Gastritis

Zusammenfassung

  • Definition: Histologischer Nachweis einer Entzündung der Magenmukosa.
  • Häufigkeit: Es liegen keine genauen Daten zur Prävalenz der Gastritis vor. Dyspeptische Symptome bei 10–20 % unter NSAR-Einnahme.
  • Symptome: Häufig asymptomatisch, aber auch Dyspepsie und epigastrische Beschwerden.
  • Befunde: Evtl. epigastrischer Druckschmerz, evtl. Anämie.
  • Diagnostik: Endoskopie und charakteristischer histologischer Befund, ggf. Nachweis einer Helicobacter-pylori-Infektion.
  • Therapie: Abhängig von der Ursache, HP-Eradikation, Absetzen von NSAR, Alkoholkarenz, symptomatische Therapie mit PPI.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Gastritis ist definiert als das histologische Vorliegen einer Entzündung der Magenmukosa.1
    • Eine Helicobacter-pylori-Infektion kann sowohl eine akute als auch eine chronische Gastritis verursachen.
    • Eine erosive Gastritis kann durch NSAR-Einnahme oder Alkoholmissbrauch, aber auch durch Gallereflux nach früherer Magen-Operation oder Cholezystektomie entstehen.
    • Die Stress-Gastritis kann bei kritisch kranken Intensivpatienten im Zusammenhang mit einer Mukosa-Ischämie auftreten.1-2
    • Autoimmungastritis ist eine diffuse Form der Mukosaatrophie mit Autoantikörpern gegen Parietalzellen und Intrinsic Factor, die zu einer entzündlichen Infiltration und Atrophie der Korpusschleimhaut führt.
  • Ätiologische Gastritis-Differenzierung3
    • H.-pylori-positive Gastritis
    • Gastritisformen ohne Assoziation zur H.-pylori-Infektion
      • chemisch induzierte/reaktive Gastritis
      • granulomatöse Gastritis
      • Crohn-Gastritis
      • eosinophile Gastritis
      • Kollagen-Gastritis
    • Gastritisformen mit möglicher Assoziation zu H. pylori
      • Autoimmungastritis
      • Riesenfaltengastritis
      • lymphozytäre Gastritis
    • seltene spezielle Gastritisformen
  • Die Einteilung nach der Sydney-Klassifikation ist derzeit am gebräuchlichsten.4
    • Dimensionen der Sydney-Klassifikation
      • Ätiologie (Ursachen bzw. Risikofaktoren)
      • Topografie (Ausdehnung und räumliche Anordnung)
        • Antrum-, Korpus- oder Pangastritis
      • Morphologie (Erscheinungsbild und Eigenschaften) 
        • Grad der Entzündung, Aktivität, Chronizität 
        • Atrophie
        • Metaplasie
        • Vorhandensein und Dichte einer H.-pylori-Besiedelung
        • endoskopisch zu erkennende Eigenschaften (z. B. Rötung, Blutung, Erosion)
    • Beispiel: NSAR-bedingte chronische Korpusgastritis schweren Grades mit starker Aktivität2
  • Es gibt keine typische Symptomatik für die Gastritis.2
  • Eine Gastritis als histologische Diagnose ist von einer funktionellen Dyspepsie abzugrenzen. Eine funktionelle Dyspepsie kann auch vorliegen, wenn histologisch eine Gastritis nachgewiesen wurde.5

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen