Hodentorsion

Zusammenfassung

  • Definition:Die Hodentorsion ist Drehung des Samenstranks mit dem Hoden um die eigene Achse sodass zunächst der venöse Rückstrom anschließend die arterielle Blutzufuhr abgeklemmt werden,. Binnen weniger Stunden kommt es zu zu hämorraghischer Infarzierung. Prädisponierend sind rasches Hodenwachstum, Hodentumore und waagerecht liegende Hoden. Akuter Notfall!
  • Häufigkeit:Ca. 1 von 200 Männern sind vor dem 25. Lebensjahr betroffen, am häufigsten ist die Erkrankung anzutreffen in der Altersgruppe von 11–16 Jahren.
  • Symptome:Als übliche Symptome treten Schmerzen im Skrotum oder Unterleib auf, aber bei 1/3 treten kaum Schmerzen und ein nur geringes Anschwellen des Hodensacks auf.
  • Befunde:Anschwellen des Hodensacks und Schmerzen behindert klinische Untersuchung. Eine Venenstauung führt zu einer Vergrößerung des betroffenen Hodens. Ausbleiben des Kremasterreflexes
  • Diagnose:CRP- und Urinuntersuchung, um mögliche andere Ursachen für die Schmerzen und Schwellungen zu finden, Doppler-Ultraschall sollte bei zweifelhafter Diagnose eingesetzt werden.
  • Behandlung:Eine manuelle Repositionierung kann durchgeführt werden, eine Operation mit Orchidopexie wird jedoch empfohlen, um das Risiko erneuter Episoden zu verringern.

Grundinformationen

Definition

  • Die Erkrankung wird normalerweise Hodentorsion genannt, richtiger wäre jedoch der Begriff Funikeltorsion1.
  • Der Funikel umfasst Samenleiter, A. testicularis, Plexus pampiniformis und Ramus genitalis des N. genitofemoralis.
  • Es handelt sich dabei um eine Notfallsituation, in der eine frühe Diagnose und eine schnelle Behandlung wichtig ist, um einen Verlust des Hodens zu vermeiden2-3.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformation