Migräne

Bei einer Migräne treten Kopfschmerzen meist anfallsartig auf. Die Schmerzen sind dabei oft einseitig, pulsierend oder pochend und dauern 4–72 Stunden an. Häufig werden sie von Übelkeit und Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit begleitet. Eine Aura kann im Vorfeld auftreten, ist jedoch nicht zwingend vorhanden.

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Was ist die Migräne?

Bei der Migräne treten anfallsartige Kopfschmerzen auf, die meist einseitig lokalisiert sind und einen pochenden oder pulsierenden Schmerzcharakter aufweisen. Die genaue Ursache ist bisher nicht bekannt. Man kennt allerdings Triggerfaktoren, die Migräneanfälle auslösen können. Hierzu zählen z. B. Stress, hormonelle Veränderungen oder bestimmte Nahrungsmittel.

Die Migräne ist in Unterformen eingeteilt. Eine relativ häufige Variante bei Frauen ist die menstruelle Migräne.

10–20 % der Patientinnen mit Migräne haben eine sogenannte Aura. Während der Aura treten vorübergehende Symptome wie beispielsweise Flimmersehen, Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Lähmungen auf, die der Migräneattacke vorausgehen.

Die Migräne beginnt häufig in der Jugend und tritt bei Frauen (12–24 %) etwas häufiger auf als bei Männern (6–8 %). Nach dem 40. Lebensjahr tritt die Migräne als Neuerkrankung nur noch selten auf.

Symptome

Die „klassische" Migräne zeigt einen typischen Verlauf:

  • Frühsymptome können bereits mehrere Stunden bis Tage vor Eintreten der Schmerzen auf eine Migräneattacke hinweisen. Beispielsweise können Patienten ein vermehrtes Hungergefühl oder eine depressive Verstimmung empfinden.
  • Eine Aura ist nicht zwingend vorhanden, tritt jedoch bei zirka 20 % der Patienten vor Eintritt der Kopfschmerzen auf. Sie entwickelt sich innerhalb von 5–20 Minuten und hält weniger als 60 Minuten an. Am häufigsten ist die Aura visuell, sprich der Patient hat vermehrte oder verminderte Seheindrücke, wie Flimmersehen, Zickzacklinien oder Verschwommensehen. Seltener treten Taubheitsgefühle in Gesicht, Arm oder Bein, Lähmungen, Schwindel oder Sprachstörungen als Aurasymptome auf.
  • Die anschließend einsetzenden mäßigen bis starken Kopfschmerzen sind klassischerweise einseitig (60 %), von pochendem oder pulsierendem Charakter und dauern 4–72 Stunden an. Der Schmerz kann hinter dem Auge oder der Schläfe lokalisiert sein. Bei anderen Personen tritt er diffus über beide Kopfseiten verteilt auf, jedoch selten im Hinterkopf. Er wird in der Regel durch körperliche Aktivität verstärkt und ist oft von Übelkeit/Erbrechen sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit begleitet. Zusätzliche Nackenschmerzen treten bei 75 % der Betroffenen auf. Migräneattacken gehen oft mit einem verminderten Appetit einher. Patienten halten sich meistens in einem abgedunkelten, ruhigen Raum auf, bis die Schmerzen vorüber sind.
  • Die Erholungsphase kann einige Stunden dauern. Die Patienten fühlen sich meist müde, schlapp und reizbar. Die Konzentrationsfähigkeit kann vermindert sein.

Ursachen

Die Ursache dieser Erkrankung ist nicht vollständig geklärt. Wahrscheinlich sind eine Erweiterung und eine anschließende Verengung der Blutgefäße des Kopfes für die Entstehung der Kopfschmerzen verantwortlich. Zudem besteht eine familiäre Häufung der Migräne, was nahelegt, dass genetische Faktoren eine Rolle in der Entstehung einer Migräne spielen.

Da Frauen häufiger als Männer betroffen sind, geht man außerdem von einer hormonellen Komponente aus. Oft gibt es eine Assoziation zum weiblichen Menstruationszyklus.

Auslösende Faktoren für eine Migräneattacke, sogenannte Trigger, können sein:

  • Stress/Anspannung
  • Entspannung nach einer stressigen Phase
  • Schlafmangel
  • Unregelmäßige Mahlzeiten
  • Helles Licht oder laute Geräusche
  • Bestimmte Lebensmittel und Gewürze (z. B. Käse, Orangen, Schokolade, Wein)
  • Umweltfaktoren wie Hitze, Kälte
  • Körperliche Anstrengung.

Diagnostik

Oft kann der Arzt bereits anhand der geschilderten Symptome eine Migräne diagnostizieren. Trotzdem ist eine einmalige Abklärung der Kopfschmerzen empfehlenswert. Dies geschieht meist durch eine neurologische Untersuchung. Zudem kann der Arzt eine Bildgebung, z. B. ein MRT, oder weitere Spezialuntersuchungen, z. B. die Entnahme von Zerebrospinalflüssigkeit, vorschlagen.

Bei unklarer Abgrenzung zu anderen Kopfschmerzformen kann ein Schmerztagebuch hilfreich sein. Sollten sich Ihre Kopfschmerzen innerhalb kurzer Zeit geändert oder unverhältnismäßig verstärkt haben, besuchen Sie bitte Ihren Arzt.

Behandlung

Das Ziel der Behandlung ist die Reduktion der Schmerzen während der akuten Migräneattacke sowie die Verhinderung erneuter Attacken.

Den wichtigsten Teil der Behandlung leisten Sie selbst durch die Vermeidung derjenigen Trigger, die bei Ihnen Migräneattacken auslösen. Dazu gehört die Vermeidung von Stress, die Regulation des Schlaf-Wach-Rhythmus und der Nahrungszufuhr, das Einüben von Entspannungsmethoden sowie regelmäßige körperliche Bewegung. Diese Maßnahmen können die Anfallshäufigkeit effektiv reduzieren.

Tritt dennoch eine Migräneattacke auf, kann lokale Kühlung des Kopfes, z. B. durch einen Eisbeutel, körperliche Ruhe und eine Reizabschirmung durch den Aufenthalt an einem dunklen, ruhigen Ort Abhilfe schaffen.

Reicht dies nicht aus, gibt es wirksame Medikamente, die den Schmerz reduzieren können. Gewöhnliche Schmerzmittel wie z. B. Paracetamol oder Ibuprofen haben häufig eine gute Wirkung und werden ohne Rezept in der Apotheke verkauft. Wenn Sie unter einer bekannten Migräne leiden, können Sie diese unter Absprache mit Ihrem Arzt bereits einnehmen, wenn Sie merken, dass Sie Kopfschmerzen bekommen. Beachten Sie dabei die maximal zugelassene Tagesdosis. Unter Umständen kann auch ein Medikament gegen Übelkeit sinnvoll sein. Wenn dies nicht ausreichend ist, gibt es bestimmte Medikamente, die speziell für die Behandlung von Migräneattacken entwickelt wurden (Triptane). Wenn Sie Fragen zu den Medikamenten haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Es ist wichtig, nicht mehr Schmerzmittel einzunehmen, als absolut notwendig ist. Ein hoher Verbrauch kann langfristig die Kopfschmerzbeschwerden verschlimmern. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie an mehreren Tagen im Monat Schmerzmittel einnehmen müssen, um schmerzfrei zu werden, oder wenn die bisherige Dosis nicht mehr ausreichend ist.

Bei drei oder mehr Anfällen pro Monat können Sie außerdem mit Ihrem Arzt besprechen, ob eine kontinuierliche Behandlung mit vorbeugenden Medikamenten für Sie sinnvoll ist.

Prognose

Bei vielen Frauen schwächt sich die Migräne nach der Menopause ab oder verschwindet ganz. Auch bei vielen Männern kommt es im höheren Alter zu einer Besserung.

Weitere Informationen

Autoren

  • Marleen Mayer, Ärztin, Mannheim

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Migräne. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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