Illustrationsfoto

Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine stetig fortschreitende Krankheit, die die motorischen Nervenzellen im Rückenmark und Hirnstamm und die motorischen Areale der Hirnrinde zerstört. Die Folge sind zunehmende Lähmungen von verschiedenen Muskelgruppen.

Deximed – Deutsche Experteninformation Medizin

"Deximed ist für mich eine große Hilfe, um im Praxisalltag schnell aktuelles Wissen zur Therapie oder Diagnostik nachschlagen zu können. Die übersichtliche Struktur ermöglicht es, sogar im Patientenkontakt rasch etwas nachzulesen." - PD Dr. med. Guido Schmiermann, Facharzt für Allgemeinmedizin, Bremen

Deximed ist ein unabhängiges Arztinformationssystem mit Fokussierung auf die primärärztliche Versorgung. Evidenzbasierte und regelmäßig aktualisierte Artikel zu allen medizinischen Gebieten zeichnen Deximed aus.

Mehr erfahren

Was ist die Amyotrophe Lateralsklerose?

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine Krankheit, die in zunehmendem Umfang Nerven von Rückenmark und Gehirn zerstört. Dabei sind nur solche Nerven betroffen, die die Motorik des Körpers steuern (motorische Nerven bzw. Motoneuronen), d. h. die verschiedenen Muskeln.

Motorische Nervenzellen senden über ihre Nervenfasern und verschiedene Schaltstellen Signale vom zentralen Nervensystem an die einzelnen Muskeln im Körper. Sensorische Nerven auf der anderen Seite werden durch die ALS nicht geschädigt (manche Patienten weisen hier Symptome auf, wenn andere Krankheiten zusätzlich zur ALS vorliegen). Die sensorischen Nerven senden Signale vom Körper (Gefühl, Riechen, Hören, Sehen) an das zentrale Nervensystem.

Bei der Zerstörung von motorischen Nervenzellen verschlechtert sich die Signalübertragung zu den Muskeln. Werden die Muskeln aufgrund der fehlenden Nervensignale immer weniger aktiviert, so nimmt deren Muskelmasse ab; sie werden immer schwächer und verlieren zunehmend ihre Funktion. Diese Entwicklung, in der Medizin „Muskelatrophie“ genannt, führt zu Schwierigkeiten bei Bewegungen wie Gehen, Laufen, Anheben oder Tragen von Gegenständen; im späteren Verlauf der ALS ist auch die Atemmuskulatur betroffen.

Man unterscheidet zwischen den oberen und unteren Motoneuronen. Die oberen Motoneuronen befinden sich im Gehirn, die unteren Motoneuronen gehen aus dem Rückenmark hervor. Schäden an den oberen und unteren Motoneuronen führen zu zwei verschiedenen Arten von Nervenschäden, die bei der ärztlichen Untersuchung nachgewiesen werden können. Die ALS umfasst beide Arten, da ihr sowohl Schädigungen in bestimmten motorischen Hirnarealen als auch der Motoneurone im Rückenmark zugrunde liegen.

Häufigkeit

International werden etwa 1,5 bis 2,5 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Jahr registriert. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen (im Verhältnis 1,5 zu 1). Die Krankheit betrifft vor allem Menschen ab einem Alter von 50 Jahren, Jüngere können jedoch ebenfalls erkranken. Das durchschnittliche Alter bei Auftreten der Krankheit liegt bei etwa 55 Jahren.

Ursachen

Der Krankheitsmechanismus ist unbekannt; es werden verschiedene Theorieansätze verfolgt. 5 bis 10 % der Fälle stellen eine vererbte Form dar, d. h. Personen in der Verwandtschaft sind ebenfalls erkrankt und haben die Veranlagung weitergegeben. Ursache und Entwicklung der übrigen Formen der ALS sind unbekannt. Die Forschungen gingen zunächst der Frage nach, ob ein Virus die Ursache sein kann. Von dieser Theorie ist man jedoch überwiegend abgekommen. Viele Umweltfaktoren wurden als mögliche Risikofaktoren der ALS geprüft, die Studien auf diesem Gebiet sind jedoch unzureichend und konnten keinen deutlichen Zusammenhang nachweisen.

Die Krankheit kann nach den betroffenen Muskelgruppen in Untergruppen unterteilt werden. Alle Formen wirken sich jedoch relativ ähnlich aus und zeigen grundsätzlich einen ähnlichen Verlauf. In manchen Fällen tritt die ALS in Kombination mit einer speziellen Form der Demenz auf, der frontotemporalen Demenz.

Symptome

Der Beginn der Erkrankung ist davon abhängig, welche Nervenzellen betroffen sind. Einige Patienten haben Probleme mit dem Schlucken und Sprechen. Am häufigsten macht sich jedoch ein Gefühl der Unbeholfenheit zunächst einer Hand oder eines Unterarms bemerkbar. Feine Fingerbewegungen sind schwierig durchzuführen und die Finger fühlen sich teils steif und wenig beweglich an.

Die ersten Symptome sind bei manchen Patienten in einem begrenzten Bereich, wie eben beispielsweise der Hand oder auch der Rumpfmuskulatur, feststellbar. Manchmal beginnen die Symptome aber auch eher diffus, beispielsweise in beiden Beinen (Gehstörungen) oder beiden Armen. Nach einiger Zeit stellen die meisten Betroffenen fest, dass immer größere Regionen involviert sind, das Vermögen, sich zu bewegen und Alltagsaktivitäten zu verrichten abnimmt und die Kraft in der Muskulatur schwindet. Im Laufe von Wochen oder Monaten können die Symptome auf die Hand und den Arm der anderen Körperhälfte übergehen. Der Muskelschwund nimmt zu und mit der Zeit treten die charakteristischen Wellenbewegungen (Faszikulationen) in der Muskulatur auf, Lähmungen verstärken sich. Die Krankheit schreitet stetig voran und der Umfang der Nervenschäden weitet sich aus.

Im Verlauf verschlechtert sich die körperliche Verfassung kontinuierlich (allerdings individuell unterschiedlich schnell), mit der Zeit entwickeln sich bei manchen Patienten auch Muskelkrämpfe (Spastizität), die die Muskelbewegungen zusätzlich erschwerden. Aufgrund der stärker werdenden Gehschwierigkeiten sind die Betroffenen nach einiger Zeit auf den Rollstuhl angewiesen und werden schließlich bettlägerig. Besonders belastend ist die zunehmende Schwäche der Atemmuskulatur, die zu Schwierigkeiten beim tiefen Atmen sowie Atemnot führt. 

Bei etwa 25 % der Erkrankten finden sich Anzeichen einer Bulbärparalyse (Schädigung der oberen motorischen Nerven), noch ehe sich Symptome in anderen Körperregionen ausbilden. Typisch für diese Form ist, dass die Betroffenen Sprechstörungen aufweisen, also ihre gesprochene Sprache ihren Charakter verändert und die Stimme zunehmend heiser wird, bis schließlich auch die Aussprache immer undeutlicher wird. Auch Kau- und Schluckstörungen sind üblich, der Patient verschluckt sich des Öfteren und leidet unter vermehrtem Speichelfluss.

Bei sehr vielen Patienten sind die kognitiven (geistigen) Funktionen gar nicht oder nur wenig eingeschränkt. Viele Betroffene haben jedoch mit Angst zu kämpfen, einige weisen depressive Symptome auf, auch Schlafstörungen kommen vor. Als Pseudobulbärparalyse bezeichnen Ärzte Symptome, die sich in einer labilen Stimmung bei einem Teil der Patienten zeigen; die Betroffenen reagieren z. B. nicht angemessen auf bestimmte Situationen und lachen beispielsweise, obwohl allen anderen gerade traurig zumute ist.

Diagnostik

Die Diagnose wird in erster Linie ausgehend vom ärztlichen Befund bei der Untersuchung des Patienten gestellt. Der Arzt wird sich die genauen Beschwerden vom Patienten beschreiben lassen und sorgfältig alle Muskelgruppen daraufhin untersuchen, ob sich ein Verlust von Muskelmasse, schwindende Muskelkraft und eventuelle Lähmungen, Muskelfaszikulationen oder Krämpfe/Spastik zeigen. Er wird auch darauf achten, inwieweit der Patient noch gut kauen und schlucken kann und die Atemfunktion prüfen. Ein Verlust an sensorischen Funktionen liegt bei diesem Krankheitsbild in der Regel nicht vor. 

Die Bestätigung der Diagnose erfolgt unabhängig von Blutuntersuchungen und Bilddiagnostik. Blutuntersuchungen werden meist dennoch durchgeführt, um andere Krankheiten auszuschließen. Auch ein CT oder MRT von Gehirn und Rückenmark dient dem Ausschluss weiterer Krankheiten. Eine Untersuchung mit der Bezeichnung EMG (Elektromyografie) kann ebenfalls wichtige Informationen liefern. Die EMG deckt typische Einschränkungen der Nervensignalübertragung zwischen Motoneuronen und Muskelfasern auf. In der Elektroneurografie (ENG) lassen sich Störungen der Nervensignalübertragung erkennen. In einigen Fällen wird man eine Gewebeprobe (Biopsie) der Muskeln nehmen, um eine Muskelkrankheit auszuschließen. Sind engen Familienangehörige ebenfalls an ALS erkrankt, sind oft genetische Tests und eine entsprechende Beratung sinnvoll. In unklaren Fällen können weitere Untersuchungen zum Einsatz kommen.

Therapie

Es gibt aktuell keine Therapie, die die Krankheit zu heilen vermag. Die einzig erreichbaren Verbesserungen liegen darin, die Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Ein interdisziplinäres Team koordiniert die Behandlung. Die Krankheit ist Gegenstand umfangreicher Forschung, ohne dass man bislang Medikamente mit einer deutlich günstigen Langzeitwirkung entwickeln konnte. Eine lindernde Behandlung ist jedoch gegen Beschwerden wie die Spastizität, Muskel-Skelett-Schmerzen (bei bis zu 70 % der Erkrankten), eine Verschleimung der Atemwege und die Angst möglich.

Eine breite Palette von Hilfsmaßnahmen erleichtern den Alltag, z. B. können mechanische Hilfsmittel wie Rollstühle, Rampen und Treppenlifte beantragt werden. Auch ergo- und physiotherapeutische Maßnahmen können den Beschwerden entgegenwirken. Eine logopädische Therapie kann eine Zeit lang helfen, die Schwierigkeiten beim Sprechen auszugleichen. Nach einiger Zeit wird es notwendig, mit elektronischen Hilfsmitteln zu kommunizieren. Bei ausgeprägten Schluckstörungen kann auf eine Sondenernährung umgestellt werden. Bei nachlassender Atemmuskelfunktion ist eine maschinelle Beatmung erforderlich.

Mögliche Suizidgedanken und der Wunsch nach aktiver Sterbehilfe können Angehörige und Pflegepersonal vor große Herausforderungen stellen. In einer Studie mit 171 Patienten mit ALS starben mehr als 90 % auf friedliche Art und Weise, die meisten im Schlaf; bei keinem kam es zu einem qualvollen Ersticken.

Forschungen beschäftigen sich mit der Frage, ob eine Stammzellen-Therapie wirksam sein kann, sind aber allem Anschein nach noch weit von konkreten Behandlungsangeboten entfernt.

Medikamentöse Therapie

Zur Behandlung Muskelfunktionsstörungen (Lähmungen, Schwäche) bei ALS ist ein Medikament namens Riluzol zugelassen, das das Forschreiten der Beschwerden etwas verlangsamen kann. Gegen mögliche Muskelkrämpfe oder Spastik stehen jedoch weitere Wirkstoffe zur Verfügung. Andere Medikamente können wirksam den vermehrten Speichelfluss hemmen oder auch gegen Angst und Unruhezustände, Schlafstörungen oder psychische Auffälligkeiten der Patienten helfen. 

Verlaufskontrolle

Die Verlaufskontrolle ist sehr umfangreich und erfordert einen fachübergreifenden Ansatz. Es gibt Modellprojekte, in denen Kompetenzgruppen für jeweils einzelne Patienten gebildet werden. Eine solche Gruppe besteht z. B. aus Patient, Hausärztin, Physio- und Ergotherapeut, Pflegefachkraft und Neurologin. Weiter kann es nötig sein, beispielsweise Sozialarbeiter, Psychologin, Seelsorger, Ernährungsberaterin usw. hinzuzuziehen. Die Verlaufskontrolle sollte proaktiv handeln und darauf abzielen, die zu erwartenden Schwierigkeiten frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Prognose

Die ALS ist eine Krankheit, die derzeit nicht heilbar ist. Der Zustand der Patienten verschlechtert sich laufend. In der letzten Lebensphase werden die meisten Patienten stationär im Krankenhaus betreut, um ausreichend Hilfestellung erhalten zu können. Der Verlauf der Krankheit ist von Patient zu Patient sehr unterschiedlich, ebenso die Geschwindigkeit, in der sie voranschreitet. Die meisten Patienten leben nach der Diagnose noch drei bis fünf Jahre. 10 bis 20 % können jedoch noch mindestens 10 Jahre lang leben; sehr selten leben Patienten noch deutlich länger.

Weitere Informationen

Patientenorganisationen

Autoren

  • Susanne Meinrenken, Dr. med., Bremen

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Amyotrophe Lateralsklerose. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

  1. Mitchell JD, Borasio GD. Amyotrophic lateral sclerosis. Lancet 2007; 369: 2031-41. PubMed
  2. Brettschneider J, Del Tredici K, Toledo JB, Robinson JL, Irwin DJ et al. Stages of pTDP-43 pathology in amyotrophic lateral sclerosis. Ann Neurol. 2013;74:20–38. pmid:23686809 PubMed
  3. Braak H, Brettschneider J, Ludolph AC, Lee VM, Trojanowski JQ, Del Tredici K. Amyotrophic lateral sclerosis -- a model of corticofugal axonal spread. Nat Rev Neurol. 2013;9(12):708 – 14. pmid:24217521 PubMed
  4. Deutsche Gesellschaft für Neurologie, Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie - Amyotrophe Lateralsklerose (Motoneuron-erkrankungen). Entwicklungsstufe S1, Stand: 1. Juni 2014. AWMF-Registernummer: 030/001 www.awmf.org
  5. Uenal H, Rosenbohm A, Kufeldt J, Weydt P, Goder K, Ludolph A, Rothenbacher D, Nagel G; ALS registry Study Group. Incidence and geographical variation of amyotrophic lateral sclerosis (ALS) in Southern Germany -- completeness of the ALS registry Swabia. PLoS One. 2014;9(4):e93932. pmid:24722455 PubMed
  6. Ince PG and Codd GA. Return of the cycad hypothesis: does the amyotrophic lateral sclerosis/parkinsonism dementia complex (ALS/PDC) of Guam have new implications for global health? Neuropathol Appl Neurobiol 2005; 31: 345-53. PubMed
  7. Hübers A, Weishaupt JH, Ludolph AC. Genetik der amyotrophen Lateralsklerose. Nervenarzt 2013;84:1213–9. pmid:24072096 PubMed
  8. Chiò A, Battistini S, Calvo A, Caponnetto C, Conforti FL, Corbo M, Giannini F, Mandrioli J, Mora G, Sabatelli M; the ITALSGEN Consortium,, Ajmone C, Mastro E, Pain D, Mandich P, Penco S, Restagno G, Zollino M, Surbone A. Genetic counselling in ALS: facts, uncertainties and clinical suggestions. J Neurol Neurosurg Psychiatry 2014. pmid: 23833266 PubMed
  9. Shaw PJ. Motor neurone disease. Clinical review. BMJ 1999; 318:1118-21. British Medical Journal
  10. Kawahara Y, Ito K, Sun H, et al. Glutamate receptors: RNA editing and death of motor neurons. Nature 2004;427:801. PubMed
  11. Hübers A, Marroquin N, Schmoll B, Vielhaber S, Just M et al. Polymerase chain reaction and Southern blot - based analysis of the C9orf72 hexanucleotide repeat in different motor neuron diseases. Neurobiol Aging 2014;35(5):1214.e1–6. pmid:24378086 PubMed
  12. Lipton SA, Gu Z, Nakamura T. Inflammatory mediators leading to protein misfolding and uncompetitive/fast off-rate drug therapy for neurodegenerative disorders. Int Rev Neurobiol 2007;82:1-27. PubMed
  13. Miller RG, Mitchell JD, Moore DH. Riluzole for amyotrophic lateral sclerosis (ALS)/motor neuron disease (MND). Cochrane Database of Systematic Reviews 2012, Issue 3. Art. No.: CD001447. DOI: 10.1002/14651858.CD001447.pub3. DOI
  14. Orrell RW, Lane RJM, Ross M. Antioxidant treatment for amyotrophic lateral sclerosis or motor neuron disease. Cochrane Database of Systematic Reviews 2007, Issue 1. Art. No.: CD002829. DOI: 10.1002/14651858.CD002829.pub4. DOI
  15. Gadoth A, Nefussy B, Bleiberg M, et al. Transglutaminase 6 antibodies in the serum of patients with amyotrophic lateral sclerosis. JAMA Neurol 2015; 72: 676-81. pmid:25867286 PubMed
  16. Simionescu L, Shefner J. Amyotrophic lateral sclerosis. BestPractice, last updated July 8, 2013 .
  17. Beeldman E, Raaphorst J, Klein Twennaar M, de Visser M, Schmand BA, de Haan RJ. The cognitive profile of ALS: a systematic review and meta-analysis update.. J Neurol Neurosurg Psychiatry 2015. pmid:26283685 PubMed
  18. Connolly S, Galvin M, Hardiman O. End-of-life management in patients with amyotrophic lateral sclerosis. Lancet Neurol 2015; 14: 435-42. pmid:25728958 PubMed
  19. Armon C. Environmental risk factors for amyotrophic lateral sclerosis. Neuroepidemiology 2001; 20: 2-69. PubMed
  20. Mitchell JD. Amyotrophic lateral sclerosis: toxins and environment. Amyotroph Lateral Scler Other Motor Neuron Disord 2000; 1: 235-50. PubMed
  21. Chio A, Benzi G, Dossena M, Mutani R and Mora G. Severely increased risk of amyotrophic lateral sclerosis among Italian professional football players. Brain 2005; 128: 472-6. PubMed
  22. Andersen PM, Abrahams S, Borasio GD, de Carvalho M, Chio A, Van Damme P, Hardiman O, Kollewe K, Morrison KE, Petri S, Pradat PF, Silani V, Tomik B, Wasner M, Weber M. EFNS guidelines on the clinical management of amyotrophic lateral sclerosis (MALS)--revised report of an EFNS task force. EFNS Task Force on Diagnosis and Management of Amyotrophic Lateral Sclerosis .Eur J Neurol. 2012 Mar;19(3):360-75. doi: 10.1111/j.1468-1331.2011.03501.x. DOI
  23. Gordon PH, Cheng B, Katz IB, et al. The natural history of primary lateral sclerosis. Neurology 2006; 66: 647-53. Neurology
  24. Kennedy WR, Alter M and Sung JH. Progressive proximal spinal and bulbar muscular atrophy of late onset: a sex-linked recessive trait. Neurology 1968; 18: 671-80. Neurology
  25. Pfeffer A. Assessment: ALS Functional Rating Scale - Test bei amyotropher Lateralsklerose. Physiopraxis 2006; 4: 32-33. doi:DOI: 10.1055/s-00000162 DOI
  26. ALS CNTF treatment study (ACTS) phase I-II study group, The amyotrophic lateral sclerosis functional rating scale: assessment of activities of daily living in patients with amyotrophic lateral sclerosis. Arch Neurol 1996; 53: 141-7. PubMed
  27. Van Laere K1, Vanhee A2, Verschueren J3, De Coster L3, Driesen A2, Dupont P2, Robberecht W4, Van Damme P4. Value of 18fluorodeoxyglucose-positron-emission tomography in amyotrophic lateral sclerosis: a prospective study. JAMA Neurol. 2014; May;71(5): 553-61. pmid:24615479 PubMed
  28. Cosgrove J, Jamieson S, Chowdhury FU. Teaching NeuroImages: Hypometabolism of the primary motor cortex in primary lateral sclerosis: The stripe sign. Neurology 2015;84(24):e206. doi:26078407
  29. Borasio GD, Voltz R and Miller RG. Palliative care in amyotrophic lateral sclerosis. Neurol Clin 2001; 19: 829-47. PubMed
  30. Beauverd M, Mitchell JD, Wokke JHJ, Borasio GD. Recombinant human insulin-like growth factor I (rhIGF-I) for the treatment of amyotrophic lateral sclerosis/motor neuron disease. Cochrane Database of Systematic Reviews 2012, Issue 11. Art. No.: CD002064. The Cochrane Library
  31. Miller RG, Mitchell JD, Moore DH. Riluzole for amyotrophic lateral sclerosis (ALS)/motor neuron disease (MND). Cochrane Database of Systematic Reviews 2012, Issue 3. Art. No.: CD001447. DOI: 10.1002/14651858.CD001447.pub3. DOI
  32. Cudkowicz M, Bozik ME, Ingersoll EW, et al. The effects of depramipexole (KNS-760704) in individuals with amyotrophic lateral sclerosis. Nat Med 2011; 17: 1652-6. PubMed
  33. Cudkowicz ME, van den Berg LH, Shefner JM, Mitsumoto H, Mora JS et al. EMPOWER investigators. Dexpramipexole versus placebo for patients with amyotrophic lateral sclerosis (EMPOWER): a randomised, double-blind, phase 3 trial. Lancet Neurol 2013;12:1059–67
  34. Banfi P, Ticozzi N, Lax A, Guidugli GA, Nicolini A, Silani V. A Review of Options for Treating Sialorrhea in Amyotrophic Lateral Sclerosis. Respir Care 2014. pmid:25228780 PubMed
  35. DGPPN, BÄK, KBV, AWMF, AkdÄ, BPtK, BApK, DAGSHG, DEGAM, DGPM, DGPs, DGRW (Hrsg.) für die Leitliniengruppe Unipolare Depression. S3-Leitlinie/Nationale Versorgungsleitlinie Unipolare Depression, 2. Auflage. 2015. Version 3. doi:10.6101/AZQ/000277 www.awmf.org
  36. Kubler A, Nijboer F, Mellinger J, et al. Patients with ALS can use sensorimotor rhythms to operate a brain-computer interface. Neurology 2005; 64: 1775-7. Neurology
  37. Kasarskis EJ, Scarlata D, Hill R, Fuller C, Stambler N and Cedarbaum JM. A retrospective study of percutaneous endoscopic gastrostomy in ALS patients during the BDNF and CNTF trials. J Neurol Sci 1999; 169: 118-25. PubMed
  38. Morrow B, Zampoli M, van Aswegen H, Argent A. Mechanical insufflation-exsufflation for people with neuromuscular disorders. Cochrane Database of Syst Rev. 2013, Issue 12. Art. No.: CD010044. DOI: 10.1002/14651858.CD010044.pub2. DOI
  39. Sykes N and Thorns A. The use of opioids and sedatives at the end of life. Lancet Oncol 2003; 4: 312-8. PubMed
  40. Rabkin JG, Albert SM, Del Bene ML, et al. Prevalence of depressive disorders and change over time in late-stage ALS. Neurology 2005; 65: 62-7. Neurology
  41. Brooks BR, Thisted RA, Appel SH, et al. Treatment of pseudobulbar affect in ALS with dextromethorphan/quinidine: a randomized trial. Neurology 2004; 63: 1364-70. Neurology
  42. Neudert C, Oliver D, Wasner M and Borasio GD. The course of the terminal phase in patients with amyotrophic lateral sclerosis. J Neurol 2001; 248: 612-6. PubMed
  43. Haverkamp LJ, Appel V and Appel SH. Natural history of amyotrophic lateral sclerosis in a database population: validation of a scoring system and a model for survival prediction. Brain 1995; 118: 707-19. PubMed
  44. Meyer T, Münch C, van Landeghem FK, Borisow N, Dullinger J, Linke P. Nervenarzt. 2007; 78:1383-8. Progressive Muskelatrophie - Eine unterdiagnostizierte Variante der amyotrophen Lateralsklerose. Nervenarzt 2007; 78:1383-8. pmid:17516042 PubMed