Karpaltunnelsyndrom

Beim Karpaltunnel handelt es sich um einen engen Kanal zwischen den Handwurzelknochen und einem breiten Bindegewebsband am Handgelenk (Retinaculum flexorum). Durch den Karpaltunnel verlaufen Sehnen, Blutgefäße und Nerven; der größte Nerv ist hier der Nervus medianus (Medianusnerv). Wird dieser eingeengt, entstehen Beschwerden: das Karpaltunnelsyndrom.

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Was ist das Karpaltunnelsyndrom?

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Karpaltunnelsyndrom, Anatomie und Symptome

Unterhalb der Handfläche verläuft am Handgelenk unter der Haut ein breites bindegewebiges Band (Karpalband), das die Unterarmsehnen umhüllt und schützt. Zusammen mit den Handwurzelknochen bildet diese Sehnenplatte einen anatomischen Tunnel, der als Karpaltunnel (Carpus = Griechisch für Handwurzel) bezeichnet wird.

Durch den Karpaltunnel verlaufen Sehnen, Blutgefäße und Nerven auf ihrem Weg vom Unterarm in die Hand. Der größte dort befindliche Nerv heißt Nervus medianus (Medianusnerv). Er ist einer der drei Hauptnerven von Unterarm und Hand. Von ihm werden mehrere Muskeln in Unterarm und Hand versorgt (motorische Funktion). Zudem umfasst er auch die Nervenfasern zur sensiblen Innervation (d. h. des Gefühlssinns) von Hand und Fingern, einschließlich der Handflächenseite (Palmarseite) von Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger und halbem Ringfinger (die Hälfte, die zum Mittelfinger weist).

Wenn der Nervus medianus im Karpaltunnel eingeengt oder gereizt wird, kommt es zu Schmerzen und Ausfall der Sensibilität oder auch Missempfindungen in den genannten Bereichen.

Beim Pronator-Syndrom wird der Nervus medianus ebenfalls eingeengt, allerdings im Bereich des Ellenbogens. Auch hier treten Gefühlsstörungen auf, die aber meist nur den Daumenballen betreffen.

Vorkommen

Das Karpaltunnelsyndrom tritt bei etwa 10 % der erwachsenen Bevölkerung auf. Frauen sind 3-mal so oft davon betroffen wie Männer, ältere Menschen häufiger als jüngere. Bei einigen Berufen kommt das Syndrom häufiger vor (siehe unten). Manche Frauen entwickeln diese Erkrankung im Rahmen ihrer Schwangerschaft; die Beschwerden lassen dann nach der Geburt wieder nach. Wahrscheinlich hat dies mit der erhöhten Wassermenge im Gewebe (Ödeme) während der Schwangerschaft zu tun, die den verfügbaren Raum im Karpaltunnel vermindert.

Nerven wie den Nervus medianus bezeichnen Ärzte als peripheren Nerven, weil diese weit entfernt vom Gehirn und Rückenmark in den Armen oder Beinen verlaufen. Von den Erkrankungen der peripheren Nerven infolge Einengung ist das Karpaltunnelsyndrom die häufigste. 

Ursachen

Die Beschwerden beim Karpaltunnelsyndrom entstehen, weil der Nervus medianus im Karpaltunnel eingeengt bzw. gereizt wird. Durch den zunehmenden Druck auf die Nervenfasern lagern diese Wasser ein und schwellen an, wodurch das Gewebe geschädigt wird. Als häufigste Ursache gelten entzündliche Reaktionen, die zu einer Flüssigkeitsansammlung und Schwellung im Kanal und somit zu einer Komprimierung des Nervs führen. Häufig lässt sich nicht herausfinden, warum es zu diesen entzündlichen Prozessen kommt, es gibt jedoch auch diagnostizierbare Gründe: Die Entzündung kann zum Beispiel von Sehnen ausgehen oder von einer chronischen Gelenkentzündung (Arthritis) u. a. herrühren. In manchen Familien tritt das Karpaltunnelsyndrom gehäuft auf; die Gründe dafür sind jedoch nicht geklärt.

Das Karpaltunnelsyndrom kann auch von anderen Krankheiten oder Verletzungen verursacht werden. Es kann infolge von Handgelenksfrakturen oder aufgrund von Tumoren, Knochenveränderungen oder übermäßigem Bindegewebswachstum im Bereich des Karpaltunnels auftreten, weil sich dieser verengt. Auch nach Operationen in diesem Bereich kann ein solches Syndrom auftreten. Ursache können aber auch z. B. Stoffwechselkrankheiten sein, wie eine Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes mellitus, Nierenfunktionsstörungen. Schwangere Frauen oder übergewichtige Menschen leiden im Vergleich auch häufiger an einem solchen Syndrom. Zudem können die Beschwerden sich auch infolge von oft wiederholten, monotonen Handbewegungen entwickeln, wie z. B. bei bestimmten Berufen. Zu den besonders betroffenen Berufsgruppen zählen Friseure, Monteure, Industriearbeiter, Reinigungskräfte und Menschen, die mit vibrierenden Werkzeugen arbeiten. Auch immer wiederkehrende Handbewegungen wie bei der Gartenarbeit oder beim Stricken können ein solches Syndrom verursachen.

Symptome

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    Versorgungsgebiet und Verlauf des Nervus medianus
    Schmerzen, stechendes Prickeln, Taubheit und bzw. oder Verlust des Tastsinns und Gefühls im Versorgungsgebiet des Nervs (siehe Abbildung), besonders im Daumen, Mittel- und Zeigefinger.
  • Rückbildung und Schwäche der Muskeln im Daumengrundgelenk können bei längerem Verlauf hinzukommen.
  • Die Beschwerden nehmen häufig nachts zu, wahrscheinlich durch ein unbewusstes Abknicken des Handgelenks. Auch bei bestimmten Bewegungen verstärken sich die Schmerzen bei vielen Betroffenen.
  • Die Symptome werden häufig durch Schütteln oder Massieren der Hand gelindert.
  • Ein Taubheitsgefühl in den Fingerspitzen kann eine Ungeschicklichkeit der Hände bedingen. Das Hantieren mit kleinen Objekten ist somit schwer möglich und feinmotorische sowie präzise Bewegungen werden eingeschränkt.
  • Häufig verändern sich die Beschwerden anfangs und gehen zwischendurch zurück, im Verlauf jedoch sind sie meist konstant vorhanden.
  • In fast drei Viertel der Fälle sind beide Hände betroffen.

Diagnose

Die Diagnose wird mithilfe der typischen Anamnese und anhand der Befunde gestellt, die bei der körperlichen Untersuchung von Hand und Arm erkannt werden. Beispielsweise verstärken sich die Beschwerden oft, wenn der Arzt mit seinen Fingern oder einem kleinen Untersuchungshammer leicht auf den Bereich des Karpaltunnels klopft (Hoffmann-Tinel-Zeichen). Auch eine starke Dehnung des Handrückens und dadurch Abknicken des Handgelenks löst nach mehreren Minuten oft die typischen Beschwerden aus (Phalen-Zeichen). Soll der Patient die Spitzen von Daumen und kleinem Finger gegeneinander drücken, wird der Kraftverlust oft deutlich.

Die Diagnose lässt sich mit einer so genannten Elektroneurografie (ENG) bestätigen, bei der die Nervenleitgeschwindigkeit des Nervus medianus gemessen wird. Als Nervenleitgeschwindigkeit bezeichnen Mediziner die Geschwindigkeit, mit der Signale durch den Nerven hin zum Muskel (motorisch) und von der Haut (Tastsinn, sensibel) geleitet werden können. Diese Geschwindigkeit ist bei geschädigten Nerven messbar verringert. Mittels ENG lässt sich eine Diagnose mit hoher Treffsicherheit verifizieren. Basiert die Diagnose auf den typischen Symptomen und Befunden, ist diese zusätzliche Untersuchung jedoch nicht notwendig.

Verfahren wie Ultraschall, Röntgen oder auch ein Magnetresonanztomogramm (MRT) des Handgelenks können für die Diagnose hilfreich sein, wenn der Arzt Veränderungen der Knochen oder auch einen Tumor oder Ähnliches als Ursache der Krankheit vermutet.

Behandlung

Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der Symptome und der Beeinträchtigung der Funktion der Finger. Bei leichten bis mäßigen, v. a. nächtlichen Symptomen erfolgt die Entlastung in erster Linie per Orthese (Handgelenksschiene). Diese Schiene können die Betroffenen während der Nacht mehrere Stunden tragen. Sind bestimmte Bewegungen der Auslöser der Schmerzen, sollten die Patienten auf diese, wenn möglich, natürlich verzichten. Manchmal kann eine kurzfristige Therapie (maximal 2 Wochen) mit Kortisontabletten die Symptome dämpfen. Doch meist kehren sie nach einigen Wochen bis Monaten zurück.

Wird keine Erleichterung durch Entlastung und Kortisontabletten erzielt, kann eine Kortisoninjektion in den Karpaltunnel angeraten sein. Durch Kortison geht die Schwellung im Karpaltunnel und damit auch der Druck auf den Nerv zurück. Auch dies führt meist innerhalb weniger Tage zu einer deutlichen Linderung der Beschwerden. Allerdings ist ein langfristiger Effekt einer Kortisontherapie nicht hinreichend dokumentiert; oft berichten die Betroffenen nach mehreren Monaten oder etwa 1 Jahr erbeut über Schmerzen. Zudem sollte wegen möglicher Schäden des Gewebes eine solche Kortisoninjektion nicht mehrfach erfolgen.

Viele Patienten nehmen Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac (sogenannte nichtsteroidale Antirheumatika) gegen die Schmerzen ein. Der Effekt dieser Therapie ist jedoch in Studien nicht eindeutig belegt worden.

Liegen feststellbare Ursachen vor, etwa Übergewicht oder ein Tumor im Bereich des Handgelenks, sind diese zu behandeln. Tritt das Syndrom bei einer Schwangeren auf, gehen die Beschwerden nach der Geburt meist zurück. 

Halten die Symptome lange an und zeigt eine Entlastung mittels Orthese oder die Gabe von Kortison keinen Effekt, ist eine Operation das probate Mittel. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung und dauert etwa 10 Minuten. Der Arzt operiert entweder offen oder minimalinvasiv per Endoskop und durchtrennt das Karpalband chirurgisch, um dem Nerv wieder mehr Platz zu verschaffen und den Druck zu mindern. Ob operiert werden soll, ist immer eine individuelle Entscheidung, die Sie mit Ihrem Arzt besprechen sollten.
Dafür, dass eine Operation sinnvoll sein könnte, spricht, wenn einige der folgenden Faktoren vorliegen:

  • seit mehr als 10 Monaten bestehende Beschwerden mit praktisch dauerhaften Gefühlsstörungen bzw. Missempfindungen
  • älter als 50 Jahre
  • nach 30 Sekunden eintretende Schmerzen bei Abknicken des Handgelenks sowie
  • deutliche Auffälligkeiten bei der Messung der Nervenfunktion (ENG, siehe oben).  

Nach dem Eingriff wird der Arzt einige Tage später die Wunde überprüfen und etwa 2 Wochen später kontrollieren, ob die Funktion des Nervs wiederhergestellt ist. Falls durch das Karpaltunnelsyndrom vor der Operation bereits eine Lähmung der Finger aufgetreten war, kann die Erholung der Kraft jedoch 10–20 Wochen in Anspruch nehmen. Im Allgemeinen sind die Betroffenen je nach beruflicher Tätigkeit 3–6 Wochen krankgeschrieben.

Es werden auch verschiedene andere Therapieoptionen bei Karpaltunnelsyndrom angeboten, darunter eine Therapie mittels Ultraschall. Diese zeigt in der Regel nur begrenzte Wirkung und dies auch erst nach einer Anwendung über fast 2 Monate. Verfahren wie Magnettherapie, Lasertherapie, die Gabe von Vitaminen oder Diuretika (zur Ausschwemmung von Wasser) sind Experten zufolge in der Regel wirkungslos. Physiotherapie, Yoga oder ähnliche Übungen können manchmal für einige Zeit die Beschwerden lindern, zeigten jedoch in Untersuchungen ebenfalls keinen anhaltenden Effekt.

Prognose

Die Erkrankung kann lediglich vorübergehend sein und sich spontan bessern (in bis zu 1/3 der Fälle ohne Therapie innerhalb von 6 Monaten). Medianusnervsymptome während der Schwangerschaft bessern sich meist nach der Entbindung.

Nach der Operation verschwinden die Schmerzen häufig nahezu unmittelbar; in manchen Fällen bestehen sie jedoch in geringer Ausprägung noch einige Zeit weiter, bis die Wunde ganz verheilt ist. Die Störungen von Sensibilität und Beweglichkeit/Kraft von Hand bzw. Fingern können mehrere Wochen bestehen bleiben, in Ausnahmefällen auch Monate. In seltenen Fällen treten Komplikationen durch die Operation auf, wie eine dauerhafte Schädigung des Nervs oder eine Infektion.

Weitere Informationen

Illustrationen

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Karpaltunnelsyndrom, Anatomie und Symptome
Nervus medianus.jpg
Versorgungsgebiet und Verlauf des Nervus medianus
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Phalen-Test
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Tinel-Zeichen
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Sensibilitätstest
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Muskelschwund bei Karpaltunnelsyndrom
Karpaltunnelsyndrom, Gefuehllosigkeit in den Fingern.jpg
Gefühllosigkeit in den Fingern

Autoren

  • Susanne Meinrenken, Dr. med., Bremen

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Karpaltunnelsyndrom. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

  1. Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie, Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie. Karpaltunnelsyndrom, Diagnostik und Therapie. AWMF-Leitlinie Nr. 005-003, Stand 2012. www.awmf.org
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