Erhöhter PSA-Wert

Allgemeine Informationen

Definition

  • PSA ist die Abkürzung für prostataspezifisches Antigen.
  • Das PSA ist eine Protease/Glykoprotein, die im Drüsenepithel der Prostata produziert und in großer Menge ins Prostatasekret und ins Sperma ausgeschieden wird. Seine physiologische Funktion ist es, Verklumpungen von Spermien aufzulösen und damit die Passage der Spermien durch die Zervix zu erleichtern.
  • Normalerweise kommt PSA in sehr geringer Konzentration im Blut vor, der PSA-Wert im Blut entspricht nur einem Millionstel des Wertes in der Prostata. Bei Prostatakrebs , bei benigner Prostatahyperplasie (BPH)2-3 und bei akuter Prostatitis kann der Wert im Blut deutlich ansteigen. 
  • Der Nutzen der Bestimmung des PSA-Wertes zur Krebsfrüherkennung ist trotz vieler Studien umstritten.
  • Die  DEGAM empfiehlt folgendes Vorgehen im Umgang mit der Bestimmung des PSA-Wertes im Rahmen der Früherkennungsuntersuchung im hausärztlichen Bereich:4
    • Männer, die von sich aus nach einer Früherkennungsuntersuchung fragen – mit oder ohne PSA-Wert-Bestimmung – sollen ergebnisoffen über die Vor- und Nachteile aufgeklärt werden.  
    • Männer sollten im Rahmen der Früherkennungsuntersuchung nicht aktiv auf die Bestimmung des PSA-Wertes angesprochen werden.
  • Die Bestimmung des PSA-Wertes gehört in Deutschland nicht zum gesetzlichen Früherkennungsprogramm (Krebsvorsorge Männer KVM). 
  • Ist ein Mann bereits an einem Prostatakarzinom erkrankt, sieht dies anders aus: Zur Behandlungsplanung und zur Therapiekontrolle bei Krebspatienten hat die Bestimmung des PSA-Werts dagegen einen wichtigen Stellenwert.
  • Auch bei der Abklärung eines verdächtigen Knotens der Prostata ist der PSA-Wert ein wichtiges diagnostisches Kriterium und Teil der Leistungspflicht der GKV.

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Anamnese

Klinische Untersuchung der Prostata

Maßnahmen und Empfehlungen

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