Therapie bei einem Magengeschwür

Ein Magengeschwür ist oft schmerzhaft und unangenehm; es kann zu ernsten Komplikationen führen. Das Bakterium Helicobacter pylori verursacht in den meisten Fällen diese Erkrankung. Mithilfe der Tripel-Therapie kann das Bakterium vernichtet werden.

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Behandlung eines Magengeschwürs

Ein Magengeschwür kann sich in verschiedener Weise äußern, aber es ist meist sehr  schmerzhaft und unangenehm. Früher war ein Magengeschwür eine Erkrankung, deren Symptome zwar gelindert, deren Ursache aber meist nicht behoben werden konnte. Aus diesem Grund litten die Betroffenen sehr oft an immer wiederkehrenden Geschwüren. Viele Patienten mussten sich für den Rest ihres Lebens mit einer lindernden Behandlung (säurereduzierende Medikamente) zufrieden geben.

Heute ist bekannt, dass ein Bakterium in den meisten Fällen der Krankheitsverursacher ist. Das Bakterium heißt  Helicobacter pylori. Gegen dieses Bakterium steht eine Reihe von Medikamenten zur Verfügung, die in unterschiedlichen Kombinationen in den meisten Fällen erfolgreich das Bakterium zerstören und damit vor erneuten Magengeschwüren schützen. Grundsätzlich wird ein Medikament, das die Magensäure reduziert bzw. ganz hemmt, zusammen mit zwei (Tripeltherapie) oder manchmal drei anderen Wirkstoffen aus der Gruppe der Antibiotika eingenommen.

Falls bei einem Patienten mit einem Magengeschwür keine Helicobacter-pylori-Infektion vorliegt, wird dieser nur mit säurehemmenden Medikamenten behandelt. In diesen Fällen heilt die Magenschleimhaut in der Regel unter dieser Therapie ab.

Therapie gegen Helicobacter pylori 

Liegt eine Besiedlung mit Helicobacter plyori vor, ist die Therapie eines Magengeschwürs aufwendiger und beinhaltet wie beschrieben mehrere Wirkstoffe. Um eine Heilung zu erreichen, ist es wichtig, die Medikamente so einzunehmen, wie es Ihr Arzt verordnet hat. Wenn Sie nicht alle Medikamente einnehmen oder die Behandlung vorzeitig abbrechen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, erneut ein Magengeschwür zu bekommen − da es in dem Fall eventuell nicht gelingt, die Bakterien zu eliminieren. Wenn Sie sich erneut behandeln lassen müssen, ist die Wahrscheinlichkeit, das Bakterium vollständig zu eliminieren, geringer als bei der ersten Behandlung, da der Keim wahrscheinlich Resistenzen gegen die Wirkstoffe entwickeln konnte. Das Bakterium kehrt aber nur selten zurück, wenn die Behandlung das erste Mal korrekt durchgeführt wurde.

Bei einigen Patienten können die Medikamente Nebenwirkungen auslösen, was ihnen die Durchführung der Behandlung erschwert. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Übelkeit und Diarrhö. Der Zusatz von sogenannten Probiotika während der Tripeltherapie scheint die Nebenwirkungen reduzieren zu können, vor allem die Diarrhö. Wenn die Möglichkeit einer Schwangerschaft besteht oder die Nebenwirkungen stärker werden, muss die Behandlung eventuell abgebrochen werden. Falls ein Patient gegen ein bestimmtes Antibiotikum allergisch ist, wird eine Alternative verordnet. Sollten Sie unsicher sein, ob Sie die Behandlung fortsetzen sollten oder nicht, sollten Sie Ihren Arzt konsultieren.

Während dieser Behandlung sollten Sie nicht rauchen oder am besten ganz mit dem Rauchen aufhören, falls Sie Raucher sind. Dies erhöht den Heilungserfolg. Ein häufig im Rahmen der Tripel-Therapie verordnetes Medikament (Metronidazol) kann in Kombination mit Alkohol zu starken Beschwerden (Herzrasen, Erbrechen etc.) führen. Sie sollten daher vorsichtshalber keinen Alkohol während der Therapie trinken. 

Die Therapie dauert in der Regel 1–2 Wochen. Es gibt verschiedene wirksame Kombinationsmöglichkeiten. Falls nach einer erfolgten Therapie der Keim immer noch nachweisbar ist, wird der Arzt ein anderes Therapieschema zur weiteren Behandlung anordnen, meist unter Verwendung eines vierten Wirkstoffs.

Achtung! Es ist sehr wichtig, dass Sie die Therapie abschließen und die Tabletten so einnehmen, wie es Ihr Arzt verordnet hat!

Weitere Informationen

Autoren

  • Susanne Meinrenken, Dr. med., Medizinjournalistin, Bremen

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Ulkuskrankheit (Magen- und Duodenalgeschwüre). Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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