MRSA in der ambulanten Versorgung

Allgemeine Informationen

 Definition

  • Die Abkürzung MRSA steht für Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus.
  • Es wird zwischen einer Kolonisation oder einer Infektion mit MRSA unterschieden.1
    • Kolonisation: Wachsen und Persistieren von MRSA nach Kontamination auf der Haut oder Schleimhaut eines Menschen
    • Infektion: entzündliche Reaktionen mit weiteren Symptomen durch MRSA
  • Reservoir der MRSA ist vor allem der Nasen-Rachen-Raum. Die Erreger werden vor allem durch Handkontakt, Tröpfcheninfektion und kontaminierte Flächen übertragen, sind äußerst widerstandsfähig gegen Trockenheit und Hitze und können bis zu Monaten auf unbelebten Flächen überleben.
  • Bakterien der Staphylokokken-Gruppe sind ein normaler Bestandteil der Hautflora und rufen in der Regel keine Beschwerden hervor. Die Untergruppe des Staphylococcus aureus (SA) kann jedoch zu Wundinfektionen und Abszessen, aber auch zu systemischen Infektionen und Blutvergiftungen führen.
  • Früher konnten Infektionen mit SA mit herkömmlichem Penicillin behandelt werden, es entwickelte sich jedoch schnell eine Resistenz. Etwa ab 1950 wurde Methicillin als wirksames Mittel gegen SA-Infektionen eingesetzt. Doch bereits ab den 1960er Jahren tauchten resistente Stämme (MRSA) auf, die heute in den meisten europäischen Ländern ein großes Problem darstellen.
  • Die Methicillin-resistenten Bakterien sind häufig auch gegen eine Reihe anderer Antibiotika resistent.

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