Tuberkulose

Zusammenfassung

  • Definition:Infektion mit Mycobacterium tuberculosis. Disponierende Faktoren: Lang andauernde Exposition, hohe Bakterienzahl und reduzierte Immunkompetenz.
  • Häufigkeit:2017 wurden in Deutschland 5.486 neue Tuberkulosefälle gemeldet, was einer Inzidenz von 6,7/100.000 entspricht und einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr anzeigt.
  • Symptome:Klassische Lungentuberkulose: Husten über mehr als 3 Wochen, sukzessiv mit Expektorat, Gewichtsabnahme und Verschlechterung des Allgemeinzustands, Fieber und Nachtschweiß.
  • Befunde:Wie bei einer Lungenentzündung in der akuten Phase, ggf. leichter Pleuraerguss.       
  • Diagnostik:Gestellt durch Röntgenthorax, bestätigt durch den direkten Erregernachweis im Sputum mittels Mikroskopie, Kultur und PCR-Methode. Die Diagnose latente Tuberkulose wird mit IGRA + Röntgenthorax gestellt.
  • Therapie: Standard Isoniazid, Rifampicin, Pyrazinamid, Etambutol. Es sind andere Alternativen verfügbar.

Allgemeine Informationen

Definition1

  • Infektion mit Bakterien des Mycobacterium-tuberculosis-Komplexes (M. tuberculosis, M. bovis und M. africanum)
  • Die Tuberkuloseansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion mit Mycobacterium tuberculosis von einer an Lungentuberkulose erkrankten Person.
  • Eine Tuberkulose kann sich in vielen unterschiedlichen Organen ansiedeln, die Tuberkulose in der Lunge ist jedoch am wichtigsten, da die Erkrankung dann ansteckend ist. Es sind vor allem Personen mit nachgewiesener Tuberkulose (in direkter Mikroskopie des Expektorats oder induzierten Sputums), die eine Ansteckungsgefahr darstellen.
  • Eine schnelle Diagnostik und wirkungsvolle Behandlung sind die wichtigsten Maßnahmen zur Tuberkulosebekämpfung.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

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