Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)

Zusammenfassung

  • Definition:Eine Erkrankung, die mit einem schwerwiegenden und anhaltenden Gefühl der Erschöpfung oder Antriebslosigkeit sowie verschiedenen Zusatzsymptomen einhergeht. Es existieren verschiedene Synonyme: chronisches Müdigkeitssyndrom, CFS/ME oder systemische Belastungsintoleranzerkrankung (SEID). Ätiologie und Verlauf sind heterogen und immer individuell zu erheben. Die Existenz des CFS als eigene Krankheitsentität wird auch heutzutage weiterhin kontrovers diskutiert.
  • Häufigkeit:Die Prävalenz liegt bei etwa 0,2–0,4 % der Bevölkerung. Das CFS spielt in Deutschland bei der Diagnosestellung nur eine untergeordnete Rolle, viele Patienten werden hier eher als depressiv oder „neurasthenisch“ kategorisiert. Im angelsächsichen Raum spielt das CFS, auch im Bewusstsein der Allgemeinbevölkerung, eine größere Rolle, ohne jedoch dass dort höhere Prävalenzen vorliegen.
  • Symptome:Das Hauptsymptom ist eine anhaltende Erschöpfung nach Anstrengung, die zu einer wesentlichen funktionellen Einschränkung führt und sich nicht auf normale Weise durch Ruhe bessert. Die Symptome müssen neu aufgetreten sein bzw. einen konkreten Beginn haben, anhaltend sein und zu erheblichen funktionellen Beeinträchtigungen führen.
  • Untersuchung:Es können folgende Zusatzbefunde vorliegen: Gedächtnis- und/oder Konzentrationsstörungen, Halsschmerzen, empfindliche Lymphknoten, Muskelschmerzen, Schmerzen in mehreren Gelenken, neu aufgetretener Kopfschmerz, fehlendes Gefühl der Erholung nach dem Schlaf sowie mindestens 24 Stunden lang nach Anstrengung ein verstärktes Krankheitsgefühl.
  • Diagnostik:Auch umfassende diagnostische Maßnahmen ergeben keine pathologischen Befunde und dienen vor allem der Abgrenzung von Differenzialdiagnosen.
  • Therapie: Aufgrund der individuellen Ausprägung der Erkrankung sind keine generellen Therapieempfehlungen möglich. Eine kognitive Therapie mit Vermittlung von Bewältigungstechniken sowie eine individuelle Bewegungstherapie mit stufenweiser Aktivierung können Wirkung zeigen, werden von Patientenselbsthilfegruppen jedoch häufig abgelehnt. 

Allgemeine Informationen

Definition

  • Müdigkeit wird definiert als subjektives Empfinden von Müdigkeit, das in verschiedenen Formulierungen von Patienten vorgetragen wird: Schlappheit, Mangel an Energie, Erschöpfung, Ermüdung, frühe Ermüdbarkeit, Schläfrigkeit, Einschlafneigung tagsüber etc.1
  • Davon abzugrenzen ist die eigene Entität des chronischen Müdigkeitssyndroms (CFS, Chronic Fatigue Syndrome), für das jedoch derzeit große Unsicherheiten hinsichtlich Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten bestehen.

Diagnostik

Therapie

Verlauf und Prognose

Patienteninformationen