Penisverkrümmung

Zusammenfassung

  • Definition:Man unterscheidet zwischen angeborener Penisverkrümmung (Penisdeviation) und erworbener Penisverkümmung (Induratio penis plastica). Die erworbenen Variante ist häufiger und durch Fibrosebildung verursacht.
  • Häufigkeit:Die angeborene Penisverkrümmung hat eine Inzidenz von 0,04 %. Die Induratio penis plastica tritt bei ca. 10 % auf, die Inzidenz steigt mit dem Lebensalter.
  • Symptome:Die Symptome sind Schmerzen oder Beschwerden beim Geschlechtsverkehr, zuweilen auch Erektionsstörungen.
  • Befunde:Die klinische Bestimmung der Erkrankung ist am einfachsten bei einer Erektion. Bei der Induratio penis plastica lassen sich in der Regel schmerzempfindliche Knoten/Plaques an der Seite der Kurvatur palpieren.
  • Diagnose:Private Fotos des erigierten Penis aus verschiedenen Winkeln sind von großem Nutzen, evtl. eine direkte Observation nach der Injektion eines vasoaktiven Medikaments. Mit einer Duplex-Doppler-Ultraschall-Untersuchung lässt sich das Plaque lokalisieren.
  • Behandlung:Die medikamentöse Behandlung hat eine unsichere Wirkung. Eine Injektionsbehandlung mit Kollagenase kann versuchsweise vorgenommen werden. Mehrere chirurgische Behandlungsmethoden sind möglich.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Man unterscheidet zwischen angeborener Penisverkrümmung und erworbener Penisverkümmung (Induratio penis plastic).1
  • Angeborene Verkrümmung des Penis
    • Auch als angeborene Penisdeviation bezeichnet.
    • Verkrümmung des Penis während der Erektion
    • Eigentliche Beschwerden treten erst in der Pubertät auf.
    • Bei Patienten ohne andere Fehlbildungen ist die Kurvatur in den meisten Fällen das Ergebnis einer relativen Schwäche der Tunica albuginea an der Oberseite der Corpora cavernosa.
    • Die Verkrümmung kann sehr ausgeprägt sein, oft bis zu 90 Grad. Ein normaler Geschlechtsverkehr ist zuweilen unmöglich.
  • Erworbene Penisverkrümmung (Induratio penis plastica)
    • Morbus Peyronie. Wurde 1743 zum ersten Mal von dem französischen Chirurgen François Gigot de la Peyronie beschrieben.
    • Eine entzündliche Erkrankung, die in ihrer aktiven Phase zu Schmerzen und Druckempfindlichkeit im Penis führt und die Lust zu sexueller Aktivität sehr beeinträchtigt.
    • Eine erworbene, gutartige Bindegewebserkrankung, die auch die Tunica albuginea miteinbezieht mit der Entwicklung einer dichten Masse aus fibrösem Gewebe, dem „Plaque“.
    • Die Bildung von fibrösem Plaque verändert die Anatomie und führt zu unterschiedlichen Graden von Verbiegungen, Verengungen und Verkürzungen des Penis.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen

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