Schistosomiasis

Zusammenfassung

  • Definition: Über Süßgewässer verbreitete Wurmerkrankung, bei der die Larve die Haut der Menschen penetriert und Eier im Gewebe ablegt.
  • Häufigkeit: In den Tropen weit verbreitet mit über 200 Mio. Betroffenen, in Deutschland nur sporadisch bei Migranten oder Touristen.
  • Symptome: Im Akutstadium Dermatitis an Eintrittsstelle und Fieber, später Organkomplikationen durch immunvermittelte Entzündungsreaktion auf die im Gewebe abgelegten Eier. 
  • Befunde: Hepatosplenomegalie, Lymphadenopathie, systemische Entzündungsreaktion mit Fieber und Abgeschlagenheit.
  • Diagnostik:Goldstandard Ei-Nachweis im Urin oder Stuhl, zudem Serologie auf Antikörper.
  • Therapie:Medikamentöse Therapie mit Praziquantel im chronischen Stadium, im akuten Stadium symptomatische Therapie in einem tropenmedizinischen Zentrum.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Die Schistosomiasis ist eine durch Trematoden (Saugwürmer, Egel) verursachte Wurmerkrankung.1
  • Synonyme: Bilharziose, Schneckenfieber
  • Die Infektion erfolgt durch Kontakt mit den Zerkarien (Larven) in warmen Süßwassergewässern.
  • Endemiegebiete in weiten Teilen Afrikas, östliches Brasilien, Venezuela, Yemen, Irak, Syrien, China, Laos, Kambodscha, Philippinen, Sulawesi2
  • Es gibt ein akutes und ein chronisches Stadium.2
    • akutes Stadium (Katayama-Syndrom)
      • systemische fieberhafte Erkrankung mit Zerkariendermatitis
    • chronisches Stadium
      • fibrotische Organveränderungen und Granulombildung durch immunvermittelte Reaktion auf die Eier im Gewebe
  • Entdeckt wurde die Bilharziose 1851 von dem deutschen Chirurgen Theodor Bilharz, der in Kairo lebte und arbeitete.3

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen