Dengue-Fieber

Zusammenfassung

  • Definition:Das Dengue-Fieber ist eine durch das Dengue-Virus verursachte Viruserkrankung, die durch Gelbfieber- oder Tigermücken übertragen wird.
  • Häufigkeit:Sie kommt in über 100 tropischen und subtropischen Ländern vor; jährlich wird von bis zu 100 Mio. Erkrankungen ausgegangen.
  • Symptome:Das klassische Dengue-Fieber verursacht eine grippeähnliche Erkrankung mit Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie Erythem und Exanthem. Beim hämorrhagischen Dengue-Fieber kommt es außerdem zu Ekchymosen.
  • Befunde:Fieber. Evtl. geschwächter Allgemeinzustand. Bei der Hälfte der Fälle tritt ein Exanthem auf. Bei hämorrhagischem Dengue-Fieber entstehen auch Ekchymosen und evtl. innere Blutungen.
  • Diagnostik:Nichtstrukturproteine sind ab dem 1. Fiebertag nachweisbar. IgM-Schnelltests fallen ca. ab dem 5. Tag positiv aus. Die serologische Untersuchung wird durch ein entsprechendes Labor durchgeführt.
  • Therapie:Die symptomatische Behandlung umfasst die Versorgung mit Flüssigkeit sowie ggf. die Gabe von Paracetamol zur Schmerzlinderung. Bei hämorrhagischem Dengue-Fieber ist die Einweisung in ein Krankenhaus notwendig. Ein Impfstoff zur Prophylaxe ist seit 2018 für Personen zugelassen, die in einem Endemiegebiet leben, und die früher bereits eine im Labor nachgewiesene Dengue-Infektion hatten.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Das Dengue-Fieber ist eine durch Dengue-Viren (DENV) verursachte Viruskrankheit, die durch die urbane Mücke Aedes aegypti oder die Tigermücke Aedes albopictus übertragen wird.1-2
  • Die Mückenarten, die das Virus übertragen, leben bevorzugt in oder in der Nähe von dicht besiedelten Gebieten und Städten und stechen – anders als Malaria übertragende Mückenarten – üblicherweise am Tag.
  • Eine Infektion mit Dengue-Viren kann in der Ausprägung von asymptomatisch oder einer undifferenzierten, fieberhaften Erkrankung über das klassische Dengue-Fieber und das hämorrhagische Dengue-Fieber bis hin zum Dengue-Schocksyndrom variieren.1
  • Das Dengue-Virus gehört zur Gattung der Flaviviren; es ist mit dem Gelbfiebervirus und dem Japanische-Enzephalitis-Virus verwandt.
    • Das Virus kommt in 4 Serotypen vor, DENV-1 bis DENV-4.
    • Die Serotypen sind genetisch unterschiedlich und haben verschiedene antigene Eigenschaften.
    • Die überstandene Krankheit immunisiert nur gegen den jeweiligen Serotyp; es ist daher theoretisch möglich, 4-mal neu infiziert zu werden.
  • Bei einer Erstinfektion treten in der Regel wenige Komplikationen auf (klassisches Dengue-Fieber), während es bei einer Zweitinfektion zum hämorrhagischen Dengue-Fieber und zum Dengue-Schocksyndrom kommen kann.
  • Das Dengue-Fieber ist meldepflichtig bei Krankheitsverdacht, Erkrankung und Tod bei hämorrhagischem Verlauf sowie bei direktem oder indirektem Erregernachweis in Verbindung mit einer akuten Infektion.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen