Vollkornbrot ist eine gute Quelle für Ballaststoffe.

Verstopfung und Ernährung

In der geringen Zufuhr von ballaststoffreichen Nahrungsmitteln und Flüssigkeit und zu wenig körperlicher Aktivität sind häufige Ursachen für Verstopfung zu suchen.

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Verstopfung

Hafergrütze

Häufige Ursachen für Verstopfung sind eine geringe Zufuhr von ballaststoffreichen Nahrungsmitteln und Flüssigkeit und zu wenig körperliche Aktivität. Bei Patienten und Heimbewohnern tritt daher nicht selten Verstopfung auf. Auch ältere Menschen und Kleinkinder sind häufig davon betroffen. Gelegentlich können Erkrankungen die Ursache von Verstopfung sein.

Ballaststoffe

Verschiedene Arten von Ballaststoffen haben unterschiedliche Auswirkungen auf die Darmfunktion. Zellulose und Hemizellulose aus Getreide wirken sich besonders günstig bei Verstopfung aus, da der größte Teil dieser Substanzen unverändert den Dickdarm passiert. Ballaststoffe binden Flüssigkeit und sorgen dafür, dass der Darminhalt weicher wird und an Volumen zunimmt. Die Passagedauer durch Dick- und Dünndarm wird dadurch verkürzt.

Alltagskost

Brot, Getreideprodukte, Körner und Mehl mit einem hohen Vollkornanteil (mindestens 50 %) sind empfehlenswert. Kartoffeln, Gemüse und Früchte haben ebenfalls einen günstigen Einfluss auf die Darmfunktion. Sauermilch und Joghurt sind normaler Milch vorzuziehen. Aus Milch und Weißmehl gekochte Gerichte können Verstopfung begünstigen.

Unwohlsein infolge von Ballaststoffen?

Nach einer vermehrten Zufuhr von Ballaststoffen kann es vorübergehend zu Gasbildung und Unwohlsein kommen. Die Zufuhr von Ballaststoffen sollte aus diesem Grund allmählich gesteigert werden. Gleichzeitig ist darauf zu achten, dass ausreichend Flüssigkeit aufgenommen wird. Kleie kann die Resorption von Kalzium, Eisen und anderen Spurenelementen hemmen. Dies ist besonders bei älteren Menschen und Kindern zu beachten.

Regelmäßige Mahlzeiten und Stuhlgewohnheiten

Regelmäßige Mahlzeiten und Stuhlgewohnheiten sowie regelmäßige körperliche Aktivität entsprechend den individuellen Möglichkeiten sind darüber hinaus von großer Bedeutung. Die Anwendung von Abführmitteln sollte soweit möglich vermieden werden.

Weiterführende Informationen

Autoren

  • Philipp Ollenschläger, Medizinjournalist, Köln