Bulimia nervosa

Zusammenfassung

  • Definition: Bulimie ist gekennzeichnet  durch wiederholte Episoden mit Essanfällen sowie eine übertriebene Beschäftigung mit der Kontrolle des Körpergewichts.
  • Häufigkeit: Die Lebenszeitprävalenz beträgt wahrscheinlich 1,5–3 %, bei vermutlich hoher Dunkelziffer.
  • Symptome: Essanfälle werden von Erbrechen, Fastenperioden oder der Einnahme von Medikamenten (Laxanzien, harntreibende Medikamente und Thyroxin) gefolgt, um wieder an Gewicht zu verlieren.
  • Befunde: Aufgrund des Erbrechens kann es zu Schädigungen des Zahnapparats, der Mund- und Ösophagusschleimhaut sowie der Speicheldrüsen kommen. Häufig gastrointestinale Symptome wie Obstipation, Blähungen, epigastrische Schmerzen. Evtl. Schwielen am Finger oder Handrücken nach häufiger Induktion von Erbrechen. Elektrolytverschiebungen wie Hypokaliämie oder Hyponatriämie. Störungen des Säure-Base-Haushalts. Meist Normalgewicht, bei manchen Betroffenen aber auch Unter- oder Übergewicht.
  • Diagnostik: Ausführliche Anamnese möglichst mit Fremdanamnese und psychometrischen Tests, körperliche Untersuchung einschließlich Mundhöhle und Abdomen, Laboruntersuchungen, EKG.
  • Therapie: Die Therapie der Wahl ist die kognitive Verhaltenstherapie, evtl. zusammen mit Antidepressiva (SSRI). Behandlung von Komplikationen wie Störungen des Elektrolyt-, Wasser- und Säure-Basehaushalts, Zahn- und Schleimhautschäden.

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