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Knochenmarkentzündung, Osteomyelitis

Osteomyelitis (Knochenmarkentzündung) ist eine bakterielle Infektion im Knochen. Akute Osteomyelitis tritt am häufigsten bei Kindern und jungen Erwachsenen auf.

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Was ist Osteomyelitis?

Osteomyelitis (Osteomyelitis) ist eine bakterielle Infektion im Knochen. Bei Kindern tritt die Krankheit oft schnell mit Unwohlsein, Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen und Druckempfindlichkeit im betroffenen Knochenteil auf. Kleinkinder können eher diffuse Symptome und Beschwerdebilder haben. Der verringerte Einsatz von Armen oder Beinen ohne vorhergehende Verletzungen kann auf Osteomyelitis beruhen. Auch Erwachsene können ein eher heimtückisches Krankheitsbild ohne typische Symptome aufweisen.

Osteomyelitis wird eingeteilt in eine akute Form, die innerhalb von zwei Wochen nach der Infektion auftritt, eine subakute Form, die nach ein bis mehreren Monaten auftritt, sowie eine chronische Form, die nach mehreren Monaten auftritt. Alle Knochen im Körper können von Knochenmarkentzündung betroffen werden, sowohl langen Röhrenknochen in Armen und Beinen, als auch Hand- und Wirbelknochen.

Die akute Osteomyelitis tritt am häufigsten bei Kindern und jungen Erwachsenen auf. Von den Betroffenen unter 20 sind die Hälfte jünger als fünf und ein Drittel unter zwei Jahre alt. Schätzungsweise tritt die Krankheit jedes Jahr im Durchschnitt bei 10 von 100.000 Kindern auf. Jungen sind von der Krankheit etwas häufiger als Mädchen betroffen.

Ursache

In 75 % der Fälle wird die Krankheit von der Bakterienart Staphylococcus ausgelöst. Die zweithäufigste Ursache ist eine bakterielle Gruppe namens hämolytische Streptokokken der Gruppe A. Die Bakterien können sich auf unterschiedliche Art auf den Knochen ausbreiten. Bei Kindern, die von der Krankheit betroffen sind, gelangen die Bakterien in der Regel durch das Blut in den Knochen. Die Infektion kann auch z. B. nach chirurgischen Eingriffen am Knochen oder nach Verletzungen mit einer offenen Wunde am Bein auftreten, und es ist nicht ungewöhnlich, dass sich die Entzündung von entzündeten Zähnen, Druckgeschwüren und so weiter ausbreitet. Dies kommt meistens bei Erwachsenen vor. Infektionen können auch bei Patienten mit implantierten Fremdkörpern wie künstlichen Hüftgelenken auftreten, kommen aber nur bei 1 bis 2 % solcher Patienten vor.

Diagnostik

Der Verdacht auf die Krankheit besteht, wenn der Patient angibt, Schmerzen und Druckempfindlichkeit in einem Teil des Skeletts zu haben und gleichzeitig eine fieberhafte Erkrankung vorliegt. Blutuntersuchungen können den Verdacht auf Osteomyelitis verstärken. Meistens bestehen erhöhte CRP-Werte, Blutsenkung und eine erhöhte Anzahl von weißen Blutkörperchen im Blut. Im gewöhnlichen Röntgenbild können krankhafte Veränderungen in der Regel erst nach zwei bis drei Wochen nachgewiesen werden. Mittels Szintigrafie und Magnetresonanztomografie können Änderungen relativ früh erkannt werden. In einigen Fällen ist es notwendig, Knochenproben zu entnehmen, um herauszufinden, welches Bakterium die Infektion verursacht hat. Die Gewebeprobe wird durch Einführen einer Punktionsnadel in das infizierte Gewebe gewonnen, häufig unter Kontrolle von Computertomografie oder Röntgenbildern. Kann das Bakterium identifiziert werden, lässt sich herausfinden, welches Antibiotikum am besten gegen die Entzündung hilft.

Therapie

Das Ziel der Therapie besteht darin, die Infektion durch die Beseitigung der Bakterien zu stoppen und Komplikationen zu verhindern. Ein wichtiger Teil der Therapie ist es, für Ruhe und Erleichterung zu sorgen.

Die hauptsächliche Behandlung erfolgt durch Antibiotika, eine Gruppe von Medikamenten, die Bakterien töten. Die Behandlung dauert oft sechs Wochen. In den ersten Wochen werden die Medikamente direkt in den Blutkreislauf injiziert. Sobald sich die Erkrankung verbessert hat (nach etwa zwei Wochen), werden Tabletten verabreicht. Wenn sich die Infektion nicht ausschließlich mit Antibiotika stoppen lässt, kann eine Operation notwendig sein, um den Knochen von infiziertem Gewebe und Eiter zu befreien.

Prognose

Die meisten Menschen werden nach der Behandlung wieder gesund, und vor allem Kinder und Jugendliche haben gute Aussichten auf Genesung.

Eine mögliche Komplikation ist eine chronische, persistierende Infektion, die nur schwer heilbar ist. Auch kann sich die Infektion auf benachbarte Knochen und Gelenke ausbreiten. In einigen wenigen Fällen kann es zu Problemen mit wiederholten Rezidiven der Osteomyelitis kommen.

Weiterführende Informationen

  • CRP
  • Blutsenkungsgeschwindigkeit
  • Osteomyelitis – für ärztliches Personal

Illustrationen

Osteomyelitis ganz unten im Unterschenkel
Osteomyelitis ganz unten im Unterschenkel

Autoren

  • Philipp Ollenschläger, Medizinjournalist, Köln
  • Günter Ollenschläger, Prof. Dr. Dr. med., Internist, Uniklinikum Köln

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Osteomyelitis, bakterielle. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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