Lichen sclerosus bei Jungen und  Männern

Zusammenfassung

  • Definition:Der Lichen sclerosus (LS) ist eine chronisch entzündliche Dermatose mit weißlichen Plaques mit epidermaler Atrophie.
  • Häufigkeit:Beim männlichen Geschlecht manifestiert sich die Erkrankung primär als Balanitis xerotica obliterans mit dem Altersgipfel vor der Pubertät und einer Inzidenz von 0,1 bis 0,4% zogen auf die männliche Gesamtbevölkerung. 80-90% der erworbenen (sekundären) Phimosen sollen durch LS ausgelöst werden.
  • Symptome:Die Erkrankung kann sowohl genitale wie extragenitale Manifestationen im Verhältnis 5:1 verursachen. Beim Lichen sclerosus des Penis können Juckreiz und eine schnelle entstehende Phimose auftreten vorausgehen. Probleme beim Wasserlassen können auftreten.
  • Befunde:Klinische Befunde sind anfangs weiße polygonale Papeln, die zu Plaques zusammenwachsen, mit nachfolgender Sklerose und zuweilen Ulzerationen und Fissuren. Bei genitalem Befall sieht man oft eine weißlich porzellanartig sklerotische Vernarbung des distalen Präputium als typischen weißlichen Ring, die zu einer zunehmenden Phimose geführt hat.
  • Diagnose:Im Allgemeinen sind Zusatzuntersuchungen nicht erforderlich. Eine Biopsie kann zur Diagnosestellung notwendig sein, insbesondere wenn die Diagnose nicht gesichert ist sowie bei behandlungsresistenten Wunden.
  • Behandlung:Die Behandlung besteht aus lokalen Hygienemaßnahmen und kortikosteroider Behandlung (Gruppe IV). Bei genitalem Befall wird die vollständige Beschneidung empfohlen.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Lichen sclerosus (LS) ist eine chronisch fortschreitende sklerosierende Hauterkrankung, 
  • Andere Bezeichnungen sind Balanitis xerotica obliterans (bei genitalem Befall), Lichen sclerosus et atrophicus und (bei Frauen) Kraurosis vulvae.
  • Der Lichen sclerosus ist eine benigne, chronische und progressive entzündliche Dermatose mit weißen Plaques und epidermaler Atrophie und Sklerose, häufig verbunden mit Geschwürbildung und Fissuren.
  • Die Erkrankung kann sowohl genitale wie extragenitale Manifestationen im Verhältnis 5:1 verursachen.
  • Die Symptome der Genitalstörungen können Juckreiz, Unwohlsein, Phimose sowie Läsionen sein, die weiß, rötlich, pigmentiert, geschwollen und ulzeriert sein können. Kinder geben Beschwerden selten an.
  • Extragenitale Läsionen ähneln im Aussehen weißen Hautflecken mit einer dünnen Oberfläche, die an Zigarettenpapier erinnert.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformation

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