Migräne

Zusammenfassung

  • Definition:Die Migräne ist eine primäre, episodische Kopfschmerzerkrankung, die häufig mit verschiedenen neurologischen, gastrointestinalen und autonomen Veränderungen einhergeht. Die Migräne scheint eher eine Erkrankung des Gehirns als eine Erkrankung der Blutgefäße zu sein.
  • Häufigkeit:Die Prävalenz wird bei Frauen auf etwa 15 % und bei Männern auf 7 % beziffert.
  • Symptome:Es treten Kopfschmerzattacken mit oder ohne Aura auf, die unbehandelt zwischen 4 und 72 Stunden andauern.
  • Untersuchung:In der Regel ist die Anamnese zielführend und der klinisch-neurologische Befund unauffällig.
  • Diagnostik:Es gibt keine spezifischen Untersuchungen oder Tests, die diagnostische Bedeutung hätten. Andere Kopfschmerzursachen müssen ggf. ausgeschlossen werden.
  • Therapie:Zur Therapie können Analgetika, NSAR und Triptane eingesetzt werden. Eine medikamentöse Prophylaxe ist zu erwägen. Nichtmedikamentöse Therapieverfahren wie Akupunktur und Entspannungsverfahren sind ebenfalls wirksam.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Die Migräne zählt zu den primären Kopfschmerzsyndromen, d. h. der Kopfschmerz ist keiner anderen Erkrankung kausal zuzuordnen.1
  • Die Migräne ist eine episodisch auftretende Kopfschmerzerkrankung, die durch verschiedene Kombinationen neurologischer, gastrointestinaler und autonomer Veränderungen gekennzeichnet ist.
  • Merkmale2
    • Die Schmerzen werden häufig von Übelkeit und Erbrechen sowie Photo- und Phonophobie begleitet.
    • Sie verstärken sich bei körperlicher Anstrengung.
    • Die Seitenlokalisation kann von Attacke zu Attacke unterschiedlich sein.
    • Attackenweise heftige, häufig einseitige pulsierend-pochende Kopfschmerzen, die bei körperlicher Betätigung an Intensität zunehmen.
      • Bei 1/3 der Patienten bestehen holokranielle Kopfschmerzen.
    • Die einzelnen Attacken sind begleitet von:
      • Appetitlosigkeit (fast immer)
      • Übelkeit (80 %)
      • Erbrechen (40–50 %)
      • Lichtscheu (60 %)
      • Lärmempfindlichkeit (50 %)
      • Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Gerüchen (10 %).
    • Wenn die Kopfschmerzen einseitig sind, können sie innerhalb einer Attacke oder von Attacke zu Attacke die Seite wechseln.
    • Die Intensität der Attacken kann von Attacke zu Attacke stark variieren.
    • Die Dauer der Attacken beträgt nach der Definition der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft zwischen 4 und 72 Stunden.
    • Bei Kindern sind die Attacken kürzer und können auch ohne Kopfschmerzen nur mit heftiger Übelkeit, Erbrechen und Schwindel einhergehen.
  • Es wird zwischen der Migräne mit und der Migräne ohne Aura unterschieden.
  • Viele Patienten mit Migräne leiden auch unter Spannungskopfschmerzen.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

Weitere Informationen

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