Parkinson-Syndrom

Zusammenfassung

  • Definition: Eine progrediente, neurodegenerative Erkrankung, bei der sich allmählich Symptome eines Dopaminmangels entwickeln.
  • Häufigkeit:Die Prävalenz liegt etwa bei 108–257/100.000 Einwohner, die jährliche Inzidenz bei 11–19/100.000 Einwohnern.
  • Symptome: Leitsymptome sind Ruhetremor, Rigor, Akinese/Bradykinese und Standunsicherheit.
  • Befunde:Akinese/Bradykinese mit mindestens einem weiteren der genannten Leitsymptome. Häufig ist der Tremor das erste Symptom.
  • Diagnostik: Die Syndromdiagnose stützt sich ausschließlich auf den klinischen Befund. Weitere Untersuchungen dienen vor allem der differenzialdiagnostischen Abklärung der Parkinson-Ursache und der meist vorhandenen Komorbidität.
  • Therapie: Zur medikamentösen Therapie werden Levodopa, COMT-Hemmer, MAO-B-Hemmer und/oder Dopaminagonisten eingesetzt. Die Behandlung erfolgt im Rahmen eines multimodalen Therapiekonzepts und schließt in der Regel Physiotherapie, Ergotherapie sowie psychosoziale und neuropsychologische Interventionen ein.

Allgemeine Informationen

Definition1

  • Parkinson-Syndrom, auch Parkinsonismus
    • Ist durch eine Akinese in Kombination mit mindestens einem der folgenden Leitsymptome gekennzeichnet:
      • Ruhetremor
      • Rigor
      • Standunsicherheit (posturale Instabilität).
    • Man unterscheidet:
      • idiopathisches Parkinsonsyndrom, auch Parkinsonkrankheit oder Morbus Parkinson
      • genetische Formen
      • Parkinsonsyndrome im Rahmen anderer neurodegenerativer Erkrankungen (atypische Parkinsonsyndrome)
      • symptomatische (sekundäre Parkinsonsyndrome), z. B. medikamentös bedingt.2
  • Das idiopathische Parkinson-Syndrom ist eine progressive, degenerative Erkrankung des Gehirns, die vor allem die Substantia nigra betrifft. Allmählich entwickeln sich Symptome eines Dopaminmangels.3-5
    • Die Symptome treten in der Regel asymmetrisch auf und sprechen auf dopaminerge Wirkstoffe an.
    • Primär beruht die Erkrankung auf degenerativen Veränderungen, insbesondere auf dem Verlust der dopaminergen Zellen in der Substantia nigra und Lewy-Körperchen in den entsprechenden Neuronen.
    • Die Erkrankung wurde 1817 von dem englischen Arzt James Parkinson erstmalig beschrieben.
  • Beim idiopathischen Parkinson-Syndrom unterscheidet man folgende Unterformen:
    • akinetisch-rigider Typ
    • Äquivalenz-Typ
    • Tremordominanz-Typ
    • monosymptomatischer Ruhetremor (seltene Variante).

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen