Syphilis

Zusammenfassung

  • Definition:Sexuell übertragbare Infektionskrankheit durch Spirochäten der Art Treponema pallidum; Einteilung des Krankheitsverlaufs in 3 Stadien.
  • Häufigkeit:Weltweite Prävalenz bei rund 120 Mio. Nach einem kontinuierlichen Anstieg nach 2010 stagniert die Prävalenz in Deutschland seit 2017 auf hohem Niveau.
  • Symptome:Sexueller Kontakt in der Anamnese. Syphilitischer Schanker, der 10–90 Tage (im Mittel 3–4 Wochen) nach Ansteckung auftritt.
  • Befunde:Schanker: Beginnt als kleine Erosion, rasche Entwicklung zum schmerzlosen Ulkus mit offenem Wundgrund und wulstartigem Rand (als harter Schanker bezeichnet). Typische kraterartige, schmerzlose Wunde an der Eintrittspforte des Erregers; häufig an Penis, Labien, Zervix, After oder Rektum; bei 70–80 % schmerzlose Schwellung der regionären Lymphknoten.
  • Diagnostik:Bei Primärinfektion: Screening mit spezifischen Antikörpertests auf Treponema pallidum; mikroskopischer Nachweis von erkennbaren Spirochäten, Nachweis erregerspezifischer Nukleinsäuren (NAAT), unspezifische Aktivitätsmarker zur Bestimmung der Entzündungsaktivität und zur Verlaufskontrolle.
  • Therapie:Penicillin; in der Regel in allen Stadien der Erkrankung. Alternativen: Doxycyclin oral oder Ceftriaxon i. v.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Die Syphilis (Lues) ist eine sexuell übertragbare Infektionskrankheit und wird von Spirochäten der Art Treponema pallidum verursacht.1-3
  • Früher wurde die Erkrankung auch als „das Chamäleon“ oder „der Affe der Medizin“ bezeichnet. Sie kann sich auf vielfältige und komplexe Weise äußern.
  • Der Krankheitsverlauf lässt sich in 3 Stadien einteilen.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen