Komplikationen bei Magengeschwüren

Zusammenfassung

  • Definition:Bei einem Magengeschwür können in erster Linie vier Arten von Komplikationen auftreten: Blutung, Perforation, Penetration und Obstruktion.
  • Häufigkeit:Am häufigsten sind Blutungen. Diese treten insbesondere bei Einnahme ulzerogener Medikamente (v.a. NSAR/ASS) auf. Die Anzahl aller Arten von Komplikationen ist geringer nach erfolgreicher Eradikation von Helicobacter pylori.
  • Symptome:Symptome sind Hämatemesis/Meläna, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen. Bei Älteren und/oder bei Einnahme von NSAR zeigen sich häufig nur milde Symptome.
  • Befunde:Klinische Befunde hängen vom Schweregrad ab. Lebensbedrohliche Blutungen können einen Schock auslösen.
  • Diagnostik:Die Untersuchung erfolgt in der Regel endoskopisch, je nach Fragestellung werden auch Röntgen und Ultraschall eingesetzt.
  • Therapie:Häufig zunächst medikamentös, auch endoskopische oder operative Therapie.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Ein Magengeschwür kann zu 4 Arten von schweren Komplikationen führen:
    1. Blutung
    2. Perforation
    3. Penetration
    4. Obstruktion.
  • Unabhängig von der Ätiologie können Komplikationen bei allen Patienten mit einem Magengeschwür auftreten.1
  • Große oder im Pylorus befindliche Geschwüre bergen ein erhöhtes Komplikationsrisiko.
  • Ca. 5 % der Magengeschwüre sind bösartig. Deswegen sollten entsprechend den Biopsieergebnissen regelmäßige endokopische Nachkontrolluntersuchungen durchgeführt werden.
    • Helicobacter pylori ist der wesentliche Risikofaktor für das Magenkarzinom.2

Blutung

Perforation

Penetration

Obstruktion

Patienteninformationen