Infektionen mit Enteroviren

Zusammenfassung

  • Definition:Enteroviren sind eine heterogene Gruppe weit verbreiteter Viren, deren Übertragung auf fäkal-oralem Wege erfolgt. Vor allem Kinder neigen zu Enterovirus-Infektionen.
  • Häufigkeit:Infektionen mit Enteroviren können das ganze Jahr über auftreten, zeigen aber in den gemäßigten Klimazonen eine saisonale Häufung in den Sommer- und Herbstmonaten.
  • Symptome:Eine Infektion äußert sich anfangs häufig als fieberhafte Erkrankung („Sommergrippe“). Die Ausprägung der Symptome sowie das Symptomspektrum variieren je nach Serotyp, Alter, Geschlecht und Immunstatus.
  • Befunde:Verschiedene Subtypen verursachen unterschiedliche klinische Krankheitsbilder wie Meningitis und Exantheme. Auch Atemwegserkrankungen können auf einer Infektion mit Enteroviren beruhen.
  • Diagnostik:Die labordiagnostischen Maßnahmen bestehen aus der Isolierung und Identifizierung von Viren in Zellkulturen, dem Nachweis mittels Polymerase-Kettenreaktionen (PCR) oder aus serologischen Untersuchungen.
  • Therapie:Die meisten Enterovirus-Infektionen sind selbstlimitierend und bedürfen keiner besonderen Behandlung.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Die humanpathogenen Enteroviren kommen ubiquitär vor und werden fäkal-oral von Mensch zu Mensch übertragen.
  • Auch das Poliovirus gehört zur Gruppe der Enteroviren. Polio ist in der westlichen Welt ausgerottet.
  • Die übrigen humanpathogenen Enteroviren können bei Menschen aller Altersgruppen eine Vielzahl an Erkrankungen hervorrufen; am häufigsten treten die Infektionen allerdings bei Kindern und Säuglingen auf.1

Diagnostik

Therapie

Patienteninformationen