Chorea minor (rheumatische Chorea)

Zusammenfassung

  • Definition: Leitsymptom bei rheumatischem Fieber. Komplikation nach Streptokokkeninfektion des Rachens.
  • Häufigkeit: Sehr seltene Erkrankung, da rheumatisches Fieber in der westlichen Welt stark zurückgegangen ist.
  • Symptome: Chorea, emotionale Instabilität und Hypotonie können ein bis sechs Monate nach der Primärinfektion auftreten.
  • Untersuchung: Sensibilität und Reflexe unverändert, unstetiger Griff beim Händedruck und Episoden mit Protrusion der Zunge.
  • Diagnostik: Echokardiographie zur Untersuchung von Anzeichen auf Endokarditis, gelegentlich können Streptokokken-Antikörper nachgewiesen werden.
  • Therapie: Keine Heilbehandlung möglich. Penicillin-Therapie wird oft empfohlen.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Chorea minor kann sich infolge einer Streptokokkeninfektion entwickeln. Die Erkrankung wurde erstmals von Thomas Sydenham im Jahr 16861 beschrieben und wird deshalb auch als Chorea Sydenham bezeichnet.
  • Sie ist eines der Leitsymptome von rheumatischem Fieber, das durch Chorea, emotionale Instabilität und Muskelhypotonie gekennzeichnet ist. Die Erkrankung ist transient und ungefährlich.
  • Mit Chorea werden unfreiwillige, unregelmäßige, schnelle, asymmetrische Bewegungen von Gliedmaßen oder Kopf/Gesicht bezeichnet.
  • Die Bewegungen erfüllen keinen Zweck, die Patienten versuchen jedoch gelegentlich so zu tun, als seien sie beabsichtigt, um weniger aufzufallen.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen