Prostatakarzinom

Zusammenfassung

  • Definition:Meist epitheliales Karzinom (Adenokarzinom) des Prostata-Drüsengewebes. Bei erblicher Disposition und mit höherem Alter besteht ein erhöhtes Risiko.
  • Häufigkeit:Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Jährlich erkranken über 60.000 Männer in Deutschland.
  • Symptome:Die Erkrankung verläuft in 90 % der Fälle symptomfrei. Die häufigsten Symptome sind Miktionsstörungen und lokale Schmerzen.
  • Befunde:In der Frühphase fehlen meist klinische Befunde. Später sind transrektal bei manchen Patienten Verhärtungen oder Unregelmäßigkeiten auf der Prostataoberfläche tastbar.
  • Diagnostik:Die PSA-Untersuchung ist für konkrete Verdachtsfälle geeignet, jedoch nicht zum Screening. Diagnostisch beweisend ist die Histologie. Die Probengewinnung erfolgt in der Regel mithilfe einer Stanzbiopsie. Eine MRT kann ggf. ergänzend durchgeführt werden.
  • Therapie:Therapieentscheidung anhand patienten- und tumorbezogener Faktoren. Die Behandlungsalternativen reichen von „abwartender Beobachtung“ (Watchful Waiting) über eine kurative Lokaltherapie mittels radikaler Prostatektomie, Androgenablation und Bestrahlung, bis hin zur rein supportiven und palliativen Therapie.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Das gewöhnliche Prostatakarzinom ist ein epitheliales Karzinom (Adenokarzinom) des Prostata-Drüsengewebes.1-4
  • Viel seltener sind:
  • Histologisch vom Prostatakarzinom abzugrenzen sind gutartige und atypische Läsionen, z. B.:
    • prostatische intraepitheliale Neoplasie – „PIN" (Vorstufe des Prostatakarzinoms)
    • adenomatöse Hyperplasie
    • cribriforme Hyperplasie
    • postatrophe Hyperplasie
    • sklerosierende Adenose
    • nephrogenes Adenom
    • Verumontanum-Drüsen-Hyperplasie
    • Samenblasenepithel-Hyperplasie
    • Cowper-Drüsen-Hyperplasie.
  • Weichteilsarkom der Prostata: ebenfalls seltene Differenzialdiagnose 
  • Prostatakarzinome entstehen vor allem in der peripheren Zone der Prostata und in der Transitionalzone.
  • Die Stadieneinteilung erfolgt nach der TNM-Klassifikation (Tumor, Lymphknotenmetastasen – „Node“, Metastasen).
  • Grading nach Gleason-Score: 2 in einer Gewebeprobe sichtbare Tumorzellareale werden in 5 verschiedene Differenzierungsgruppen unterteilt (1 = gut differenziertes Adenokarzinom bis 5 = sehr polymorphe Tumorzellen). Die addierten Werte beider Areale ergeben den Gleason-Score. Liegt der Gleason-Score unter 7, ist die Prognose eher günstig. Liegt der Score jedoch über 7, ist die Prognose eher ungünstiger.5

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Weitere Informationen

Patienteninformationen

Illustrationen