Intelligenzminderung bei Erwachsenen

Allgemeine Informationen

Definition

  • Definition nach DSN-V, 20131
    • Intellectual disability (intellectual developmental disorder) ersetzt den Begriff „mental retardation" aus dem DSM-IV. Die Diagnose umfasst Beeinträchtigungen allgemeiner psychischer Fähigkeiten, die wiederum das adaptive Funktionsniveau in drei Domänen oder Bereichen behindern. Die drei Domänen sind:
      • die konzeptionelle, die Sprache, Lesen, Schreiben, Mathemathik, Urteilen, Denken, Wissen und Gedächtnis einschließt,
      • die soziale Domäne mit Empathie, sozialem Urteilsvermögen, interpersonellen Kommunikationsfähigkeiten, Fähigkeiten zur Beziehungsaufnahme und zum Halten dieser und nicht
        zuletzt
      • die praktische Domäne, die auf Selbstmanagement, Hygiene, berufliche Verantwortlichkeit, Umgehen mit Geld, Freizeitverhalten, Schulbesuch und andere Arbeitsaufgaben fokussiert.
  • Kriterien laut ICD-10:
    • signifikant unterdurchschnittliche Intelligenz, entspricht einem IQ von 70 oder weniger
    • Beginn vor dem vollendeten 18. Lebensjahr
    • signifikante Abweichungen bei adaptiven Fähigkeiten in alltäglichen Funktionen.
  • Kriterien laut deutschem Sozialrecht (SGB IX, §2 Abs. 1, Satz 1)
    • Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft beeinträchtigt.1

Vorbereitung von Arztbesuchen

Gesundheitscheck bei Intelligenzstörung

Medizinische Problemstellungen

Rechtliche Fragen