Lungenödem

Zusammenfassung

  • Definition:Flüssigkeitsansammlung in Interstitium und Alveolen mit konsekutiver Gasaustauschstörung. Pathophysiologisch wichtigste Mechanismen sind ein erhöhter hydrostatischer Druck in den Lungenkapillaren (kardiales Lungenödem) oder eine erhöhte Permeabilität der alveolokapillären Membran für Flüssigkeit und Protein (nichtkardiales Lungenödem). 
  • Häufigkeit:Die Mehrheit der Lungenödeme sind kardial bedingt. Andere Ursachen sind ARDS, neurogenes Lungenödem, Höhenlungenödem u. a. 
  • Symptome:Ruhedyspnoe, Husten, schaumiges Sekret, Angst.
  • Befunde:Tachypnoe, Einsatz der Atemhilfsmuskulatur, brodelnde Atmung. Auskultatorisch grobblasige Rasselgeräusche, evtl. vitientypische Geräusche am Herzen. Blutdruck kann normal/erhöht, aber auch erniedrigt bis zum Schock sein. 
  • Diagnostik:Röntgenthorax zur Bildgebung des Lungenödems, Echokardiografie zum Nachweis/Ausschluss einer kardialen Ursache, Pulsoxymetrie, Labor (BGA, Troponin, BNP/NT-proBNP). Herzkatheteruntersuchug bei akutem Koronarsyndrom als Ursache.
  • Therapie:Beim kardialen Ödem medikamentöse Therapie in erster Linie mit Diuretika und Nitraten; Saurestoffgabe, frühzeitige nichtinvasive Beatmung (CPAP, BiPAP), bei Versagen invasive Beatmung. Behandlung der Ursache (z. B. PCI bei akutem Herzinfarkt, Blutdrucksenkung bei hypertensivem Notfall).  

Allgemeine Informationen

Definition

  • Pathologische Flüssigkeitsansammlung in Interstitium und Alveolen
  • Unterscheidung von 2 Hauptformen des Lungenödems:1
    1. kardiales Lungenödem (mit erhöhtem hydrostatischem Druck) und
    2. nichtkardiales Lungenödem (mit erhöhter Permeabilität).
  • Beide Formen des Lungenödems resultieren in einer Gasaustauschstörung mit initial ähnlicher klinischer Manifestation.2

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen