Bronchiektasen

Zusammenfassung

  • Definition: Eine dauerhafte Erweiterung der mittleren und distalen Bronchien in Folge einer Zerstörung von Wandmuskulatur und elastischem Bindegewebe bei chronischer Entzündung. Meist Folge pulmonaler Grunderkrankung (Cystische Fibrose, COPD u. a.).
  • Häufigkeit: Unklar. Vermutlich in Deutschland stark unterdiagnostiziert. Während postinfektiöse Formen rückläufig sind, sind Bronchiektasen in Folge von chronischer Bronchitis auf dem Vormarsch.
  • Symptome: Chronischer Husten mit voluminösem Auswurf. Regelmäßige Exazerbationen. Atemnot, Hämoptysen, Allgemeinsymptome.
  • Befunde: Klinische Befunde sind unspezifisch mit Rasselgeräuschen. Dreischichtiges Sputum (Schaum, Schleim, Eiter) ist pathognomonisch.
  • Diagnostik: CT und mikrobiologische Sputumuntersuchung zur Identifizierung von resistenten Erregern. Bei negativem Sputumbefund Bronchoskopie zur Materialgewinnung. 
  • Therapie: Therapie der Grunderkrankung. Physikalische Sekretdrainage, Bronchospasmolyse bei Obstruktion. Antibiotika bei Exazerbationen. Off-Label-Azithromycin-Langzeittherapie und inhalative Antibiotika.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Bronchiektasie bezeichnet eine angeborene oder erworbene dauerhafte Erweiterung der mittleren und kleinen Bronchien in der Lunge durch Zerstörung der Muskulatur und des elastischen Bindegewebes der Bronchialwand.1
  • Die Veränderungen können auf einen einzelnen Lappen oder ein Lungensegment begrenzt sein, oder eine oder beide Lungen können diffus betroffen sein.2

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen