Colitis ulcerosa, Medikamente

Die Colitis ulcerosa ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung des Dickdarms, die verschieden stark ausgeprägt sein kann. Je nach Schweregrad kommen unterschiedliche Medikamentengruppen zum Einsatz.

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Colitis ulcerosa

Die Colitis ulcerosa ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung des Dickdarms. Während sich die Entzündung bei einigen Betroffenen auf den Enddarm beschränkt, ist bei anderen auch der restliche Dickdarm teilweise oder komplett betroffen. Die Entzündung betrifft überwiegend die oberen Schleimhautschichten des Darms, die im Rahmen der Entzündungsprozesse verletzlich sind, leicht bluten und auch von Schleim belegt sein können. Zu den typischen Symptomen zählen blutig-schleimiger Durchfall, Bauchschmerzen und Gewichtsverlust. Die Colitis ulcerosa verläuft häufig schubweise und wechselt zwischen Phasen geringer Krankheitsaktivität und solchen mit Entzündungsschüben.

Medikamente

Die Colitis ulcerosa lässt sich durch eine medikamentöse Behandlung nicht heilen, spezielle Wirkstoffe können aber bei 50–80 % der Patienten zu einer Eindämmung der Entzündungsreaktion und einer Linderung der damit verbundenen Beschwerden führen. Zu diesem Zweck stehen verschiedene Medikamente wie Kortikosteroide, 5-ASA-Präparate und Immunsuppressiva zur Verfügung. Die genutzten Wirkstoffe bewirken in der Regel eine rasche Besserung der Symptome und sorgen bei vielen Patienten für eine länger anhaltende Kontrolle über die Beschwerden: Sind die Entzündungen in der Schleimhaut zurückgegangen und die damit verbundenen Symptome wie Durchfall und Bauchschmerzen annähernd oder vollständig verschwunden, kann eine lang andauernde beschwerdefreie Phase, eine Remission, erzielt werden.

5-ASA

Präparate mit dem Wirkstoff 5-Aminosalicylsäure (5-ASA) hemmen verschiedene Stoffe der Immunabwehr, die für die Entzündungsreaktion verantwortlich sind. Die 5-ASA-Verbindung an sich ist sehr wirkungsvoll und mit lediglich geringen Nebenwirkungen verbunden. Allerdings wird sie so schnell im oberen Teil des Magen-Darm-Trakts aufgenommen, dass sie nicht bis zum Dickdarm gelangt. Daher muss sie in Kombination mit anderen Wirkstoffen oder in einer Form verabreicht werden, in der sie den Dickdarm auch tatsächlich erreicht, um dort wirken zu können. 5-ASA-Präparate eignen sich bei einer milden bis mäßigen Colitis ulcerosa und können Erkrankungsrückfälle verhindern. Eine längerfristige Therapie mit 5-ASA beugt auch der Entstehung von Dickdarmkrebs vor.

Mesalazin

Zur Behandlung der Colitis ulcerosa wird heutzutage bevorzugt Mesalazin eingesetzt.

Bei einer Proktitis oder leichten bis mäßigen Formen der Kolitis wird Mesalazin lokal (als Zäpchen, Einlauf oder Schaum) verabreicht. Reicht die lokale Behandlung nicht aus, werden zusätzlich Mesalazin freisetzenden Präparate eingenommen. Mesalazin-Tabletten sind so beschichtet, dass der Wirkstoff erst im Dünndarm abgegeben wird. Die Therapiedauer beträgt normalerweise 2–4 Wochen, teilweise auch 6 oder mehr Wochen.

Die chemische Struktur von Mesalazin ist dem Aufbau von Acetylsalicylsäure (ein Wirkstoff zur Schmerzlinderung) recht ähnlich. Patienten, die allergisch auf Acetylsalicylsäure reagieren, sollten 5-ASA-Präparate nicht einnehmen. Mesalazin gilt als unbedenklich bei der Behandlung von Kindern sowie schwangeren oder stillenden Frauen. Mesalazin kann zu Übelkeit, Erbrechen, Hautausschlag, Kopfschmerzen u. a. führen. Allerdings sind schwere Nebenwirkungen sehr selten; im Allgemeinen verursacht Mesalazin weniger Nebenwirkungen als Sulfasalazin. Die Nebenwirkungen sind zudem abhängig davon, ob der Wirkstoff allein oder in Kombination mit anderen Medikamenten (z. B. Kortison) verabreicht wird.

Sulfasalazin

Sulfasalazin fand erstmals 1942 Erwähnung und galt über Jahrzehnte als Standard bei der Behandlung mit 5-ASA-Präparaten. Es handelt sich um eine Kombination von Mesalazin und Sulfapyridin. Sulfapyridin ist ein Sulfa-Antibiotikum, das die vorzeitige Aufnahme von Mesalazin im Dünndarm verhindert. Im Dickdarm wird Sulfasalazin von den Darmbakterien in seine zwei ursprünglichen Bestandteile aufgespalten: Mesalazin, die aktive Komponente zur Eindämmung der Entzündungsreaktion, und Sulfapyridin, das bei der Behandlung der Kolitis keine wesentliche Rolle spielt.

Sulfasalazin wird zur Behandlung von milden bis mäßigen Kolitiden sowie zur Aufrechterhaltung beschwerdefreier Phasen verwendet. 

Die meisten der Nebenwirkungen und allergischen Reaktionen, die bei der Einnahme von Sulfasalazin beobachtet werden können, werden durch die Sulfakomponente hervorgerufen. Zu den häufigen Nebenwirkungen zählen Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Übelkeit, Blutarmut und Hautausschlag. Die Substanz kann kurzfristig zu einer reduzierten Spermienanzahl bei Männern führen und den Urin orange-gelb färben. Gravierendere Nebenwirkungen sind selten, dennoch sollten – gerade zu Beginn – regelmäßige Blutuntersuchungen erfolgen. Die Verwendung von Sulfasalazin kann zu einem Folsäuremangel führen, dieser sollte mithilfe von Folsäurepräparaten ausgeglichen werden. Wie bei allen wichtigen Medikamenten zur Behandlung der Colitis ulcerosa kann das abrupte Absetzen von Sulfasalazin während eines aktiven Entzündungsschubs einen schwerwiegenden Rückfall nach sich ziehen.

Olsalazin

Auch Olsalazin gelangt unverändert in den Dickdarm, wo es von den Darmbakterien in zwei aktive Mesalazin-Moleküle aufgespalten wird. Bei etwa 15 % der Patienten kommt es infolge der Einnahme von Olsalazin zu Durchfall, diese Nebenwirkung lässt sich verhindern, indem anfangs eine niedrigere Dosierung erfolgt und das Medikament während der Mahlzeiten eingenommen wird.

Balsalazin

Balsalazin zeigt die gleiche Wirkungsweise wie Sulfasalazin. Es wird im Dickdarm in seine Bestandteile aufgespalten und setzt dort Mesalazin frei.

Kortikosteroide

Bei den sogenannten Kortikosteroiden, auch schlicht Steroide oder Kortison genannt, handelt es sich um hochwirksame anti-entzündliche Medikamente. Zu den bekanntesten Vertretern dieser Arzneimittelgruppe gehören Prednisolon und Hydrocortison. Sie werden nur bei einer aktiven Colitis ulcerosa verabreicht. Da sie zu langanhaltenden Nebenwirkungen führen können, sind sie für eine Langzeitbehandlung nicht geeignet. Kortikosteroide werden mitunter in Kombination mit anderen Medikamenten gegeben, um eine schnelle Symptomlinderung zu erwirken und den Behandlungszeitraum möglichst kurz zu halten.

Sie können oral (in Tablettenform), intravenös (direkt ins Blut) oder lokal (als Darmeinlauf oder Schaum) verabreicht werden. Bei einer mäßigen bis schweren Verlaufsform der Colitis ulcerosa werden oftmals Tabletten verschrieben. Darmeinläufe oder Schaumpräparate werden bei einer milden Symptomatik verwendet, wenn sich die Entzündung auf die linke Seite des Dickdarms sowie den Enddarm beschränkt. Bei schweren Schüben, die eine stationäre Behandlung im Krankenhaus erfordern, beginnt man oftmals mit einer intravenösen Verabreichung von Kortison, die bei Bedarf durch eine lokale Kortisontherapie über den Enddarm ergänzt wird. Sobald sich die Darmaktivität normalisiert hat und wieder eine normale Nahrungsaufnahme möglich ist, wird die intravenöse Therapie abgesetzt und die Patienten auf Tabletten umgestellt. Die Dosierung wird schrittweise reduziert (ausgeschlichen).

Immunsuppressiva

Liegt eine aggressive Entzündung vor, bei der die Standardtherapie nicht anschlägt, werden heutzutage oftmals immunsuppressive Medikamente als Langzeitbehandlung verabreicht. Immunsuppressiva unterdrücken die körpereigene Immunabwehr und damit auch die Entzündungsreaktion, die zur Colitis ulcerosa führt. Dazu zählen sogenannte Calcineurinhemmer wie Ciclosporin und Tacrolimus. Verwendet werden häufig auch die Wirkstoffe Azathioprin und 6-Mercaptopurin (6-MP). Azathioprin/6-MP kann bei einem akuten Entzündungsschub mit Kortison kombiniert werden. Dadurch kann die Dosierung bei der Kortisontherapie relativ niedrig gehalten und Letztere früher ausgeschlichen werden, wodurch sich die Nebenwirkungen gering halten lassen. Azathioprin/6-MP kann eine Kortisontherapie allerdings nicht sofort ersetzen, da es bis zu drei Monaten dauert, ehe die Immunsuppressiva ihre volle Wirkung entfalten. Die Verwendung der Präparate kann zu langanhaltenden Remissionen führen. In der Anfangszeit sind allerdings regelmäßige und häufige Kontrolluntersuchungen notwendig, da sie zu gravierenden Nebenwirkungen führen können. Die Behandlung mit Azathioprin oder 6-MP wird von Fachärzten durchgeführt und überwacht.

Biologika

Zu den biologischen Arzneimitteln für die Therapie der Colitis ulcerosa gehört v. a. der TNF-alpha-Inhibitor Infliximab. TNF-alpha ist eine wichtige Substanz im Rahmen von immunologischen Reaktionen; wird diese blockiert, wird die überschießende Immunreaktion bei Colitis ulcerosa abgebremst. Solche Substanzen kommen bei Colitis ulcerosa zum Einsatz, wenn die Standardtherapie aus Mesalazin oder ähnlichen Wirkstoffen und Kortison nicht anschlägt und eine Operation nicht angezeigt ist. Etwa zwei Drittel der Patienten sprechen auf diese Mittel an (d.h. die Symptome bessern sich), allerdings kommt es meist nicht zu einer ganz beschwerdefreien Phase.

Diese Therapievariante bietet für viele Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, bei denen die bisherige Therapie nicht anschlägt, eine wirkungsvolle neue Möglichkeit. Allerdings sind die Langzeitwirkungen noch zu wenig bekannt. Das Risiko für schwere Infektionen sowie auch für Krebserkrankungen ist jedoch unter dieser Therapie erhöht. Entsprechend sind regelmäßige Untersuchungen wichtig.

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Patientenverbände

 

Autoren

  • Martina Bujard, Wissenschaftsjournalistin, Wiesbaden
  • Susanne Meinrenken, Dr. med. Medizinjournalistin, Bremen

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Colitis ulcerosa. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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