Pest

Zusammenfassung

  • Definition:Krankheit, die durch Infektion mit Yersinia pestis verursacht wird. Wird durch Bisse von Flöhen auf Nagetiere (meist Ratten) übertragen und tritt beim Menschen als Beulenpest, Lungenpest oder in Form einer Septikämie auf.
  • Häufigkeit:Eine Pandemie hat im 14. Jh. etwa 50 Mio. Menschen getötet. Von 2010 bis 2015 wurden weltweit 3248 Fälle gemeldet, davon starben 584. Die Pest tritt vor allem als Beulenpest auf mit sporadischen Fällen oder kleineren Ausbrüchen in Teilen von Afrika, Asien, Süd- und Mittelamerika und dem Südwesten der USA. 
  • Symptome:Am häufigsten kommt die Beulenpest vor: Die Symptome sind hohes Fieber, Verwirrtheit, Bauchschmerzen und Schüttelfrost. Dazu vergrößerte Lymphknoten vor allem in der Leistengegend, in den Achselhöhlen oder im Halsbereich.
  • Befunde:Bei der Beulenpest können geschwollene Lymphknoten platzen und sich entleeren. Bei der Lungenpest sieht man Tachypnoe, produktiven Husten, Hämoptysen und Zyanose. Milz- und Lebervergrößerungen, Petechien und Blutungen bei der Pestsepsis.
  • Diagnose:Schnelltest in endemischen Gebieten, Mirkoskopie, Kultur, evtl. Nachweis von Antikörpern
  • Behandlung:Eine Antibiotika-Behandlung sollte möglichst früh im Krankheitsverlauf begonnen werden. Die Prognose ist bei frühzeitiger Behandlung gut.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Krankheit, die durch Infektion mit Yersinia pestis (Gattung Yersinia, Familie Enterobacteriaceae)1 verursacht wird und bei Menschen als Beulenpest, Lungenpest oder in Form einer Septikämie auftritt.
  • Die Pest ist eine Zoonose von Nagetieren und deren Flöhen, sie kann aber auch bei Menschen auftreten.
  • Kommt in 3 Formen vor:
    1. Beulenpest (Bubonenpest)
      • Meist durch Flohbisse übertragen. Zeichnet sich aus durch ein schnell einsetzendes hohes Fieber, Unwohlsein und Delirium. regional empfindliche und vergrößerte Lymphknoten.
      • Sie macht etwa 80‒95 % aller Fälle aus und weist eine relativ niedrige Sterblichkeit auf.
    2. Lungenpest (Pestpneumonie)
      • Pneumonie mit schnell einsetzendem hohen Fieber, Kurzatmigkeit und Unruhe
    3. Pestsepsis
      • Ausbreitung der Bakterien in der Blutbahn.
  • Daneben gibt es noch eine milde Form (Pestis minor). Bei dieser Form finden sich kaum systemische Befunde, doch aus den betroffenen Lymphknoten kann der Erreger kultiviert werden.
  • Das Pestbakterium kann potenziell als biologischer Kampfstoff in einer Kriegs- oder Terrorsituation eingesetzt werden, wenn es durch Aerosole verbreitet wird; man geht davon aus, dass es in Aerosolen etwa eine Stunde überleben und dann die Lungenpest auslösen kann.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen

Illustrationen