Kolonkarzinom (Dickdarmkrebs), Symptome und Beschwerdebilder

Krebs im Dickdarm kann sich auf verschiedene Weise äußern, je nachdem wo im Dickdarm sich der Tumor befindet und wie groß er ist.

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Was ist ein Kolonkarzinom?

Es werden zwei Haupttypen von Krebs im Dickdarm unterschieden: Enddarmkrebs, in den letzten ca. 15 cm des Dickdarms, und Dickdarmkrebs in den übrigen Teilen des Dickdarms. In der Fachsprache spricht man von Rektalkarzinom (Enddarm) und Kolonkarzinom, allgemeiner auch von kolorektalem Karzinom.

Dickdarm, Übersichtsbild

Die meisten Fälle mit Kolonkarzinom beginnen mit kleinen, gutartigen Strukturen, die als adenomatöse Polypen bezeichnet werden. Mit der Zeit wachsen einige dieser Polypen, verändern ihren Charakter und entwickeln sich zu bösartigen Tumoren (Krebs).

Polypen sind häufig klein und verursachen wenige oder keine Symptome.

Symptome und Beschwerdebilder

Viele Menschen mit Kolonkarzinom erleben in den frühen Stadien der Erkrankung keine Symptome. Wenn Symptome auftreten, variieren sie je nach Größe des Tumors und abhängig davon, wo im Darm er sich befindet. Häufig wächst der Tumor langsam.

Symptome und Beschwerdebilder beim Kolonkarzinom können sein:

  • Veränderungen beim Stuhlgang in Form von Durchfall (Diarrhö) oder Verstopfung (Obstipation) oder eine Veränderung in der Konsistenz der Exkremente
  • Blutung aus dem Enddarm oder sichtbares Blut im Stuhlgang
  • Andauerndes Unbehagen im Darm, wie Schmerzen, Gas oder Krämpfe
  • Das Gefühl, dass der Darm nie vollständig geleert werden kann
  • Abgeschlagenheit und Schwäche
  • unerklärlicher Gewichtsverlust

Blutungen

Wenn Darmzellen bluten, kann sich das Blut stark mit dem Stuhlgang durchmischen und daher nicht auffallen. Daher können solche Blutungen unbemerkt auftreten und lange anhalten. Durch den ständigen Blutverlust entwickelt sich eine Blutarmut aufgrund des Verlusts von Eisen. Man fühlt sich müde und hat eine blasse Haut. Das Karzinom kann häufig, aber nicht immer, durch eine Stuhluntersuchung auf verstecktes (okkultes) Blut nachgewiesen werden. Hierfür gibt es einen Test, den Sie zuhause an 3 Tagen durchführen sollten (3 Stuhlgänge). Wird nur eine Stuhlprobe untersucht, ist das Ergebnis sehr unsicher. Möglicherweise sollen Sie auch Stuhlproben in einem Gefäß sammeln, das Ihnen von Ihrem Arzt mitgegeben wird. Die Proben werden dann von Ihrem Arzt mithilfe eines noch genaueren Tests untersucht.

Verengung im Darm, Stenose

Wenn der Tumor recht groß geworden ist, kann er vollständig oder teilweise den Dickdarm blockieren – es entsteht eine Stenose. Bei Passageschwierigkeiten treten folgende Symptome auf:

  • großer Magen, ohne dass Sie zunehmen
  • Magenschmerzen, was bei einem Kolonkarzinom selten ist
  • unerklärliche, andauernde Übelkeit und Erbrechen
  • auffällige, kleinere Mengen beim Stuhlgang
  • das Gefühl, dass der Darm beim Stuhlgang nicht vollständig entleert wurde
  • Enddarmschmerzen. Schmerzen sind selten beim Kolonkarzinom. Sie können aber ein Anzeichen dafür sein, dass im umliegenden Gewebe ein Tumor wächst.

Tumoren im rechten bzw. linken Teil des Dickdarms

Symptome treten spät auf, insbesondere wenn der Tumor in der rechten Hälfte des Dickdarms liegt. Sie werden entweder durch Blutungen des Tumors im Darm verursacht oder äußern sich als Verengung, weil der Darm an der Stelle blockiert wird, wo der Tumor liegt. Auf der rechten Seite ist der Dickdarm weiter und der Tumor kann oft lange wachsen, ohne dass bemerkbare Verengungen und Symptome auftreten. Das Gegenteil gilt für die linke Seite: Je näher der Tumor zum Enddarm hin liegt, desto früher treten Symptome auf, wie Veränderungen des Stuhlgangs, das Gefühl unvollständiger Entleerung, evtl. Blut (rot) oder Schleim im Stuhl und Schmerzen beim Stuhlgang.

Kolonkarzinom, Tumor im unteren Teil des Darms
Kolonkarzinom, Verengung im Darm

Über die Hälfte der Patienten mit kolorektalem Karzinom hat Blut in ihrem Stuhl bemerkt. Das ist vor allem häufig, wenn der Tumor im unteren Teil (linke Seite) des Dickdarms liegt. Je weiter oben der Tumor im Darm liegt, desto häufiger mischt sich das Blut mit dem Darminhalt und wird nur schwer erkannt. Eine Blutarmut zeigt sich bei fallenden Blutwerten (Hb) und bei zunehmender Müdigkeit. Wenn bei Personen mit stabilen Blutwerten sich innerhalb eines Jahres der Hb-Wert um 1–2 % verringert, sollte der Dickdarm auf ein Karzinom untersucht werden.

Weiterführende Informationen

Autoren

  • Susanne Meinrenken, Dr. med., Bremen

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Kolorektales Karzinom. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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