Hirnmetastasen

Zusammenfassung

  • Definition: Hirnmetastasen entstehen durch Metastasierung eines Primärtumors in das Gehirn und können dort zu Hirnschäden und neurologischen Symptomen führen. Auch im Bereich des Rückenmarks können solide spinale Metastasen auftreten. Eine diffuse Metastasierung im Subarachnoidalraum wird als Meningeosis neoplastica bezeichnet.
  • Häufigkeit: Etwa 20–40 % aller Patienten mit systemischer Tumorerkrankung entwickeln im Verlauf Hirnmetastasen. Die häufigsten Primärtumoren sind das Bronchialkarzinom bei Männern und das Mammakarzinom bei Frauen.
  • Symptome: Die Symptome sind abhängig von der Größe und Lokalisation der Hirnmetastasen. Häufig sind Kopfschmerzen, epileptische Anfälle, motorische und sensible Defizite sowie Sprach- oder Sprechstörungen.
  • Befunde: In der klinischen und neurologischen Untersuchung können sich fokale Defizite und Zeichen erhöhten Hirndrucks zeigen.
  • Diagnostik: Die wichtigste diagnostische Maßnahme ist eine zerebrale Bildgebung (MRT oder CT des Schädels), auch mit Kontrastmittel. In einigen Fällen weitere Diagnostik, wie z. B. histologische Untersuchung, Primärtumorsuche oder Liquoruntersuchung.
  • Therapie: Die wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten sind operative Resektion, Radiochirurgie, Ganzhirnbestrahlung und medikamentöse Tumortherapie. Als supportive Therapien kommen Kortikosteroide und Antikonvulsiva zum Einsatz. Die Wahl des therapeutischen Vorgehens ist von individuellen Faktoren abhängig.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Hirnmetastasen entstehen durch hämatogene Streuung (Metastasierung) von Malignomen verschiedener Art und Lokalisation.
  • Bei 20–40 % aller Patienten mit systemischen Malignomen kommt es zu einer zerebralen Metastasierung.1-2
  • Die häufigsten Primärtumoren:3
  • Die Symptomatik variiert je nach Lokalisation und Größe der Metastasten.
    • Häufige Beschwerden sind Kopfschmerzen, Paresen, Wesensveränderungen und epileptische Anfälle.
    • Symptome von Hirnmetastasen können sich vor denen des Primärtumors manifestieren.
  • Die Prognose von Hirnmetastasen ist mit einer durchschnittlichen Überlebenszeit von 3–6 Monaten in den meisten Fällen schlecht.1
  • Die selteneren spinalen Metastasen liegen meist extradural und können zu Rückenschmerzen und fortschreitendem Querschnittsyndrom führen.
  • Eine diffuse Metastasierung in die Hirnhäute und den Subarachnoidalraum wird als Meningeosis neoplastica bezeichnet.1,3
    • Tritt meist erst in einer späten Phase der Erkrankung auf und bedeutet oft eine infauste Prognose.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

Illustrationen