Funktionelle Dyspepsie

Zusammenfassung

  • Definition:Chronische oder wiederkehrende Schmerzen und dyspeptische Beschwerden  im Oberbauch ohne organische Ursachen. 
  • Häufigkeit:18–20 % der Deutschen klagen über dyspeptische Beschwerden.
  • Symptome:Das Unwohlsein oder die Schmerzen können mit einem Völlegefühl, einem vorzeitigen Sättigungsgefühl, Meteorismus, Übelkeit, Erbrechen, saurem Aufstoßen und Sodbrennen einhergehen.
  • Befunde:Der klinische Befund ist normal.
  • Diagnostik:Die Laboruntersuchungen, die bildgebende Diagnostik und die Endoskopie sind normal. Funktionelle Dyspepsie ist eine Ausschlussdiagnose!
  • Therapie:Meist reicht die Aufklärung darüber, dass es sich nicht um eine gefährliche Krankheit handelt, aus, ggf. in beschwerdereichen Intervallen medikamentöse Therapie.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Dyspepsie umfasst eine Anzahl von Symptomen, die im Oberbauch lokalisiert sind:1
    • epigastrische Schmerzen und Brennen
    • Druck- und Völlegefühl
    • Übelkeit
    • frühzeitiges Sättigungsgefühl
    • Blähgefühl im Oberbauch
    • Erbrechen.
  • Von einer funktionellen Dyspepsie (Reizmagen) spricht man, wenn nach ausreichender Diagnostik keine organische Ursache für die Beschwerden ermittelt werden kann.
  • Es handelt sich also um eine Ausschlussdiagnose.
  • Die funktionelle Dyspepsie wird unterteilt in 2 Symptomenkomplexe (nach Rom IV-Kritierien):2
    1. postprandiales Distress-Syndrom (PDS)
      • Völlegefühl
      • vorzeitige Sättigung
      • Unwohlsein
      • Brechreiz und Erbrechen
      • Appetitlosigkeit
    2. epigastrischer Schmerz (EPS) 
      • Oberbauchschmerzen und Bauchkrämpfe unabhängig von den Mahlzeiten.
  • Eine funktionelle Dyspepsie ist nicht mit einer Gastritis gleichzusetzen Eine Gastritis ist eine histologische Diagnose. Bei Nachweis einer Gastritis kann trotzdem eine funktionelle Dyspepsie vorliegen. 3

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformation

Quellen