Culex salinarius

Japanische Enzephalitis

Die Japanische Enzephalitis ist eine durch Mücken übertragene Virusinfektion, die eine schwere Gehirnentzündung (Enzephalitis) verursachen kann. Die Krankheit kommt in mehreren Ländern Südostasiens vor.

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Was ist die Japanische Enzephalitis?

Die Japanische Enzephalitis ist eine durch Mücken übertragene Virusinfektion. Sie kann in einigen Fällen zu einer schweren Gehirnentzündung (Enzephalitis) führen. Die Japanische Enzephalitis ist in Asien weit verbreitet. Hauptsächlich betroffene Länder sind Indien, Pakistan, Nepal, Burma, Thailand, China, Japan und Korea. Die Krankheit tritt in tropischen und subtropischen Gebieten auf, vor allem in ländlichen Gebieten, in denen sowohl Schweinezucht als auch Reisanbau betrieben werden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass die Inzidenz pro Jahr bei ca. 68.000 Fällen liegt, von denen 10.000 Patienten sterben. Bei epidemisch auftretenden Ausbrüchen gibt es Hunderttausende von Krankheitsfällen. Ca. 85 % der Patienten sind einheimische Kinder unter 15 Jahren. Die meisten Erwachsenen, die in den betroffenen Gebieten aufgewachsen sind, sind gegen das Virus immun. Personen, die in endemische Gebiete reisen, können in allen Altersstufen erkranken. Allerdings erkranken nur 1–2 von 1 Million Touristen, die in betroffene Gebiete reisen, und in aller Regel wird die Krankheit noch während der Reise erkannt.

Ansteckung

Das Virus wird durch verschiedene Moskitos der Gattung  Culex  (Culex tritaeniorhynchus, Reisfeldmücke) übertragen. Es befällt Schweine, verschiedene Arten wilder Vögel (z. B. Watvogel) und Menschen. Das Virus wird durch Mückenstiche auf Menschen übertragen. Die Mücken stechen nachts, von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang, vor allem in Randgebieten von Großstädten oder in ländlichen Gebieten, die in der Nähe von Reisfeldern oder ähnlichen Feuchtgebieten liegen. Menschen sind besonders empfindlich gegenüber dem Virus und können an einer schweren Enzephalitis erkranken.

Die Krankheit wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen.

Symptome

Die meisten infizierten Patienten haben keine bis kaum Symptome. Manchmal entwickelt man grippeähnliche Reaktionen. Bei etwa 1 von 250–500 Infizierten kommt es jedoch zu einer schweren Enzephalitis (der Japanischen Enzephalitis), die eine Sterblichkeit von 25–35 % hat. Die Symptome der Enzephalitis sind Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Nackensteifigkeit, Zuckungen, Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit. Der Zustand kann lebensgefährlich sein. Etwa jeder 6. Patient verstirbt, und ca. 50 % der Patienten mit einer Japanischen Enzephalitis tragen Schädigungen nach einer Infektion davon.

Diagnostik

Eine Diagnose liegt nahe bei entsprechender Symptomatik und einem Aufenthalt in entsprechenden Gebieten. Die Diagnose wird durch den Nachweis von Antikörpern aus Blut oder Hirnwasser gestellt.

Wie vermeiden Sie eine Infektion?

Das Infektionsrisiko lässt sich erheblich reduzieren, indem Sie sich vor Mückenstichen schützen. In Gebieten, in denen Japanische Enzephalitis endemisch ist, sollten Sie bei einem Aufenthalt im Freien nach Sonnenuntergang die Haut mit Socken, langen Hosen und langärmeligen Kleidungsstücken abdecken. Darüber hinaus sollten Sie Insektenabwehrmittel auf die Haut auftragen, die Diethyltoluamid (DEET) oder ein entsprechendes Mittel enthalten.

Kleidung und Moskitonetze sollten mit Permethrin imprägniert sein, die sowohl Mücken als auch andere Insekten fernhalten. Am besten sind Sie in Innenräumen bei gleichzeitiger Verwendung von Moskitonetzen um das Bett und Moskitonetzen in Türen und Fenstern geschützt. Mücken verbergen sich oft unter Betten und Möbeln sowie in Schränken. Einfache Unterkünfte, die Moskitonetze an den Fenstern haben, können von Mücken befreit werden, indem Sie den Raum mit Insektiziden besprühen und den Raum ein paar Stunden lang dicht verschlossen halten. Danach haben Sie selber Kontrolle über Türen und Fenster und können das Zimmer über Fenster, die mit Moskitonetzen versehen sind, lüften. Mücken werden in der Dämmerung von Licht angezogen. Das Licht sollte daher erst eingeschaltet werden, wenn Türen und Fenster geschlossen sind. Hotelzimmer mit Klimaanlage haben meist keine Mücken.

Es gibt einen wirksamen Impfstoff gegen die Japanische Enzephalitis. Die Impfung wird in der Regel für Menschen empfohlen, die sich länger als 4 Wochen in ländlichen Gebieten aufhalten werden, in denen die Krankheit verbreitet ist. Der Impfstoff (IXIARO) kann ab einem Alter von 2 Monaten verabreicht werden und wird in zwei Impfdosen im Abstand von 4 Wochen verabreicht.

Behandlung

Es gibt keine spezifische Behandlung gegen die Japanische Enzephalitis. Da die Krankheit durch ein Virus verursacht wird, wirken Antibiotika nicht. Die Behandlung beruht darauf, den Körper maximal zu unterstützen und Komplikationen zu verhindern. Bei einer Enzephalitis ist es sehr wichtig, schnell in ein Krankenhaus eingewiesen zu werden.

Impfung

Eine Impfung wird Personen empfohlen, die sich länger als 3-4 Wochen während der Krankheitssaison in infektionsgefährdeten Gebieten außerhalb großer Städte/Touristendestinationen aufhalten werden: Nördlich des 17. Breitengrades dauert die Saison von April bis November. Südlich des 17. Breitengrades dauert die Saison das ganze Jahr über.

Erwachsene werden mit zwei Dosen im Abstand von 4 Wochen (Tag 0 und Tag 28) geimpft. Die zweite Dosis sollte mindestens zehn Tage vor der Abreise verabreicht werden, teilweise wegen der Nebenwirkungen, teilweise um zu gewährleisten, dass die Patienten bereits bei der Ankunft geschützt sind. Sollte ein lang andauernder Schutz benötigt werden, wird nach 12–24 Monaten eine dritte Impfdosis empfohlen.

Kinder bis zu 3 Jahren erhalten eine halbe Impfdosis, ansonsten gelten die gleichen Regeln wie für Erwachsene. Der Impfstoff ist für Kinder ab zwei Monaten genehmigt.

Weitere Informationen

Autoren

  • Natalie Anasiewicz, Ärztin, Freiburg i. Br.
  • Thomas Fühner, PD Dr. med., Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie, Hannover

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Japanische Enzephalitis. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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