroffenen

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Nachkontrolle

Patienteninformationen