Echinokokkose, E. granulosus

Zusammenfassung

  • Definition: Echinokokkus granulosus (Hundebandwurm) ist ein 4–7 mm langer Bandwurm, der in seltenen Fällen auch Menschen befällt. Die Infektion wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen.
  • Häufigkeit: Weltweites Vorkommen, besonders häufig in Asien, Afrika, Südamerika, Ost- und Südosteuropa; ca. 50–60 (meist importierte) Fälle pro Jahr in Deutschland.
  • Symptome: In der Regel symptomfrei; Bauchschmerzen wie bei einer Cholangitis oder andere Symptome können im Verlauf durch Größenzunahme der Zysten auftreten.
  • Befunde: Hepatomegalie und evtl. pathologische Befunde von anderen betroffenen Organen sind mögliche klinische Manifestationen.
  • Diagnostik: Evtl. Eosinophilie und veränderte Leberwerte. Mit bildgebenden Verfahren können Zysten nachgewiesen werden.
  • Therapie: Chirurgische und/oder medikamentöse Behandlung; asymptomatische Zysten können beobachtet werden (Watch and Wait). Die Prognose ist bei den meisten Patienten gut.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Der Hundebandwurm (Echinococcus granulosus; E. granulosus) kann im Larvenstadium beim Menschen zur Echinokokkose führen, wenn Eier nach Ausscheidung durch den Endwirt (meistens Hunde) oral vom Menschen aufgenommen werden. Die Erkrankung wird auch zystische Echinokokkose (CE) oder unilokuläre Hydatidose genannt. Im Verlauf kommt es zu einer Zystenbildung, bevorzugt in der Leber.
  • Der Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis oder Echinococcus alveolaris) kann in seltenen Fällen beim Menschen zu einer schweren Erkrankung führen (alveoläre Echinokokkose).1 Der Fuchsbandwurm und die anderen Bandwürmer (T. solium, T. saginata, Diphyllobothrium latum, Hymenolepis nana) werden in separaten Artikeln beschrieben (siehe dort).

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen