Tuberkulose

Tuberkulose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die weltweit viele Opfer fordert. In Deutschland kommt sie eher selten vor. Das am häufigsten betroffene Organ ist die Lunge. In den meisten Fällen können an Tuberkulose Erkrankte erfolgreich behandelt werden. Ein Problem stellt jedoch die zunehmende Zahl Tuberkelbakterien dar, die gegen viele Antibiotika resistent sind.

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Was ist Tuberkulose?

Bis ins 20. Jahrhundert hinein hatte die Tuberkulose eine große Bedeutung in Europa. Spuren dessen findet man in der Literatur und Kunst dieser Zeit, z. B. in dem berühmten Roman „Der Zauberberg", den der Schriftsteller Thomas Mann im Jahr 1924 publizierte. Reformen im öffentlichen Gesundheitswesen, insbesondere aber die Einführung von Antibiotika in der Behandlung der Tuberkulose verringerten im Laufe des 20. Jahrhunderts Häufigkeit und Sterblichkeit der Tuberkulose in den meisten europäischen Ländern. 

2017 wurden in Deutschland 5.486 neue Tuberkulosefälle gemeldet. Häufiger kommt Tuberkulose in den baltischen Staaten und in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion vor. In ärmeren Regionen der Welt, wie in Teilen Asiens und Afrikas, stellt die Tuberkulose nach wie vor eine große Bedrohung dar. Insgesamt soll 1/3 der Weltbevölkerung infiziert sein. Im Jahr 2017 gab es weltweit 10 Mio. neue Tuberkulosefälle.

Tuberkulose ist eine durch Tuberkelbakterien verursachte Infektionskrankheit. Sie kann so unterschiedliche Organe und Gewebe infizieren wie Knochen, Gehirn oder Harnwege. In den meisten Fällen aber befällt sie die Lunge. Patienten mit Lungentuberkulose haben einen hartnäckigen Husten über mehrere Wochen, bei dem immer mehr Sekret abgehustet wird. Sie bekommen Fieber, schwitzen nachts ungewöhnlich stark und nehmen auffällig viel an Gewicht ab.

Die Tuberkelbakterien breiten sich beim Husten, Niesen oder Sprechen über Tröpfchen in der Luft aus. Nicht alle Personen, die sich mit Tuberkelbakterien anstecken, erkranken. Nur bei 5–10 % der Infizierten kommt es zum Ausbruch, der aktiven Tuberkulose. Die anderen tragen das Bakterium in sich, ihr Immunsystem schafft es aber, die Infektion unter Kontrolle zu halten, man spricht von einer latenten Infektion. Nur die aktive Form der Lungentuberkulose, die manchmal „offene Tuberkulose" genannt wird, ist ansteckend. Alle anderen Organmanifestationen der Tuberkulose sowie die latente Lungentuberkulose, bekannt auch als „geschlossene Tuberkulose", sind nicht infektiös. Aktiv wird die Tuberkulose in der Hälfte der Fälle innerhalb der ersten zwei Jahre nach Infektion. Die andere Hälfte der Fälle entwickelt Symptome irgendwann im Laufe des Lebens. Eine Infektion bricht dann aus, wenn die betroffene Person an einer chronischen Krankheit leidet oder aus anderen Gründen ein geschwächtes Immunsystem hat. 

Unbehandelt führt die früher „Schwindsucht" genannte Tuberkulose zur langsamen Zerstörung des Lungengewebes oder anderer befallener Organe und zur allgemeinen Schwächung bis hin zum Tod. Weltweit versterben pro Jahr mehr als 1 Million Menschen an Tuberkulose. Armut, Unterernährung, die Ausbreitung von HIV und eine schlechte Gesundheitsversorgung sind dafür verantwortlich. In reichen Nationen wie Deutschland gibt es gute Behandlungsmöglichkeiten, sodass den meisten Betroffenen geholfen werden kann und sich die Krankheit nicht so stark ausbreitet. Die Therapie besteht aus einer Kombination mehrerer Antibiotika und muss über mehrere Monate erfolgen.  

Auslöser und Übetragungswege der Tuberkulose

Die Tuberkelbakterien (Mycobacterium tuberculosis) kommen in mehreren Unterarten vor. Sie werden über Tröpcheninfektion verbreitet. Die Tröpfchen können sich minuten- bis stundenlang in der Luft halten. Die Ansteckungswahrscheinlichkeit hängt dabei von der Bakterienkonzentration in der Luft ab. 

Geraten die Tuberkelbakterien über Tröpchen in die Lunge, werden sie dort von Fresszellen, einer bestimmten Zellart unseres Immunsystems, aufgenommen. Nicht immer gelingt es den Fresszellen, die Eindringlinge zu zerstören, und dann rüstet das Immunsystem auf und kapselt sie mithilfe mehrerer weiterer Zellen des Immunsystems ein. In den meisten Fällen erfüllt dieser Abwehrmechanismus seinen Zweck und verhindert eine Ausbreitung der Bakterien. In diesem Zustand verbleibt bei vielen die Infektion ein Leben lang und macht niemals Probleme. Bei einigen wenigen Personen kann eine Vermehrung der Tuberkelbakterien jedoch nicht verhindert werden und sie brechen sich irgendwann Bahn. Die Bakterien vermehren sich intrazellulär, also innerhalb von Zellen. Sie erodieren dann das feine Lungengewebe und gelangen so in die Luftwege, von wo sie beim Husten in die Umgebung gelangen. Sie können sich auch über die Blutbahn im Körper verteilen und andere Organe infizieren.

Ob bei Kontakt mit einer Person, die eine aktive Lungentuberkulose hat, eine Infektion stattfindet, hängt von der Menge der übertragenen Bakterien, der Dauer des Kontakts und dem eigenen Gesundheitszustand ab. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, geschwächte Ältere, Menschen, die an chronischen Krankheiten wie Diabetes oder Niereninsuffizienz leiden, Personen mit medikamentös oder HIV-bedingter Immunschwäche, Schwangere, Alkohol- und Drogenabhängige oder unterernährte Menschen. Unter solchen Umständen kann eine lange latent gebliebene Infektion auch aktiv werden. 

Symptome 

Es wird unterschieden zwischen einem Ausbruch der Symptome innerhalb des ersten Jahres nach Infektion (sogenannte progredierende Primärtuberkulose) oder später im Leben (sogenannte reaktivierte Tuberkulose). Insgesamt tritt Tuberkulose am häufigsten als Lungentuberkulose in Erscheinung (zu 65 %). Folgende Symptome kommen typischerweise im Verbund vor: länger als 3 Wochen andauernder Husten mit zunehmendem Auswurf, dem in seltenen Fällen Blut beigemischt ist, Fieber, starkes Schwitzen während der Nacht, sodass der Schlafanzug gewechselt werden muss, ein ungewollter Gewichtsverlust um mehrere Kilogramm sowie eine Verschlechterung des Allgemeinzustands. Seltenere Symptome sind Brustschmerzen und Atemnot.

Nach der Lunge sind am häufigsten die Lymphknoten bei Tuberkulose betroffen (20 %). Selten kommt es zu einer Infektion der Wirbelsäule oder anderer Knochen, die sich durch schmerzhafte Brüche ohne passenden Unfallhergang bemerkbar macht, oder Infektionen der Gelenke, Harnwege, des Gehirns und der umhüllenden Häute von Lunge, Bauchorganen oder Gehirn. Andere Organe als die Lunge sind insgesamt selten betroffen und wenn, dann häufiger bei Frauen und kleinen Kindern. 

Diagnostik

Eine latente bzw. aktive Tuberkulose sollte unter folgenden Umständen ausgeschlossen werden: Bei typischen Symptomen, Kontakt mit einer erkrankten Person, einem längeren Aufenthalt in einem Risikogebiet (z. B. Indien, China, Südostasien, Afrika) oder bei Migration aus einer Region mit vielen Tuberkulosefällen. 

Neben dem Anamnesegespräch und einer körperlichen Untersuchung, die insbesondere ein Abhorchen der Lunge miteinschließt, ist bei Verdacht auf eine Infektion mit Tuberkulosebakterien eine einfache Röntgenuntersuchung des Oberkörpers wichtig. Die Röntgenaufnahme zeigt bei der Lungentuberkulose einen charakteristischen Befund. Um einen verdächtigen Befund zu bestätigen und um die nötige Therapie zu planen, wird das Auswurfsekret im Labor untersucht. Im Bronchialschleim können die Bakterien nachgewiesen werden.

Ein Bluttest (sogenannter IGRA-Test) kann sowohl eine aktive als auch eine latente Tuberkulose anzeigen. Der früher häufig durchgeführte Tuberkulin-Hauttest wurde weitestgehend durch den zuverlässigeren Bluttest ersetzt. Bei Kindern und Jugendlichen wird der Hauttest jedoch weiterhin eingesetzt. Blut- und Hauttest können nicht zwischen einer latenten und einer aktiven Tuberkulose unterscheiden und dienen daher nur der Ergänzung der Diagnostik.

Zusätzlich werden auch das Gewicht und einige Blutwerte erfasst.

Menschen, die in bestimmte Gemeinschaftseinrichtungen wie Pflegeeinrichtungen, Unterkünfte für Menschen ohne festen Wohnsitz, Einrichtungen für Geflüchtete, Asylsuchende und Spätaussiedler oder Justizvollzugsanstalten aufgenommen werden, müssen eine ärztliche Bescheinigung vorlegen, dass sie nicht an einer ansteckungsfähigen Lungentuberkulose erkrankt sind. 

Manche Länder wie die USA verlangen einen Routinetest auf eine latente Tuberkuloseinfektion vor Aufnahme einer Tätigkeit z. B. im Gesundheitsbereich. In Deutschland wird in bestimmten Bereichen Arbeitnehmern, die längere Zeit in Ländern mit hoher Tuberkuloserate verbracht haben oder die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit einem Infektionsrisiko ausgesetzt sind, eine Untersuchung auf Tuberkulose empfohlen.

Therapie

Die überwiegende Mehrzahl der Tuberkulosefälle in Deutschland wird im Krankenhaus diagnostiziert und behandelt. Tuberkulose wird mit speziellen Antibiotika behandelt, die teilweise nur bei Tuberkulose zum Einsatz kommen. Die Behandlung besteht aus einer Kombination von vier verschiedenen antibiotischen Substanzen und dauert meist 6 Monate. Es ist sehr wichtig, die Behandlung vollständig durchzuführen, selbst wenn Sie sich wieder gesund fühlen, denn nur so lässt sich verhindern, dass die Erkrankung erneut ausbricht. Die korrekte Durchführung der Therapie ist auch wichtig, um die Entwicklung von Resistenzen zu verhindern (Bakterien, gegen die keine Antibiotika mehr helfen). Die Ansteckungsgefahr endet bereits nach kurzer Behandlungszeit.

Bei Risikopatienten wird auch eine latente Tuberkulose mit Antibiotika behandelt, sodass ein späteres Ausbrechen der Krankheit verhindert wird.

Bei korrekt durchgeführter Behandlung über 6 Monate ist die Prognose gut und das Risiko für einen Rückfall gering. Ein weltweites Problem ist die zunehmende Zahl an Infektionen mit Tuberkelbakterien, die gegen mehrere Antibiotika resistent sind.

Weitere Informationen

Autoren

  • Martina Bujard, Wissenschaftsjournalistin, Wiesbaden
  • Dorit Abiry, Doktorandin am Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Tuberkulose (TB). Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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