Vorhautverengung (Phimose)

Phimose ist die Bezeichnung für eine verengte Vorhaut, die nicht über die Eichel gezogen werden kann. Der Zustand tritt häufig bei Kindern auf und bessert sich meist mit fortschreitendem Alter.

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Was ist eine Phimose?

In der Regel geht dieser Zustand mit wenigen Symptomen einher, er kann jedoch eine Balanitis, eine Entzündung der Vorhaut und Eichel verursachen. Eine derartige Entzündung geht mit Schmerzen, Rötung, Belägen oder Ausfluss einher. In einigen Fällen verläuft die Balantis chronisch.

Bei Kindern kann die Vorhaut derartig verengt sein, dass kein Urinstrahl möglich ist. Beim Wasserlassen kann sich die Vorhaut in diesem Fall wie ein kleiner Ballon aufblasen.

Bei Erwachsenen kann eine Phimose Beschwerden beim Geschlechtsverkehr und schmerzhafte Erektionen verursachen.

Eine Phimose kann sich besonders bei Diabetes-Patienten als kompliziert erweisen, da sie besonders anfällig für eine Balanitis mit gleichzeitiger Pilzinfektion (Candida) sind.

In der Pubertät lässt sich die Vorhaut bei 7 % nicht zurückziehen. Unter 17-Jährigen beträgt die Prävalenz 1 %. Mit anderen Worten: bei den meisten Jungs „verwächst“ sich der Zustand.

Vorhautverengung Quelle: US Centers for Disease Control and Prevention
Vorhautverengung Quelle: US Centers for Disease Control and Prevention

Ursachen

Die Vorhaut ist bei den meisten Jungen von Geburt an verengt. Sie ist mit der Eichel verklebt. Der Zustand löst sich jedoch, wie bereits oben erwähnt, von selbst. In einigen Fällen ist eine Entzündung der Vorhaut vorausgegangen. Eine derartige Entzündung kann zu Granulombildung führen. Narbengewebe hat eine natürliche Tendenz zu schrumpfen, was wiederum die Entstehung einer Phimose begünstigt.

Diagnostik

Die Diagnose wird auf der Grundlage der oben erwähnten typischen Symptome und Befunde gestellt. Häufig zeigen sich die Anzeichen einer Balanitis bei der Untersuchung.

Behandlung

In den meisten Fällen ist keine Behandlung notwendig, da der Zustand sich von selbst bessert. Eine gute Hygiene und die Reinigung der Vorhaut (ohne Zurückziehen) mit sauberem Wasser ist in der Regel ausreichend. Ist die Vorhaut derart verengt, dass die Hygiene erschwert wird, können Entzündungen und Reizungen der Haut die Folgen sein. In solchen Fällen kann dies zu einer Verschlechterung des Problems führen, und eine Behandlung erfordern.

Die Behandlung zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und einer Balanitis, Schwellungen und lokalen Geschwüren entgegen zu wirken. Es ist wichtig, dass Sie als Vater oder Mutter nicht versuchen, die Vorhaut über die Eichel zu ziehen. Dies kann zu Rissen in der Haut, Narbenbildung und zunehmenden Beschwerden führen.

Es ist möglich, eine lokale Behandlung mit einer starken Cortison-Salbe zu probieren. Diese sollte für vier bis acht Wochen einmal täglich angewendet werden und hat sich als sichere und wirksame Behandlung erwiesen. Bei intensiveren Beschwerden ist möglicherweise ein operativer Eingriff, in der Regel in Form einer Beschneidung, notwendig. D.h. die Entfernung der Vorhaut Um eine nicht angemessene Behandlung eines Phänomens, das sich häufig von selbst erledigt, zu vermeiden, wird die Notwendigkeit eines operativen Eingriffs eingehend geprüft, besonders bei Kindern im Vorschulalter.

Prognose

Eine Phimose ist im Kleinkindalter normal. Der Zustand vergeht meist vor dem 4. Lebensjahr von selbst. Der Zustand ist im wesentlichen ungefährlich und kann bei Bedarf wirksam behandelt werden. Ein operativer Eingriff kann in seltenen Fällen zu Problemen führen. In der Regel handelt es sich dabei um kosmetische Veränderungen.

Bei ausbleibender Behandlung können folgende Komplikationen auftreten:

  • Entzündung der Vorhaut (Balanitis)
  • Schwellungen des Penis
  • Geschwüre am Penis
  • Harnwegsinfektionen

Weiterführende Informationen

Autoren

  • Philipp Ollenschläger, Medizinjournalist, Köln

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Phimose. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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