Urethraverletzungen bei Männern

Zusammenfassung

  • Definition:Die Urethraverletzungen bei Männern werden in vordere und hintere Verletzungen unterteilt. Vordere Verletzungen sind häufig stumpfe oder penetrierende Verletzungen, die hinteren entstehen häufig aufgrund instabiler Beckenfrakturen.
  • Häufigkeit:Urethraverletzungen sind selten, am häufigsten kommen die hinteren Verletzungen vor (oft die Folge eines Verkehrsunfalls). Iatrogene Verletzungen im Zusammenhang mit einer Katheterisierung werden in diesem Dokument nur kurz angesprochen.
  • Symptome:Als Symptome sind lokale Schmerzen, Hämaturie oder Blutungen aus der Urethra, Schmerzen beim Wasserlassen, reduzierter Harnstrahldruck und Harnretention zu beobachten.
  • Befunde:Anzeichen einer Verletzung sind Blut im Meatus, unzureichende Blasenentleerung, hochstehende Prostata, zuweilen Anzeichen von Begleitverletzungen (z. Beckenfraktur).
  • Diagnose:Ein retrogrades Urethrogramm ist die zuerst vorzunehmende Untersuchung bei Urethraverletzungen, nicht eine CT- oder MRT-Untersuchung.
  • Behandlung:Operative Behandlung. Ziel der Behandlung ist, möglichst schnell einen normalen Harnfluss wiederherzustellen (um gesundheitsschädliche Extravasation zu vermeiden), möglichst gute Voraussetzungen für eine Heilung zu schaffen sowie Strikturenbildung zu verhindern.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Verletzungen der Harnröhre bei Männern1-3
  • Derartige Verletzungen erfordern eine sorgfältige Diagnostik und Behandlung, um belastende Langzeitfolgen zu verhindern.
  • Werden in vordere und hintere Verletzungen unterteilt.
    • Vordere Verletzungen: Können stumpfe oder penetrierenden Verletzungen, sich zusammenziehende penile Bänder oder iatrogene Verletzungen durch Instrumente sein.
    • Hintere Verletzungen: Sind assoziiert mit Beckenfraktur und entstehen hauptsächlich bei Verkehrsunfällen. Die Verletzungen reichen von einfachen Überdehnungsverletzungen (in 25 % der Fälle), über teilweisen Abriss (in 25 % der Fälle) bis zum vollständigen Abriss (in 50 % der Fälle).

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformation