Analkarzinom

Zusammenfassung

  • Definition: Karzinom lokalisiert in der Region zwischen Analöffnung und internem Sphinkter, häufig bis zu 4‒5 cm von der Analöffnung entfernt.
  • Häufigkeit: Inzidenz 1/100.000. Bei HIV-Infizierten liegt die Inzidenz deutlich höher. 
  • Symptome: Die Hauptsymptome sind Juckreiz, Blutungen sowie ein palpabler, harter Tumor.
  • Befunde: Der klinische Befund kann eine leicht ungleichmäßige, bucklige rote Veränderung der Schleimhaut, die verdickt ist, sein. Häufig in Form eines Knotens.
  • Diagnostik: Digitale Untersuchung, Rektoskopie mit Biopsie mit Histologie sowie Endosonografie und ggf. CT.
  • Therapie: Operation, Radio- und Chemotherapie in Abhängigkeit vom Stadium. 

Allgemeine Informationen

Definition

  • Analkanalkarzinom
    • Karzinom lokalisiert in der Region zwischen Analöffnung und internem Sphinkter, häufig bis zu 4‒5 cm von der Analöffnung entfernt
    • zwischen der Analöffnung und der Linea dentata sowie bis zu 2 cm oberhalb davon in der Übergangszone
  • Perianalkarzinom
    • Karzinome, die in einem Abstand von bis zu 5 cm rund um die Analöffnung entstehen. Werden als separate Entität behandelt.
    • Perianale Karzinome, die in einem Umkreis von mehr als 5 cm von der Analöffnung entfernt lokalisiert sind und die den Analkanal nicht betreffen, werden als Hautkrebs betrachtet.
  • Das Verhältnis zwischen Karzinomen außerhalb versus innerhalb des Analkanals beträgt 1:3.
  • Bei Analkarzinomen handelt es sich meist um Plattenepithelkarzinome (75‒80 %).1
  • Das Analkarzinom ist eine seltene Erkrankung, die leicht mit gutartigen Erkrankugen wie den Hämorrhoiden verwechselt werden kann. Eine zu späte Diagnose kann zu Komplikationen der notwendigerweise intensiveren Behandlung und im schlimmsten Fall zu schlechten Therapieergebnissen und damit verbundenen Rezidiven führen.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen