Chagas-Krankheit

Zusammenfassung

  • Definition:Durch den Parasiten Trypanosoma cruzi verursachte und über Wanzen übertragene Infektionskrankheit. Die Erkrankung verläft in drei Phasen. Bei 20–30 % der unbehandelten Patienten verläuft die Infektion chronisch.
  • Häufigkeit:Tritt vor allem in Lateinamerika auf. Es wird angenommen, dass etwa 7–18 Mio. Menschen infiziert sind; Kinder sind am häufigsten betroffen.
  • Symptome:Die Beschwerden in der akuten Phase betreffen häufig Augen oder Haut (Chagom), es kommen Fieber, Müdigkeit und Kopfschmerzen hinzu.
  • Befunde:Als klinische Befunde in der akuten Phase können Myokarditis, Megakolon/-ösophagus und generalisierte Lymphadenopathie vorliegen. Im chronischen Stadium dilatative Kardiomyopathie, Megakolon.
  • Diagnostik:Die Diagnosestellung erfolgt mithilfe von parasitologischen und serologischen Methoden.
  • Therapie:Zur Behandlung der Chagas-Krankheit werden die Triazolderivate Nifurtimox und Benznidazol verwendet. Die Behandlung ist besonders in der akuten Phase wirksam, jedoch können die Symptome auch bei Erwachsenen mit einer chronischen Form der Erkrankung durch eine Behandlung gelindert werden.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Die Chagas-Krankheit (amerikanische Trypanosomiasis) wird durch den einzelligen Parasiten Trypanosoma cruzi (ein Protozoon) verursacht und tritt vor allem in Lateinamerika auf.1-2 Sie ist eine Zoonose.
  • Die Krankheit verläuft in einer akuten und einer chronischen Phase.
    • Meist werden Kinder infiziert; bis zu 10 % der infizierten Kinder können in der Akutphase sterben.
    • Die Infektion kann nach einer Latenzperiode von 10–30 Jahren zu Herzerkrankungen, gastrointestinalen und neurologischen Krankheiten führen.
    • Kongestive Herzinsuffizienz ist die vorherrschende Todesursache.
  • Die Krankheit ist nach dem brasilianischen Arzt Carlos Chagas Ribeiro (1879–1934) benannt.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen

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