E.-coli-Enteritis

Zusammenfassung

  • Definition:Enteritis aufgrund einer Infektion mit enteropathogenen E.-coli-Bakterien: EHEC, EIEC, EPEC, ETEC, EAEC. In Europa ist vor allem EHEC relevant. Andere E. coli kommen eher bei Einwohnern in Ländern mit schlechteren Hygienestandards und bei Reisenden vor.
  • Häufigkeit:EHEC: zwischen 1.000–2.000 gemeldete Fälle pro Jahr, sporadische Ausbrüche mit höheren Patientenzahlen.
  • Symptome:Diarrhö-Erkrankungen meist leicht verlaufend und selbstlimitierend, manchmal mit Fieber und geschwächtem Allgemeinzustand. Blutige Diarrhö und Entwicklung eines hämolytisch-urämischen Syndroms als seltene schwere Verlaufsformen.
  • Befunde:In leichten Fälle keine spezifischen klinischen Befunde. In schwereren Fällen geschwächter Allgemeinzustand, Fieber und Dehydrierung.
  • Diagnostik:Stuhlprobe zum Nachweis von E.-coli-Bakterien oder anderen enteropathogenen Bakterien. PCR zum Nachweis des Shigatoxins (EHEC).
  • Therapie:Symptomatische Behandlung, evtl. intravenöse Flüssigkeitsbehandlung. Antibiotika in der Regel kontraindiziert. Hygienemaßnahmen zur Prävention. Der Cholera-Impfstoff zur Prävention der Reisediarrhö (ETEC) ist begrenzt wirksam, in Deutschland jedoch nicht zugelassen.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Enteritis bzw. Enterokolitis aufgrund einer Infektion mit humanpathogenen E.-coli-Bakterien
  • Es wird in der Regel zwischen 5 Varianten pathogener E. coli (EC) unterschieden:1
    1. enterotoxinbildende EC (ETEC)
    2. enteroinvasive EC (EIEC)
    3. enterohämorrhagische EC (EHEC; historisch auch STEC oder VTEC genannt)
    4. enteropathogene EC (EPEC; umfasst typische EPEC (tEPEC) und atypische EPEC (aEPEC))
    5. enteroaggregative EC (EAEC).
  • Unter den humanpathogenen E. coli spielt in Europa vor allem die Infektion mit EHEC eine übergeordnete Rolle.2
    • EHEC bilden sog. Shigatoxine und können schwere blutige Durchfälle auslösen.
    • Als lebensbedrohliche Komplikation kann das enteropathische hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) auftreten.
    • Näheres hierzu siehe auch im Artikel Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS).
  • Bei Reiserückkehrern findet sich ETEC am häufigsten (siehe Artikel Reisediarrhö).

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen