Schistosomiasis

Zusammenfassung

  • Definition:Bei der Schistosomiasis handelt es sich um eine über Binnengewässer verbreitete Wurmerkrankung. Der Erreger wird im Larvenstadium über kontaminiertes Wasser übertragen und kann Menschen über die Haut oder Schleimhaut infizieren.
  • Häufigkeit:Die Erkrankung ist in den Tropen weit verbreitet und stellt weltweit ein erhebliches medizinisches Problem dar. Tritt in Deutschland nur sporadisch und in erster Linie bei Migranten oder Touristen auf.
  • Symptome:An der Eintrittsstelle der Larve in die Haut können sich Quaddeln bilden. 2–6 Wochen nach der Exposition können Bauchschmerzen, Gewichtsverlust, Kopfschmerzen, Krankheitsgefühl, Reizhusten, Schüttelfrost, Fieber, Myalgien und Diarrhö (ggf. mit Beimischung von Blut) auftreten. Im chronischen Stadium kann die Erkrankung Symptome der Blase (z. B. Hämaturie), des Zentralnervensystems, der Leber usw. auslösen.
  • Befunde:Bereits im akuten Stadium kann eine Hepatomegalie auftreten und darauffolgend auch eine Splenomegalie.
  • Diagnose:Die Eier sind bei der mikroskopischen Untersuchung von Stuhl und Urin feststellbar; eine Bestätigung erfolgt ggf. mittels PCR-Untersuchung. Im akuten Stadium treten ggf. Anämie und Eosinophilie auf. Zur Abklärung eventueller Komplikationen kommen verschiedene bildgebende Verfahren zum Einsatz.
  • Behandlung:Die medikamentöse Behandlung erzielt bei den meisten Patienten gute Ergebnisse. Darüber hinaus ist ggf. ein operatives Verfahren indiziert.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Die Schistosomiasis (auch als Bilharziose bezeichnet) wird von Helminthen (Eingeweidewürmern) verursacht. Dies sind in erster Linie drei Arten von Trematoden (Saugwürmer, Egel): Schistosoma mansoni, Schistosoma japonicum und Schistosoma haematobium.
  • Gelegentlich infizieren sich Menschen auch mit Schistosoma-Arten, die bei Tieren auftreten, wie z. B. Schistosoma intercalatum und Schistosoma mekongi. Auch Schistosoma japonicum kann von Tieren (Rindern) übertragen werden.
  • Die Erkrankung verläuft in einem akuten Stadium (Infektion), einem akuten generalisierten Stadium (Eiablage in verschiedenen Gewebearten) und einem chronischen Stadium (Granulom- und Bindegewebsbildung in den befallenen Organen wie Blase, Darm, Leber oder Zentralnervensystem).
  • Entdeckt wurde die Bilharziose 1851 von dem deutschen Chirurgen Theodor Bilharz, der in Kairo lebte und arbeitete.1

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen