Akute Diarrhö (Durchfall)

Eine akute Diarrhö wird meist durch Mikroorganismen wie Bakterien, Viren oder Parasiten hervorgerufen. Aber auch bestimmte Darmkrankheiten gehen mit akutem Durchfall einher. In den meisten Fällen jedoch reichen Ruhe und ausreichend Flüssigkeitszufuhr zur Heilung aus.

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Was ist eine akute Diarrhö?

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    Von einer Diarrhö (Durchfall) wird gesprochen, wenn der Stuhlgang häufiger als üblicherweise, in größeren Mengen und/oder deutlich flüssiger als gewöhnlich ausgeschieden wird:
    • häufiger als dreimal täglich
    • und/oder der Stuhl besteht zu 75 % aus Wasser
    • und/oder das Gewicht des Stuhls liegt über 250 g/Tag.
  • Eine akute Diarrhö wird fast immer von Mikroorganismen wie Bakterien, Parasiten und Viren verursacht. Sie wird daher oft als „akute infektiöse Diarrhö“ bezeichnet.
  • Als akut wird eine Diarrhö bezeichnet, die nicht länger als 14 Tage andauert (sonst chronische Diarrhö).
  • Je nach Schweregrad und Gesundheitszustand der betroffenen Person kann die Diarrhö kaum beeinträchtigen oder aber eine lebensgefährliche Krankheit darstellen.

Häufigkeit

  • Eine akute infektiöse Diarrhö zählt zu den häufigsten Erkrankungen beim Menschen.
  • Mehr als 90 % aller akuten Darminfektionen sind wahrscheinlich auf infektiöse Erreger zurückzuführen.
  • In Entwicklungsländern sind Durchfallerkrankungen bei Kindern bis zum Vorschulalter die Hauptursache für Todesfälle.
  • In Industrieländern sind bestimmte Gruppen besonders anfällig für eine akute Diarrhö: Personen mit Immunschwäche, Reisende, Kinder im Kindergarten sowie Patienten im Krankenhaus.

Beurteilung von akuter Diarrhö

  • Viele verschiedene Bakterien, Viren oder Parasiten können die Ursache sein.
  • Nach der Infektion dauert es je nach Erreger 1 bis ca. 16 Stunden (Bakterien) bzw. bis zu 50 Stunden (Norovirus) bis zum Auftreten der Beschwerden. Eine Durchfallerkrankung als Folge einer Antibiotikatherapie kann auch noch mehrere Wochen später auftreten.
  • Zu den prädisponierenden Faktoren zählen eine unzureichende Hygiene, der Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder verunreinigtem Wasser, die Ansteckung bei infizierten Menschen und der Einsatz von Antibiotika.
  • In den meisten Fällen heilen akute Durchfallerkrankungen von selbst.
  • Häufig sind mehr oder weniger intensive unterstützende Maßnahmen nötig, um den Körper vor Flüssigkeitsverlust zu schützen, dies kann von reichlich Trinken von Tee und Wasser oder auch Spezialnahrung bis zur Gabe von Flüssigkeit über eine Vene reichen. Besteht ein sehr starker Flüssigkeitsverlust mit Kreislaufschwäche und/oder anderen Symptomen, ist ggf. eine Behandlung im Krankenhaus nötig.
  • Anhand der Anamnese und der Art des Durchfalls lässt sich oft eingrenzen, welcher Erreger infrage kommt. Es ist selten nötig, genau nachzuweisen, welcher Keim vorliegt.
  • Auch eine spezielle, z. B. antibiotische Therapie ist nur selten notwendig. Dies kommt infrage, wenn die Betroffenen andere Begleitkrankheiten aufweisen (v. a. eine Immunschwäche), wenn sie körperlich deutlich beeinträchtigt/geschwächt sind und/oder wenn der Durchfall mit weiteren Symptomen wie starken Schmerzen, Blut im Stuhl etc. einhergeht.

Was kann die Ursache sein?

Infektiöse Ursachen

  • Durch Viren verursachte Diarrhö
    • Dies ist die häufigste Ursache, betrifft v. a. Kinder.
    • Häufig erkranken mehrere Personen im gleichen Zeitraum.
  • Durch Bakterien verursachte Diarrhö
    • In Industrieländern sind meist Bakterien wie Escherichia coli (E. coli), Campylobacter, Samonellen, Shigellen, Yersinien der Auslöser.
    • In anderen Ländern (oder nach Auslandsreisen) kommen die oben genannten Erreger infrage, zusätzlich jedoch aggressivere Varianten von E. coli sowie Amöben und andere Parasiten.
  • Morbus Whipple
    • Dabei handelt es sich um ein bestimmtes Bakterium, das selten vorkommt und neben der akuten Diarrhöe auch zu Gewichtsabnahme und Gelenkbeschwerden führt. 
    • Die Therapie erfolgt mit Antibiotika
  • Durch Pilze verursachte Diarrhö
    • Pilze sind selten die Ursache einer Diarrhö, allerdings können sie bei Patienten mit Immunschwäche zu Diarrhö führen.
  • Übertragungsweg
    • Die Keime werden über verdorbene Lebensmittel oder kontaminiertes Wasser übertragen (Bakterien, Viren).
    • Hat sich ein Mensch bereits infiziert, kann er z. B. durch verunreinigte Hände durch Kontakt auch weitere Personen anstecken (Bakterien und Viren); eine Übertragung kann auch per Tröpfchen über die Luft stattfinden (Viren).

Andere ursächliche Krankheiten

  • Die meisten der sonstigen Diarrhöen verlaufen eher chronisch.
  • Verschiedene Darmkrankheiten gehen mit Diarrhö einher, z. B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn (siehe weiter unten), Reizdarmsyndrom, ggf. Darmkrebs.
  • Ist die Funktion anderer Verdauungsorgane gestört (Bauchspeicheldrüse, Magen, Leber etc), kann Diarrhö eine Folge sein. Auch eine Überfunktion der Schilddrüse kann zugrunde liegen.
  • Unverträglichkeiten wie Milchzuckerintoleranz, Glutenunverträglichkeit
  • Diarrhö nach Antibiotikatherapie: Antibiotika schädigen meist auch die gesunden Bakterien im Darm, worauf der Körper oft mit Diarrhö reagiert. Die pseudomembranöse Kolitis ist eine Durchfallerkrankung, die nach Antibiotikatherapie auftreten kann und von dem Erreger Clostridium difficile verursacht wird.

Weitere Ursachen (Auswahl)

  • Manche Arzneimittel
  • Stress, Anspannung
  • Akute Durchblutungsstörungen des Darms (Darmischämie): Hier sind plötzliche, stärkste Bauchschmerzen typisch, akuter Durchfall kann auftreten; es handelt sich um einen Notfall.

Häufige spezifische Darminfektionen

  • Virale Darminfektionen
    • Hierbei handelt es sich um eine häufige Ursache für akute Diarrhö, vor allem bei Kindern. Die Erkrankung tritt häufig im Winter im Zuge einer Epidemie auf.
    • Es befindet sich meist kein Blut, Eiter oder Schleim im Stuhl.
    • In der Regel haben die Patienten nur zu Beginn Fieber, zusätzlich oft Gliederschmerzen
    • häufig Schmerzen durch Magen-/Bauchkrämpfe
    • Meist hält der Durchfall 2–4 Tage an.
  • Darminfektion mit Campylobacter jejuni
    • Häufig haben sich die Patienten im Ausland infiziert.
    • Die Bakterien kommen vor allem in Geflügelprodukten vor, können aber auch in Trinkwasser vorgefunden werden.
    • Die Inkubationszeit (Zeit von der Aufnahme des Keims bis zu Symptomen) beträgt typischerweise einige Tage.
    • Die Erkrankung äußert sich durch Fieber, grippeähnliche Symptome, Bauchschmerzen und wässrige Diarrhö (häufig blutig und schleimig).
  • Salmonellen-Infektion
    • Salmonellen-Infektionen sind oft mit Auslandsaufenthalten verbunden, treten aber auch in Industrieländern auf.
    • Die Bakterien sind häufig in ungekochten Fleischwaren wie Tatar, Hackfleisch, Mettwurst und Huhn sowie Muscheln, Eier, Speiseeis und Mayonnaise vorzufinden.
    • Die Inkubationszeit liegt zwischen 5 und 72 Stunden.
    • Eine Infektion zeigt sich durch akute Diarrhö (evtl. blutig), Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Fieber.
    • Meist heilt die Infektion nach 4–8 Tagen von selbst.
  • Shigellen-Infektion (Ruhr, Dysenterie)
    • Häufig infizieren sich die Patienten im Ausland.
    • Die Inkubationszeit beträgt 1–3 Tage.
    • Die Erkrankung beginnt üblicherweise plötzlich mit einer schweren Diarrhö und Fieber, Übelkeit und Erbrechen; hin und weder tritt blutiger und schleimiger Stuhl auf.
  • Lebensmittelvergiftung
    • Diese Erkrankung wird durch bakteriell kontaminierte Lebensmittel oder aber durch die Gifte (Toxine) bestimmter Bakterien ausgelöst.
    • Die Betroffenen beginnen entweder 1–6 Stunden nach Aufnahme des Erregers mit Erbrechen und/oder es entwickelt sich 6–24 nach Aufnahme eine Diarrhö.
    • Die Beschwerden können 1–3 Tage anhalten.
    • Die Patienten leiden üblicherweise unter Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Diarrhö.
  • Yersinien-Infektion
    • Diese Infektion ist meist inländischen Ursprungs und wird durch verunreinigte Lebensmittel oder Trinkwasser verursacht. 
    • Fieber, Bauchschmerzen, Diarrhö für 1–3 Wochen sind typisch.
    • In 10–30 % der Fälle kann es anschließend zu einer Gelenkentzündung (Arthritis), in 30 % der Fälle zu einer Hauterkrankung (Erythema nodosum) kommen.
  • Infektion mit Escherichia coli
    • Das Bakterium E. coli tritt in verschiedenen Subtypen auf, Durchfallerkrankungen werden oft durch den Typ EHEC ausgelöst.
    • Folge sind oft blutige Durchfälle.
    • Als Komplikation kann ein schweres Krankheitsbild, das hämolytisch-urämische Syndrom auftreten. 
  • Diarrhö durch Viren
  • Diarrhö durch Parasiten
    • Hier sind die Auslöser Giardia lamblia, Kryptosporidien oder Amöben.

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen als Ursache für Diarrhö

  • Colitis ulcerosa
    • Colitis ulcerosa tritt am häufigsten bei jungen Menschen und jungen Erwachsenen auf. Es handelt sich um eine chronische Dickdarmentzündung, die nahezu immer den Enddarm (Rektum) betrifft. Sie kann sich auf den rechten Dickdarmbereich oder sogar den gesamten Dickdarm ausdehnen. Der Dünndarm ist nicht betroffen.
    • Symptomatisch ist ein sehr häufiger Stuhlgang (5- bis 15-mal pro Tag) mit Blut-, Eiter- und Schleimbeimischungen. Oft kommt es zu krampfartigen Schmerzen im Enddarm und einem beeinträchtigten Allgemeinzustand.
  • Morbus Crohn
    • Am häufigsten tritt die Erkrankung bei jungen Menschen und jungen Erwachsenen auf. Es handelt sich um eine segmentale Entzündung der Darmwand, bei der 25 % der Betroffenen eine Entzündung im Dickdarm aufweisen. Bei 50 % sind sowohl Dickdarm als auch Dünndarm betroffen und bei 25 % tritt nur eine Entzündung im Dünndarm auf.
    • Die Symptome variieren. Zu typischen Kennzeichen zählen eine unblutige Diarrhö, anhaltende Kolikschmerzen sowie Analabszess- und Fistelausbildung um den Enddarm.

Was können Sie selbst tun?

Flüssigkeitszufuhr

  • Am wichtigsten ist es, ausreichend Flüssigkeit zuzuführen. Dies gilt insbesondere für kleine Kinder und ältere Menschen.
  • In den meisten Fällen reicht es, regelmäßig zu trinken, sodass über den ganzen Tage reichlich Flüssigkeit aufgenommen wird (ggf. bis 3–4 Liter pro Tag).
  • Versetzen Sie beispielsweise einen mit Zucker gesüßten und mit Wasser verdünnten Johannisbeersaft (o. ä. Saft) mit einem halben Teelöffel Salz pro Liter.
  • Lösungen mit 1–2 % Glukose und Elektrolyten in mäßiger Konzentration haben sich am besten bewährt (sind in Apotheken erhältlich.) Die Lösung ist in vielen kleinen Portionen häufig über den Tag verteilt zu verabreichen. Der Geschmack lässt sich durch ungesüßten Saft verbessern.
  • Softdrinks und Säfte enthalten viel Zucker (10–15 % Glukose). Dies kann den Flüssigkeitsverlust mit dem Stuhl noch erhöhen; solche Getränke sind daher zu meiden oder zumindest stark zu verdünnen.
  • Nahrung: Die Betroffenen sollten versuchen, leichte Kost in kleinen Portionen zu essen (nicht zu fetthaltig, keine blähenden Gemüse); z. B. Karotten, Haferflocken, helles Brot.

Kinder dürfen Milch trinken

  • In der Akutphase können Kinder weiterhin Milch trinken.
  • Die Milch sollte in geringer Menge und häufig verabreicht werden, z. B. alle 2 Stunden.
  • Kinder, die dazu neigen, die Milch zu erbrechen, sollten am Tag, nachdem die ersten Symptome aufgetreten sind, ein anderes Getränk zu sich nehmen. Danach können sie wie üblich Milch trinken.
  • Möglicherweise hören bei Kleinkindern die Beschwerden etwas schneller wieder auf, wenn sie vorübergehend laktosefreie Milch trinken. 
  • Stillkinder sind wie gewöhnlich zu stillen.

Kita- und Vorschuleinrichtungen, bestimmte Berufe

  • Kinder mit akuten Durchfallerkrankungen dürfen nach 48 Stunden Symptomfreiheit wieder Kita- und Vorschuleinrichtungen besuchen. Dies gilt auch für Kleinkinder.
  • Kinder mit einer Neigung zu weichem Stuhl müssen Kita- und Vorschuleinrichtungen nicht fernbleiben. Die Eltern entscheiden darüber, ob ein Kind eine pathologische (krankhafte) Diarrhö aufweist.
  • Beim Verdacht, dass eine Durchfallerkrankung durch Mikroben ausgelöst wurde, die durch Lebensmittel übertragen wurden (z. B. nach einer Auslandsreise), ist das Kind ärztlich zu untersuchen. Zudem muss untersucht werden, ob andere Kinder in der Kita- oder Vorschuleinrichtung entsprechende Symptome aufweisen.
  • Wer beruflich mit Lebensmitteln zu tun hat, muss nach einer Durchfallerkrankung ebenfalls mindestens 2 Tage symptomfrei sein, bevor er/sie die Tätigkeit wieder aufnimmt. Auf sehr sorgfältige Hygiene ist zu achten!

Weitere Ratschläge/Hygiene

  • Ist ein Familienmitglied an Durchfall erkrankt, sollten alle besonders auf die Hygiene achten, v. a. auf regelmäßiges Händewaschen. 
  • Nach Pflege/Kontakt mit dem Erkrankten müssen stets die Hände gewaschen werden, Handtücher etc. sollten nicht von mehreren Personen genutzt werden.
  • Möglicherweise können manche Arten von Probiotika die Krankheitsdauer verkürzen.

Wann ist eine ärztliche Behandlung erforderlich?

  • In den meisten Fällen ist eine akute Diarrhö ungefährlich und verschwindet wieder von selbst.
  • Kranke und erschöpfte Säuglinge mit schwerem Durchfall müssen unbedingt ärztlich untersucht werden.
  • Bei Erwachsenen mit langwieriger oder schwerer Diarrhö und einem geschwächten Allgemeinzustand ist ebenfalls eine ärztlich Untersuchung und ggf. Therapie wichtig.
  • Besteht der Verdacht auf eine zugrunde liegende Erkrankung (Stoffwechselkrankheit, Leber-/Bauchspeicheldrüsenerkrankung, bisher nicht bekannte chronisch entzündliche Darmkrankheit), sollte dies von einem Arzt/einer Ärztin abgeklärt werden. 

Wie geht die Ärztin/der Arzt vor?

Anamnese

Die Ärztin/der Arzt kann Ihnen folgende Fragen stellen:

  • Seit wann besteht die Diarrhö?
  • Was hat Ihrer Meinung nach die Diarrhö verursacht?
  • Fühlen Sie sich krank, erschöpft und haben Fieber?
  • Waren Sie im Ausland oder haben Sie importierte Lebensmittel zu sich genommen?
  • Wie oft hatten Sie Stuhlgang pro Tag?
  • Handelt es sich um eine große Stuhlmenge?
  • Ist der Stuhl wässrig?
  • Sind Blut und Schleim im Stuhl vorhanden?
  • Haben Sie Krämpfe im Enddarm?
  • Herrschen Übelkeit und Erbrechen vor?
  • Wurden Sie vor kurzem mit Antibiotika behandelt?

Ärztliche Untersuchung

  • Eine Beurteilung des Flüssigkeitshaushalts ist insbesondere bei Kleinkindern und älteren Menschen sowie bei Menschen in allgemein eingeschränktem Gesundheitszustand wichtig.
  • Die Ärztin/der Arzt wird zudem eine sorgfältige allgemeine körperliche Untersuchung durchführen.

Andere Untersuchungen

  • Dies ist normalerweise nicht notwendig.
  • Bei länger anhaltendem Durchfall und einer schweren akuten Diarrhö können verschiedene Blutuntersuchungen sinnvoll sein. In diesen Fällen ist auch die Abgabe einer Stuhlprobe sinnvoll, damit die Infektionsursache ärztlich ermittelt werden kann.

Überweisung an einen Spezialisten oder ein Krankenhaus

  • Für stark dehydrierte Kinder ist eine Flüssigkeitstherapie und sonstige Behandlung im Krankenhaus wichtig.
  • Das Gleiche gilt für Erwachsene bei Anzeichen für eine schwere Dehydrierung und/oder einen stark herabgesetzten Allgemeinzustand bzw. vorliegenden Begleitkrankheiten.

Therapiemöglichkeiten mit Medikamenten

  • Loperamid: Dieses Medikament wirkt Durchfall entgegen und kann bei anhaltendem starken Beschwerden für kurze Zeit eingesetzt werden. Allerdings werden durch den flüssigen Stuhl die verursachenden Keime möglichst schnell ausgeschieden; daher ist sorgfältig abzuwägen, ob Loperamid im Einzelfall sinnvoll ist. 
  • Bei Erbrechen können Medikamente gegen den Brechreiz sinnvoll sein, bei starken Schmerzen Paracetamol (nicht Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen o. Ä.) oder Wirkstoffe gegen Muskelkrämpfe.
  • Antibiotika sind nur bei bestimmten Erregern oder in bestimmten Situationen sinnvoll bzw. notwendig. Denn diese können selbst Ursache für eine weitere Durchfallerkrankung (pseudomembranösen Kolitis durch den Erreger Clostridium difficile), die dann spezielle Antibiotika erfordert. Zudem können Antibiotika auch unabhängig von dieser Infektion die Darmschleimhaut schädigen.

Weitere Informationen

Autoren

  • Susanne Meinrenken, Dr. med., Bremen

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Diarrhö, akute. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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