Zytomegalie

Zusammenfassung

  • Definition:Infektion mit dem Zytomegalievirus (CMV), auch als humanes Herpesvirus 5 (HHV-5) bezeichnet.
  • Häufigkeit:Seroprävalenz ca. 46–48 %. Serokonversionsrate pro Jahr ca. 0,5 %.
  • Symptome:Bei Immunkompetenten verläuft die Infektion in etwa 3/4 der Fälle asymptomatisch. Evtl. unspezifische Symptome eines viralen Atemwegsinfekts. Die Erkrankung kann bei immunkompromittierten Patienten zu lebensbedrohlichen Organschäden führen. Bei Erstinfektion Schwangerer hohes Risiko für schwere Schädigungen des Fetus.
  • Befunde:Evtl. Exanthem, Mononukleose, häufig erhöhte Transaminasen, evtl. Lymphozytose und/oder Thrombozytopenie, evtl. erhöhte Kälteagglutinine. Seltener Tonsillitis, Splenomegalie, Lymphadenopathie oder Anämie.
  • Diagnostik:Diagnosesicherung in der CMV-Serologie. Bei positivem CMV-IgM: Bestimmung der CMV-IgG-Avidität und anti-gB-IgG zur Eingrenzung des Zeitpunkts der Primärinfektion. Ggf. CMV-PCR zur Bestätigung einer aktiven Infektion und Quantifizierung der Viruslast. 
  • Therapie:Bei Immunkomprimittierten virostatische Behandlung zur Hemmung der Virusreplikation. Bei Immunkompetenten nicht erforderlich. In der Schwangerschaft und Stillzeit keine antivirale Therapie empfohlen. Präventive Maßnahmen umfassen Expositionsvermeidung und Händehygiene. Vor allem seronegative Schwangere und Immunkomprimittierte sollten den Kontakt mit Infizierten, besonders mit den Körperflüssigkeiten von Säuglingen und Kleinkindern, meiden.

Allgemeine Informationen

Definition1-2

  • Infektion mit dem Zytomegalievirus (CMV), das auch als humanes Herpesvirus 5 (HHV-5) bezeichnet wird.
    • Verläuft in den meisten Fällen asymptomatisch oder mit unspezifischen Symptomen wie
      • Husten und andere unspezifische Symptome eines Atemwegsinfekts
      • Abgeschlagenheit
      • Fieber.
    • Kann bei immunkompromittierten Patienten zu lebensbedrohlichen Organschäden führen.
    • Kann bei Erstinfektion Schwangerer zu schweren Schädigungen des Fetus führen.

Diagnostik1-2,9

Therapie1-2,9,13

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

Quellen